Chromatfreier Korrosionsschutz & Co.

SURFACTS präsentiert innovative Verfahren der Oberflächentechnik

Einen Schwerpunkt bei der SURFACTS, vom 9. bis 11. Oktober 2007 in Karlsruhe, bilden Verfahren zur Substituierung chrom(VI)- und schwermetallhaltiger Korrosionsschutz- und Veredelungssysteme. (PresseBox) ( Karlsruhe, )
Als Marktplatz innovativer Verfahren für die Oberflächenbehandlung bietet die SURFACTS einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Oberflächenbehandlung. Einen Schwerpunkt dabei bilden Verfahren zur Substituierung chrom(VI)- und schwermetallhaltiger Korrosionsschutz- und Veredelungssysteme. Die 4. internationale Fachmesse für Oberflächentechnik findet vom 9. bis 11. Oktober 2007 in Karlsruhe statt. Durch die „Einbettung“ in die INTERPART, internationale Zuliefermesse für die Fahrzeugindustrie sowie den Maschinen- und Anlagenbau, bietet die SURFACTS Ausstellern und Besuchern beider Messen einen interessanten Mehrwert.

Als Querschnittstechnologie spielt die Oberflächentechnik in praktisch allen Industriebereichen eine immer wichtigere Rolle. Von großer Bedeutung dabei ist der Korrosionsschutz. Dieses Thema bildet daher bei der diesjährigen SURFACTS vom 9. bis 11. Oktober in Karlsruhe einen Schwerpunkt – auch vor dem Hintergrund, dass die seit 1. Juli 2007 in Kraft getretene EU-Altautoverordnung den Einsatz chrom(VI)-haltiger Beschichtungen für Fahrzeugteile verbietet.

Chrom (VI)-freier Korrosionsschutz
Die Aussteller der internationalen Fachmesse für Oberflächentechnik präsentieren neue und modifizierte Lösungen für einen zukunftsorientierten Korrosionsschutz. Sie sind auf Chrom (III)-Verbindungen aufgebaut beziehungsweise werden als völlig chromfreie Systeme angeboten. Dazu zählt beispielsweise eine anorganische Zinklamellen-Beschichtung auf Basis von Zink- und Aluminium-Lamellen. Frei von Chrom und Schwermetallen bietet diese Beschichtung einen hohen kathodischen Korrosionsschutz, ohne die Gefahr von Wasserstoffversprödung. Je nach Korrosionsschutzanforderung wird die Beschichtung mehrmals auf das Teil aufgebracht. Anwendungsgebiete sind in erster Linie Verbindungselemente und hochfeste Teile der Automobil- und Bauindustrie. Die galvanische Abscheidung hochkorrosionsbeständiger Zink-Eisen-Überzüge verbindet funktionellen Korrosionsschutz mit attraktivem Oberflächendesign. Mit diesem Verfahren lassen sich auch schwer beschichtbare Werkstoffe wie etwa Gusseisen prozesssicher veredeln. Typische Einsatzbereiche für Zink-Eisen-beschichtete Bauteile sind die Automobil- und Elektroindustrie, der Geräte- und Maschinenbau sowie die Blechverarbeitung. Galvanisch abgeschiedene Zink-Nickel-Legierungen kommen in erster Linie bei Bauteilen in Bereichen zum Einsatz, in denen bei hoher Temperaturbelastung eine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit gefordert wird, wie beispielsweise im Motorraum oder im Bereich der Bremsen. Optimieren lässt sich der Korrosionsschutz durch organische oder silikatische Versiegelungen, so genannte Topcoats. Multifunktionsschichten, die sich bei niedrigsten Reibwerten durch extrem hohen Korrosionsschutz und einen außergewöhnlich stabilen Verschleißschutz auszeichnen, lassen sich mit neuen, chromatfreien Beschichtungsverfahren ebenfalls erzeugen. Chemisch Nickel-Beschichtungen zeichnen sich durch hohe Korrosions- und Verschleißbeständigkeit, enorme Härte, magnetische Eigenschaften und gute Maßhaltigkeit aus. Sie erfüllen neben den Vorschriften der EU-Altautoverordnung auch die der Lebensmittelbedarfsgegenstände- und Trinkwasserverordnung. Beschichten lassen sich nahezu alle technisch genutzten Metalle und Kunststoffe.

Veredelung von Leichtmetallen
Für Leichtmetalle wie Aluminium und Magnesium bieten die Aussteller der SURFACTS ebenfalls unterschiedliche Veredelungssysteme. Darunter Passivierungen auf Basis von Chrom-III-Verbindungen für Aluminium. Auf der Oberfläche werden dabei Oxidhydrate von Aluminium und Chrom generiert. Diese Beschichtung schützt die Oberfläche temporär vor Oxidation und bildet außerdem einen guten Haftgrund für Lackierungen und Klebstoffe. Für die Behandlung von Aluminium und Magnesium stehen auch chromfreie Systeme zur Verfügung. Sie entwickeln Konversionsschichten auf der Werkstoffoberfläche, die einen guten temporären Korrosionsschutz bieten. Die Schichten sind elektrisch leitfähig und dienen häufig als Zwischenschicht für eine Lackierung oder Beklebung. Die Anodisierung und Hartanodisierung sind weitere Verfahren zur Veredelung von Aluminiumoberflächen, die auf der SURFACTS präsentiert werden.

Chemisch entgraten und polieren
Immer komplexere Bauteilgeometrien sowie die zunehmende Miniaturisierung von Werkstücken deren mechanische Nachbearbeitung wie beispielsweise das Entgraten und Glätten von Oberflächen oder das Säubern von Laserschneidkanten. Für diese Aufgaben bietet die SURFACTS ebenfalls effiziente Lösungen wie beispielsweise das Elektropolieren. Dieses Verfahren stellt im Prinzip eine Umkehr des galvanischen Prozesses dar: Unter Einwirkung von Gleichstrom wird in einem speziellen Elektrolyt von der Werkstückoberfläche Metall abgetragen. Nach der Behandlung ist die Oberfläche metallisch rein, glatt, spannungs- und rissfrei – auch innerhalb von Bohrungen, Durchbrüchen und Hinterschneidungen. Selbst nach innen umgelegte Bohr- und Schleifgrate werden beseitigt. Vorteile bieten diese nasschemischen Verfahren auch bei dynamisch belasteten Bauteilen, da damit Defekte aus der Oberfläche entfernt werden können, und so die Lebensdauer der Bauteile erhöht wird. Dabei ermöglichen neue Elektropolierverfahren inzwischen auch die Bearbeitung von Aluminiumdruckguss sowie „exotischer“ Metalle wie beispielsweise Titan, Magnesium, Kobalt, Tantal, Wolfram, Molybdän und verschiedener anderer.

Mehrwert durch Einbettung in Zuliefermesse INTERPART
Die SURFACTS wird in diesem Jahr erstmals räumlich in die internationale Zuliefermesse INTERPART eingebettet. Gegenüber reinen Zuliefer- bzw. Oberflächentechnikmessen bietet diese Kombination einen deutlichen Mehrwert, da sie die Information an einem Ort zeitgleich über Zulieferprodukte und Oberflächendienstleistungen ermöglicht. Für Aussteller der SURFACTS erhöht sich dadurch das Besucher- und Abnehmerpotenzial.
Parallel zur INTERPART und SURFACTS findet auf dem Karlsruher Messegelände die WTT-Expo, 2. internationale Fachmesse für industrielle Wärmetauscher- und Wärmeträgertechnik, statt. Ein Industriebereich, in dem ebenfalls ein hoher Bedarf an Oberflächenbehandlung besteht. Weitere Informationen unter www.surfacts.de.


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