Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni 2021

LEC bringt Internet-Expertise aus Lettland nach MV

Karina Grigorjeva (l.) und Viesturs Kaģis (2. v. l.) statten ihrem Team in Domsühl einen Besuch ab. Foto: WEMAG/Reiber
(PresseBox) ( Schwerin, )
Mit dem Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni wird vor allem auf kommunale Unternehmen hingewiesen, die uns mit Strom, Gas und Wasser versorgen. Doch die Corona-Pandemie hat einen weiteren Aspekt der Daseinsvorsorge aufgezeigt, auf den heute kaum noch jemand verzichten kann: das Internet. Homeoffice, Homeschooling, Kultur und Unterhaltung, Einkaufen und Kontaktpflege – das Internet war in den vergangenen Wochen und Monaten so wichtig wie noch nie. Anlässlich des Tages der Daseinsvorsorge hat sich die WEMAG-Redaktion deshalb mit Menschen unterhalten, die im Versorgungsgebiet der WEMAG dafür sorgen, dass schnelles Internet bis zu den Kunden gelangt.

Die Firma LEC Construction International ist schon mit dabei, seit die WEMACOM Breitband GmbH, eine Tochter der WEMAG, im Jahr 2018 mit ihren ersten drei Projektgebieten im geförderten Breibandausbau startete. Gut drei Jahre später traf sich die WEMAG mit der LEC-Projektkoordinatorin Karina Grigorjeva und LEC-Bauleiter Viesturs Kaģis auf einer Baustelle in Domsühl und hat sich mit ihnen über die Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern, über Sprachbarrieren und über schlechtes Internet unterhalten.

Die Firma und unsere beiden Gesprächspartner kommen aus Lettland. Sie haben eine Dolmetscherin dabei, die aber kaum nötig ist. Karina Grigorjeva wohnt seit vier Jahren in Deutschland und spricht wunderbar Deutsch. Viesturs Kaģis spricht ebenfalls einige Worte in der für ihn fremden Sprache, dafür aber fließend Englisch. Wir haben dennoch als Erstes nachgefragt, wie es um die Kommunikation im Arbeitsalltag bestellt ist.

Sind Sprachbarrieren für Sie und Ihre Kollegen hier in Deutschland ein Problem?

Karina Grigorjeva: Unsere Jungs sagen immer, dass sie im Alltag keine Probleme haben. Jeder Bauleiter hat einen Dolmetscher, sodass die Verständigung gut funktioniert. Trotzdem wollen einige Mitarbeiter gern Deutsch lernen. Im März haben die Bauleiter und die Kolonnenführer einen Deutschkurs begonnen. Sie sind jetzt ungefähr auf A1-Niveau (elementare Sprachverwendung) und machen weiter. Einige nehmen sogar zusätzlich Privatstunden.

Und wie ist die Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern so?

Karina Grigorjeva: Die Natur und die Menschen sind sehr ähnlich wie in Lettland. Deshalb ist es ein bisschen, als wären wir zu Hause. LEC baut auch in Bayern und dort besteht der Untergrund fast nur aus Stein. Dort zu bauen ist viel schwerer als hier in Mecklenburg-Vorpommern.

Und was ist mit den vielen Findlingen bei uns im Boden?

Viesturs Kaģis: Ja, davon haben wir schon einige gefunden. Vor ein paar Wochen sind wir auf einen Stein gestoßen, der größer als ein Auto war. Aber das geht schon.

Lettland ist in Sachen Internet und Digitalisierung schon deutlich weiter als Deutschland. War das für Sie ein kleiner Schock, als Sie hierhergekommen sind?

Karina Grigorjeva: Ja, schon. In Lettland sind wir mit dem Breitbandausbau fertig. Da gibt es für unsere Firma nichts mehr zu tun. Vieles im Alltag funktioniert längst digital. Hier in Deutschland ist das anders – das ist auch für unsere Arbeit nicht leicht. Wir müssen für die Dokumentation viele Fotos machen und übers Internet hochladen. Das geht an manchen Orten noch gar nicht. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und wir arbeiten jetzt daran, dass es besser wird.

Ein gutes Schlusswort – vielen Dank für das Gespräch.
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