Windmesse.de 2011

Windenergie-Seminar: Rohstoffe - Verfügbarkeit und Preise für die Windindustrie

Seewartenstraße 9, 20459 Hamburg, DE

Die Windindustrie in Deutschland konnte zunächst einige Jahre in dem durch das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) gegebenen Rahmen wachsen. Diese Festpreisstruktur schien die Branche von den Schwankungen der Rohstoffmärkte abzukoppeln. Doch schon bei der EEG-Novelle 2009 wurde die Vergütung für Onshore-Wind angehoben, weil u.a. aufgrund der fast verdoppleten Stahlpreise die Anlagenpreise um rund 10% gestiegen waren. Mit dem Rückgang des deutschen Anteils am Weltmarkt muss sich die Branche neuen Herausvorderungen stellen. Sich zum Teil schnell ändernde fossile Energiepreise in den unterschiedlichen Auslandsmärkten spielen für die Wirtschaftlichkeit eine wesentliche Rolle. Auf der einen Seite haben wir 'Peak Oil', d.h. die Förderung klassischen Erdöls hat bereits 2006 ihr Maximum erreicht. Eine Erkenntnis, die die IEA (Internationale Energie Agentur) letztes Jahr fast beiläufig mitteilte und für die die Energy Watch Group 2008 noch stark angefeindet wurde. Da sich also die konventionelle Öl-Förderung nicht mehr ausweiten läßt steigt seitdem, bedingt vor allem auch durch die starke Nachfrage aus Asien (China/Indien) der Ölpreis. Bis 2008 auf zunächst fast 150 $/Barrel. Dieser Ölpreissprung gilt zumindest bei einem Teil der Ökonomen als Auslöser für die Finanzkrise. Diese führte in die weltweite Rezession. Damit fiel die Nachfrage nach Öl, Gas und anderen Rohsoffen und auch mineralische Rohstoffe wie Kupfer und Stahl wurden zwischenzeitlich wieder günstiger. Seit etwa 12 Monaten steigt die Nachfrage nun wieder an und die Preise bewegten sich zum Teil in Rekordhöhe (Beispiel Kupfer). Um dann jüngst vor dem Hintergrund von Rezessionsängsten wieder abzusacken. Bleibt es bei diesem ständigen Auf und Ab oder stabilisieren sich die Märkte in absehbarer Zeit?