Medaillenflut für Thüringer Forschungseinrichtungen auf der Erfindermesse iENA 2014

Der Vakuumgreifer der TU Ilmenau, der bei der iENA 2014 eine Goldmedaille gewann. Foto: © TU Ilmenau (PresseBox) ( Ilmenau, )
Auf der internationalen Fachmesse "Ideen - Erfindungen - Neuheiten" iENA 2014 in Nürnberg vom 30. Oktober bis 2. November haben Wissenschaftler Thüringer Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Prämierung der besten Erfindungen hervorragend abgeschnitten: Sie erhielten sieben Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 700 Erfindungen aus 30 Ländern präsentiert.

Eine Goldmedaille ging an Prof. Lena Zentner, Christian Keller und Stefan Griebel von der Technischen Universität Ilmenau für einen Vakuumgreifer für flache und gewölbte Oberflächen, der in der Pharmaindustrie Verwendung findet. Mit dem stark nachgiebigen, aus einem einzigen Bauteil gefertigten Sauggreifer wird bei der Verpackung von medizintechnischen und pharmazeutischen Produkten das Hygienerisiko verringert. Dabei schmiegt sich der Greiferboden aus Kunststoff an unterschiedlich gewölbte Oberflächen des Greifobjekts an. Für ihre Erfindung erhielt Prof. Lena Zentner vom Fachgebiet Mechanismentechnik an der TU Ilmenau auch den European Women Inventors Award, mit dem die iENA weibliche Wissenschaftler für ihre Erfindungen ehrt.

Eine weitere Goldmedaille gewannen Dr. Alexander Mosig und Dr. Knut Rennert vom Universitätsklinikum Jena für einen innovativen Biochip, der es erlaubt, künstliche Nachbildungen von Blutgefäßen, des Darms und der Leber miteinander zu verbinden. Entscheidender Vorteil des neuartigen Verfahrens: Da mit menschlichen Zellen und Gewebemodellen gearbeitet werden kann, können die Versuchsergebnisse besser auf den Menschen übertragen werden als bei Tierversuchen. Indem der Forschergruppe der dreidimensionale Aufbau von Organen durch die Zusammenführung mehrerer Zellschichten erstmals in vitro, also außerhalb des lebenden menschlichen Organismus', gelang, könnte sich künftig die Zahl der für solche Eingriffe notwendigen Versuche mit Nagetieren deutlich verringern.

Die Erfindungen Thüringer Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden jedes Jahr von der Patentverwertungsagentur des Landespatentzentrums Thüringen PATON auf der Erfindermesse iENA präsentiert. Als zentrale Agentur vermarktet die Agentur, die an der TU Ilmenau angesiedelt ist, Erfindungen aus elf Thüringer Universitäten, Fachhochschulen, wissenschaftlichen Instituten und des Universitätsklinikums Jena. Sie unterstützt die Wissenschaftler dabei, ihre Erfindung zu schützen und anschließend kommerziell zu nutzen. In diesem Jahr war die Patentverwertungsagentur mit 24 Erfindungen ins Rennen gegangen. Die siegreichen Forscherteams werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung des Landespatentzentrums Thüringen PATON am 11. Dezember 2014 um 13 Uhr im Senatssaal der TU Ilmenau (Leibnizbau, Langewiesener Straße 37) vorgestellt und mit Medaillen und Urkunden geehrt.
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