Gesang von fast exotischem Reiz

Weihnachtliches Konzert mit bulgarischem Chor in St. Maximin

(PresseBox) ( Koblenz, )
Für westliche Ohren klingt sie oft ein wenig fremdartig, ist aber gerade deshalb so reizvoll: die in der byzantinisch-orthodoxen Tradition wurzelnde bulgarische Kirchen- und Volksmusik. Orthodoxer Gesang, der keine instrumentale Begleitung kennt, der dies wettmacht durch seine eigentümliche Struktur, mit acht über einem Halteton liegenden Tonskalen, durch ungewöhnliche Intervalle, kleiner oder größer als ein gewohnter Halb- oder Ganzton.

Das verleiht besonders der orthodoxen Kirchenmusik eine gewisse schwermütige Feierlichkeit und Ernsthaftigkeit, verbunden mit einer schwebenden Art der Harmonie. Mustergültig vermittelte dies ein vorweihnachtliches Konzert des Honorarkonsulats der Republik Bulgarien in Rheinland-Pfalz und der Kirchengemeinde St. Maximin in deren Pfarrkirche in Horchheim mit dem Kammerchor der bulgarischen orthodoxen Kirchengemeinde Berlin unter Leitung von Boryana Cerreti-Velichkova.

Die Cerreti-Velichkova, die in Plovdiv an der Musikakademie Klavier und Chordirigieren studierte, gründete das Gesangsensemble 2004 an der orthodoxen Kirche "Hl. Zar Boris der Täufer" in Berlin. Seine Mitglieder sind Studenten und professionelle Sängerinnen und Sänger aus Bulgarien und Deutschland. Ein vergleichsweise junger Chor, der trotzdem schon trefflich zusammengeschmiedet ist und durch gerade in den leisen Augenblicken erkennbare Stimmkultur und -bildung überzeugt.

Das macht die kirchlich-orthodoxen Gesänge in der ersten Hälfte des Konzerts zu einem eindringlichen Erlebnis, gerade weil Boryana Cerreti-Velichkova hier so feinfühlig mit ihren Sängerinnen und Sängern zu Werke geht. Als Solistin steht ihr mit der Mezzosopranistin Anna Baranowska, die in Danzig und Köln studierte und seit der Spielzeit 2004/05 am Theater in Dessau singt, eine ausdrucksvolle, dunkel timbrierte Stimme zur Verfügung, die auch das "Ave Maria" Bachs in der Gounodschen Bearbeitung und das "Panis Angelicus" César Francks mit wahrer Gefühlsinbrunst interpretiert, begleitet an der Orgel von Hans-Peter Wüst, seit mehr als vier Jahrzehnten Organist in St. Maximin. Der setzt dem Leisen, Gefühlsbetonten mit Francks "Grand Choeur" in C höchst virtuos alle Wucht und Pracht der Orgel entgegen.

Zum Ende gibt der Kammerchor der bulgarischen orthodoxen Kirchengemeinde Berlin, zur Freude des Publikums, einige Kostproben aus seinem folkloristischen Repertoire. Da weicht die im Sakralen fast beschwörende Innerlichkeit ungestümer Fröhlichkeit, weicht das strenge Regelsystem des orthodoxen Kirchengesangs einer ebenso abwechslungsreichen wie diffizilen Rhythmik und Harmonik, was der lustvollen, spielerischen Interpretation durch den Chor keinen Abbruch tut.

Mehr Informationen unter Email info@honorarkonsulat-bulgarien.de
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