Schaltbau Holding AG in den ersten 9 Monaten mit stabiler Geschäftsentwicklung - Umsatzprognose am oberen Rand des Korridors konkretisiert

(PresseBox) ( München, )
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  • Konzernumsatz steigt um 4,6 % auf 370,8 Mio. Euro (Vorjahr auf vergleichbarer Basis: 354,6 Mio. Euro)
  • EBIT-Marge steigt auf 5,0 % (Vorjahr auf vergleichbarer Basis: 4,4%)
  • COVID-19-bedingter Rückgang des Auftragseingangs auf 399,1 Mio. Euro (Vorjahr auf vergleichbarer Basis: 413,4 Mio. Euro)
  • Umsatzprognose für 2020 mit 500 Mio. Euro am oberen Rand des Korridors konkretisiert (460 bis 500 Mio. Euro) bei einer Konzern-EBIT-Marge von rund 4 %
Der Vorstand der Schaltbau Holding AG [ISIN DE000A2NBTL2] hat heute die Zahlen für die ersten 9 Monate 2020 veröffentlicht und seine Umsatzprognose am oberen Rand des bisherigen Korridors (460 bis 500 Mio. Euro) konkretisiert bei einer EBIT-Marge von rund 4 %.

Demnach war die Geschäftsentwicklung in den vier Segmenten weiterhin uneinheitlich und wie erwartet von der COVID-19 Pandemie beeinflusst. Der Auftragseingang sank zwar um

14,4 Mio. Euro auf 399,1 Mio. Euro (Vorjahr auf vergleichbarer Basis: 413,4 Mio. Euro). Dennoch ergab sich eine weiterhin hohe Book-to-Bill-Ratio von 1,1 (Vorjahr: 1,2). Gleichzeitig stieg der Auftragsbestand zum Ende des dritten Quartals um 4,3 % auf 509,9 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 488,9 Mio. Euro).

"Unter den gegebenen Rahmenbedingungen sind wir sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung im dritten Quartal“, sagt Dr. Albrecht Köhler, CEO der Schaltbau Holding AG. „Trotz der insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Situation in den Segmenten Schaltbau und Bode zeigen unsere Gegenmaßnahmen sichtbar gute Ergebnisse. Bei gleichzeitig weiterhin erfreulicher Entwicklung in den Segmenten Pintsch und SBRS sehen wir daher auch dem weiteren Geschäftsverlauf sehr zuversichtlich entgegen.“

Mit einem Rückgang des Auftragseingangs um 9,0 % auf 209,9 Mio. Euro trug das BodeSegment maßgeblich zu dieser Entwicklung bei (Vorjahr: 230,7 Mio. Euro). Auf vergleichbarer Basis betrug der Rückgang 3,5 % (Vorjahr: 217,6 Mio. Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Bereiche Bus und Automotive infolge der COVID-19 Pandemie zurückzuführen und resultiert aus geringeren Auftragseingängen großer Bus- und Automobilhersteller aufgrund von temporären Werksschließungen sowie einer negativen Marktentwicklung im Bereich Nutzfahrzeuge und Reisebusse. Im Bereich Schiene konnte das hohe Niveau der Auftragseingänge gehalten werden. Der Segmentumsatz ging um 4,7 % auf 191,6 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 201,0 Mio. Euro). Auf vergleichbarer Basis stieg der Segmentumsatz um 6,9 % (Vorjahr: 179,3 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf das starke Wachstum im Bereich Schiene zurückzuführen ist. Hierdurch konnten die deutlichen Rückgänge im Bereich Bus und Automotive überkompensiert werden. Die Umsatzentwicklung des Vorjahreszeitraums war darüber hinaus stark durch Produktionsausfälle am Standort Kassel im Zusammenhang mit einem Hochwasser beeinflusst. Das Segment-EBIT reduzierte sich auf 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 2,2 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 1,1 % entspricht (Vorjahr: 0,6 %; auf vergleichbarer Basis: 1,2 %). Die Ergebnisverschlechterung resultiert im Wesentlichen aus einem deutlich schlechteren Produktmix sowie einer geringeren Produktivität aufgrund von Beeinträchtigungen durch COVID-19.

Der Auftragseingang im Schaltbau-Segment war mit -16,7 % ebenfalls rückläufig und betrug 104,4 Mio. Euro (Vorjahr: 125,4 Mio. Euro). Der deutliche Rückgang des Auftragseingangs im Vor-jahresvergleich resultiert ursächlich aus einem stark gesunkenen Bestellvolumen der Kunden in allen von der COVID-19 Pandemie betroffenen Märkten. Neben einem reduzierten Geschäft mit OEMs und Betreibern des Bahnmarktes sind Kunden im industriellen Umfeld besonders von Lock Downs und Reisebeschränkungen im Rahmen der Installation und Inbetriebnahme ihrer Produkte betroffen. Im Berichtszeitraum machte sich das insbesondere bei der Schaltbau GmbH zudem durch verzögerte Abnahmen bestehender Aufträge bemerkbar. Der Segmentumsatz lag im Berichtszeitraum mit 104,6 Mio. Euro um 10,8 % unter dem Vorjahr (117,2 Mio. Euro) und ist ebenfalls teilweise auf Werksschließungen zurückzuführen. Dem Rückgang der Umsatzerlöse entsprechend reduzierte sich das SegmentEBIT um 2,1 Mio. Euro auf 19,0 Mio. Euro (Vorjahr: 21,1 Mio. Euro). Das entspricht einer EBITMarge von 18,0 % (Vorjahr: 17,9 %).

Im Pintsch-Segment stieg der Auftragseingang um 9,9 % auf 57,6 Mio. Euro (Vorjahr: 52,4 Mio. Euro). Der Anstieg ist insbesondere auf die Sparten Bahnübergangs-, Achszähl- und Stellwerkstechnik des Segments zurückzuführen. Der Segmentumsatz stieg mit 17,0 % ebenfalls überproportional auf 53,9 Mio. Euro (Vorjahr: 46,0 Mio. Euro) und ist im Wesentlichen auf gestiegene Umsatzerlöse von Bahnübergangstechnik sowie Achszählern mit chinesischen Kunden zurückzuführen. Das Segment-EBIT erhöhte sich um 1,1 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro), wobei das EBIT im ersten Halbjahr 2019 noch von der Abrechnung fertig gestellter Bahnhöfe aus dem PSD-Projekt in Brasilien (Bereich Bahnsteigtüren) sowie abgeschlossener Projekte und Nachträge im Bereich Bahnübergänge positiv beeinflusst war. Damit ergab sich im Berichtszeitraum eine EBIT-Marge von 7,1 % (Vorjahr: 5,8 %).

Mit einem Wachstum von 51,4 % auf 27,3 Mio. Euro wies der Auftragseingang im SBRSSegment die größte Dynamik auf (Vorjahr: 18,0 Mio. Euro) und wird insbesondere durch den Geschäftsbereich E-Mobility getragen. Der Segmentumsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum mit 72,5 % überproportional auf 20,8 Mio. Euro (Vorjahr:12,1 Mio. Euro), was im Wesentlichen ebenfalls auf den Geschäftsbereich E-Mobility zurückzuführen ist. Das SegmentEBIT erhöhte sich um1,3 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), was einer EBITMarge von 10,3 % entspricht (Vorjahr: 7,3 %).

Der Konzernumsatz reduzierte sich im Berichtszeitraum um 1,5 % auf 370,8 Mio. Euro aufgrund der Entkonsolidierung der Alte und Sepsa-Gruppe im ersten Halbjahr 2019 (Vorjahr: 376,4 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 354,6 Mio. Euro). Die Gesamtleistung reduzierte sich auf 383,3 Mio. Euro (Vorjahr: 386,8 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 365,4 Mio. Euro). Bei deutlich gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträgen von 9,2 Mio. Euro u.a. infolge der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 12,6 Mio. Euro) sowie leicht gestiegenen Materialkosten in Höhe von 203,5 Mio. Euro (Vorjahr: 200,3 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 189,3 Mio. Euro) ergibt sich ein um 5,8 % gesunkener Rohertrag in Höhe von 189,0 Mio. Euro (Vorjahr: 200,7 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 188,7 Mio. Euro). Der Personalaufwand reduzierte sich im Berichtszeitraum um 2,2 % auf 126,0 Mio. Euro (Vorjahr: 128,9 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 120,3 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der in 2019 entkonsolidierten Sepsa sowie von Alte ergibt sich ein Anstieg des bereinigten Personalaufwands um 4,7 % bzw. 5,7 Mio. Euro. Der sonstige betriebliche Aufwand reduzierte sich infolge von Kosteneinsparungen aufgrund der COVID-19 Pandemie und den im Vorjahreszeitraum enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen um 29,0 % auf 31,8 Mio. Euro (Vorjahr: 44,8 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 40,6 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der um 2,7 % höheren Abschreibungen in Höhe von 11,7 Mio. Euro (Vorjahr: 11,4 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 11,3 Mio. Euro) ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 18,7 Mio. Euro (Vorjahr: 14,9 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 15,7 Mio. Euro). Bei einem verbesserten Finanzergebnis in Höhe von - 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: -5,4 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 4,8 Mio. Euro) sowie Ertragsteuern in Höhe von 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 2,0 Mio. Euro) erwirtschaftete der Schaltbau-Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von 9,5 Mio. Euro (Vorjahr: 8,1 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 9,8 Mio. Euro). Davon entfielen 2,5 Mio. Euro auf die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 2,9 Mio. Euro) und 7,0 Mio. Euro auf den Anteil der Aktionäre der Schaltbau Holding AG (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro; auf vergleichbarer Basis: 7,0 Mio. Euro). Dies entspricht einem verwässerten und unverwässertem Ergebnis von 0,79 Euro (Vorjahr: 0,60 Euro; auf vergleichbarer Basis: 0,79 Euro).

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2020 um 7,1 Mio. Euro auf 408,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 401,2 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich leicht auf 160,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 164,2 Mio. Euro), im Wesentlichen aufgrund eines Rückgangs der Immateriellen Vermögenswerte auf 47,7 Mio. Euro, der Finanzanlagen auf 2,1 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 3,6 Mio. Euro) sowie der latenten Steueransprüche auf 12,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 13,4 Mio. Euro). Die kurzfristigen Vermögenswerte liegen mit 248,0 Mio. Euro um 11,0 Mio. Euro über dem Vorjahresendwert (31. Dezember 2019: 237,0 Mio. Euro). Während sich die Vorräte auf 126,1 Mio. Euro erhöhten (31. Dezember 2019: 109,7 Mio. Euro), reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 80,9 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 83,6 Mio. Euro). Ferner reduzierten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf 16,9 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 25,2 Mio. Euro).

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 96,4 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 97,4 Mio. Euro). Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich auf 163,4 Mio. Euro (31. Dezember       2019:      146,5      Mio.       Euro),      insbesondere      aufgrund gestiegener Finanzverbindlichkeiten von 110,0 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 92,7 Mio. Euro) infolge eines gestiegenen Bedarfs an liquiden Mitteln im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit. Die langfristigen Personalrückstellungen, welche zum Bilanzstichtag erstmals die Pensionsrückstellungen beinhalten, betrugen 44,8 Mio. Euro (Personalrückstellungen zzgl. Pensionsrückstellungen am 31. Dezember 2019: 44,5 Mio. Euro). Die sonstigen langfristigen Rückstellungen reduzierten sich auf 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 2,2 Mio. Euro). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 8,8 Mio. Euro auf 148,5 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 157,3 Mio. Euro). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten auf 22,9 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 26,1 Mio. Euro) sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 47,5 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 50,4 Mio. Euro) und der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf auf 12,8 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 14,7 Mio. Euro) zurückzuführen, während sich die laufenden Ertragssteuerverbindlichkeiten auf 3,7 Mio. Euro erhöhten (31. Dezember 2019: 3,1 Mio. Euro).

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro). Während sich das höhere Ergebnis vor Zinsen und Steuern mit 18,7 Mio. Euro (Vorjahr: 14,9 Mio. Euro) und die geringere Erhöhung des Umlaufvermögens mit 22,2 Mio. Euro (Vorjahr: -35,5 Mio. Euro) positiv auswirkten, trugen insbesondere die Veränderung der Rückstellungen mit -4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 11,4 Mio. Euro) sowie die Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten mit -4,4 Mio. Euro (Vorjahr: 13,4 Mio. Euro) zu dem Rückgang bei.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit reduzierte sich leicht auf -10,1 Mio. Euro (Vorjahr: -11,0 Mio. Euro). Gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stehen geringere Einzahlungen aus dem Abgang von Unternehmen gegenüber.

Zum 30. September 2020 betrug der freie Cashflow -14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro).

Die Veränderung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von- 16,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,0 Mio. Euro im Berichtszeitraum resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung von Schuldscheindarlehen sowie den Einzahlungen aus der Ausnutzung bestehender Kontokorrentlinien im Rahmen der bestehenden Konsortialkreditfinanzierung.

„Nach den ersten 9 Monaten 2020 stellt sich die ursprüngliche Einschätzung des COVID-19 Einflusses auf unsere Geschäftstätigkeit als sehr robust dar“, sagt Prof. Dr. Thorsten Grenz, CFO der Schaltbau Holding AG. „Daher konkretisieren wir unsere Umsatzprognose am oberen Rand des bisherigen Korridors.“

Demnach erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz von rund 500 Mio. Euro (bisher zwischen 460 und 500 Mio. Euro) bei einer Konzern-EBIT-Marge von rund 4 % vor dem Hintergrund eines veränderten Segment- bzw. Produktmix.

Den Auftragseingang erwartet der Vorstand in der Bandbreite von 520 bis 540 Mio. Euro.

Der ungeprüfte, verkürzte Konzernzwischenabschluss für die ersten 9 Monate 2020 der Gesellschaft steht auf der Homepage unter https://ir.schaltbaugroup.com zum Download bereit.
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