Hochschulen setzen in Zeiten von Corona zunehmend auf Fernstudienmaterial

zfh-Hochschulverbund unterstützt Hochschulen gezielt bei der Umstellung auf Online-Studium

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf, MWWK, Bildnachweis: (c) MWWK / Tomkowitz (PresseBox) ( Koblenz, )
Die Coronapandemie zwang auch die Hochschulen in den letzten Wochen zu komplexen Umstrukturierungen. Mit Beginn des Lockdowns stehen sie seit Mitte März 2020 vor der Herausforderung, die Lehrveranstaltungen, Studieninhalte und Prüfungen in ihren Präsenzstudiengängen in kürzester Zeit auf Online-Formate umzustellen. Hochschulen, die bereits über langjährige Erfahrung in der Online-Lehre verfügten, sind hier klar im Vorteil. So beispielsweise die Hochschule Koblenz, die als Teil des zfh-Hochschulverbundes über eine mehr als 20-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von Fernstudiengängen verfügt und an der heute ca. ein Fünftel aller Studierenden in insgesamt neun Fernstudiengängen eingeschrieben sind. Da die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Pandemie vermutlich noch eine ganze Zeit bestehen, sind die Hochschulen aktuell bestrebt, die begonnenen Umstrukturierungen für den Zeitraum der Pandemie in eine gewisse Kontinuität zu überführen. So begrüßt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die auf den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie aufbauende gesellschaftliche Öffnung und warnt zugleich „nachdrücklich vor einer übereilten und nicht leistbaren Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an den Hochschulen in Deutschland.“

Die vorliegende Expertise der Fernstudiengänge mit ihrem speziell für das Selbststudium und die Online-Lehre entwickelten Studienmaterial kann hierbei gezielt unterstützen. Denn E-Learning-Komponenten wie digitale Studienbriefe, Podcasts, Screencasts und Lernvideos gehören in den Fernstudiengängen schon lange zur Grundausstattung und können jetzt bei der Digitalisierung der Präsenzstudiengänge einen hilfreichen und stabilisierenden Beitrag leisten. Vor diesem Hintergrund profitieren nun auch die Präsenzstudiengänge der 21 Hochschulen im zfh-Verbund, darunter acht Hochschulen aus Rheinland-Pfalz, von den über 90 Fernstudiengängen mit den entsprechenden digitalen Materialien und dem Know How des methodischen Vorgehens in der Online-Lehre.

„In der Corona-Pandemie haben unsere rheinland-pfälzischen Hochschulen ihren Lehrbetrieb sehr erfolgreich auf die Onlinelehre umgestellt. Das Fernstudiennetzwerk des zfh-Hochschulverbundes zeigt auf, wie gute digitale Lehre gelingen kann. Durch seine langjährige Erfahrung in den Fernstudiengängen bietet das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund die nötige Kompetenz, um die Digitalisierung der Präsenzlehre zu unterstützen“, so Wissenschaftsminister Konrad Wolf.

Ein gutes Beispiel für den Einsatz von Fernstudienmaterialien in den Präsenzstudiengängen bieten die Online Brückenkurse Mathematik, mit denen Studienanfänger/innen in ingenieur-, natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen ihre Kenntnisse in Mathematik auffrischen können. Hochschulen im zfh-Verbund, die in der derzeitigen Lage in ihrer Präsenzlehre Bedarf an diesen tutoriell begleiteten Onlinekursen haben, vermittelt das zfh ­– Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund kurzfristig passende E-Learning-Komponenten und bietet ihnen bei Bedarf Unterstützung bei der Organisation des Kursangebotes.

Professorinnen und Professoren technischer Fachbereiche haben bereits Interesse an digitalen Studienmaterialien der elektro-und informationstechnischen Fernstudiengänge angemeldet, die im zfh-Hochschulverbund an den Hochschulen Kaiserslautern, Darmstadt und Aschaffenburg in Form von berufsbegleitenden Bachelor- und Masterprogrammen angeboten werden. Das zfh unterstützt den Transfer und leistet auf diese Weise hilfreiche Synergieeffekte für die Präsenzlehre an den Hochschulen. 
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