Neuer Abruf aus Rheinmetall-Rahmenvertrag

NATO-Kunde Niederlande bestellt Artilleriemunition

Shell Demo
(PresseBox) ( Düsseldorf, )
  • Niederländische Streitkräfte bestellen Artillerie-Leuchtgeschosse der Assegai-Familie
  • Auftragswert im zweistelligen MioEUR-Bereich
  • Auslieferung ab 2023
  • Gesamte Munitionsfamilie gemeinsam mit niederländischen DMO qualifiziert.
Rheinmetall kann einen neuerlichen Erfolg in seinem Artilleriesegment verbuchen. So beauftragte die niederländische Beschaffungsorganisation DMO Rheinmetall mit der Lieferung von Leucht- und Nebel- Geschossen. Die Geschosse sollen Mitte 2023 bei dem NATO-Kundenland eingeführt werden. Die Bestellung hat einen Wert im zweistelligen MioEUR-Bereich. Sie ist Teil des auf mehrere Jahre angelegten Munitions-Rahmenvertrags zwischen den niederländischen Streitkräften und Rheinmetall. Der Vertrag umfasst die Lieferung von 155mm-Leuchtgeschossen der beiden Typen M1808 Base Bleed und M1809 Boat Tail sowie RH1901 Base Bleed und RH1902 Boat Tail. Die Leucht-Geschosse gehören zur bewährten Assegai-Munitionsfamilie und ergänzen die bereits in Nutzung befindlichen High Explosive-Geschosse.

Die gesamte Munitionsfamilie von Rheinmetall ist unter extremen Bedingungen getestet und qualifiziert, um überdurchschnittliche Leistung hinsichtlich Sicherheit, Zuverlässigkeit, Konsistenz und Reichweitensteigerung zu bieten. Jüngst im dritten Quartal 2021 wurde die Qualifikation der IR-Leucht- und Nebel-Munition erfolgreich abgeschlossen. Die 155mm Assegai IR-Leuchtgeschosse dienen der Artillerietruppe zur Gefechtsfeldbeleuchtung zur Verbesserung der Aufklärung mittels modernster Nachtsichtgeräte. Die 155mm Nebelgeschosse basieren auf der bereits in NATO-Streitkräften genutzten Rheinmetall-Nebeltechnologie. Die Leucht- und Nebel-Geschosse haben mit der eingeführten 155mm L52-Haubitze und dem ebenfalls eingeführten modularen Ladungssystem eine Reichweite von 40 Kilometern. Durch Verwendung der speziellen Top-Charge lässt sich die Reichweite nochmals um 15 Prozent steigern.

Die jüngste Bestellung unterstreicht die Rolle Rheinmetalls als Systemhaus im Bereich der Artillerie. Als solches folgt Rheinmetall dem Ansatz, Fähigkeiten sowohl auf der Waffen- als auch Munitionsseite bereitzustellen. Dies wiesen das internationale Rheinmetall Projektteam der südafrikanischen Rheinmetall Denel Munition Ltd und der deutschen Rheinmetall Waffe Munition GmbH erst vor wenigen Wochen einmal mehr bei einem Schießen auf dem südafrikanischen Testgelände Alkantpan nach. Der NATO-Kunde verfolgte aus dem heimischen Büro per Online-Schaltung den Abschluss der Qualifikation mit 40km Reichweitennachweis.

Bei diesem Schießen präsentierte Rheinmetall neben dem Nebel- und dem Infrarot-Leuchtgeschoss auch das neue Projektil RH141. Dabei handelt es sich um das neu entwickelte 155mm insensitive Sprenggeschoss, welches zukünftig aus der in Entwicklung befindlichen L60-Haubitze zum Einsatz kommen kann.
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