Materialschonende Verarbeitung und hohe Belastbarkeit
Ein wesentlicher Vorteil der ACN-Einpressmutter ist ihre materialschonende Verarbeitung. Beim Einpressprozess kommt es nur zu einer minimalen Materialverdrängung. Dadurch wird die Gefahr von Bauteilverzug deutlich reduziert, was besonders bei Werkstücken mit vielen Einpresspositionen von Vorteil ist. Durch die Verwendung einer flachen Matrize bleibt die Blechunterseite zudem eben und ohne Einprägungen. Dies gewährleistet eine großflächige Klemmung und optimale Vorspannungsverhältnisse bei der späteren Verschraubung. Gleichzeitig optimiert die flache Geometrie der Matrize die Standzeiten der Werkzeuge.
Die ACN-Einpressmutter zeichnet sich in mechanischer Hinsicht durch eine ausgeprägte Kopfverrippung aus. Diese sorgt für eine hohe Drehmomentaufnahme. Der Bund mit Hinterschnitt erzeugt zudem hohe Auspresskräfte. Aufgrund ihres mittelgroßen Außendurchmessers ist die Einpressmutter nicht nur für Stahl, sondern auch für Materialien im Leichtbau wie Aluminium, Kupfer und Magnesium ab einer Blechdicke von 2 mm geeignet. Beim Einpressen fließt das Material kontrolliert in den Hinterschnitt des Bundes, wodurch eine dauerhaft belastbare Verbindung entsteht.
Wirtschaftliche Logistik durch universelle Geometrie
Aus wirtschaftlicher Sicht erweist sich die Einpressmutter als vielseitig einsetzbare Lösung. Da sie ohne Änderung ihrer Geometrie für verschiedenste Klemmbereiche einsetzbar ist, sinkt die Variantenvielfalt im Lager deutlich. Dadurch werden der logistische Aufwand und das gebundene Kapital minimiert und eine Verwechslungsgefahr im Montageprozess ausgeschlossen. Zudem können bestehende Automatisierungen und Werkzeuge in der Regel problemlos weitergenutzt werden, wodurch sich die notwendigen Investitionskosten spürbar senken.
Integrierter Toleranzausgleich
Ein wichtiges Merkmal für die Fertigungspraxis ist der integrierte mechanische Ausgleich von Positionstoleranzen von standardmäßig +/- 0,5 mm. Dieser stellt sicher, dass die Verpressung präzise gelingt. Ein zeitaufwendiges, nachträgliches Teachen des Roboters ist nahezu nicht mehr erforderlich. Das Ergebnis sind eine konstant hohe Ausbringung, eine verlässliche Anlagenverfügbarkeit sowie eine Reduzierung von Reklamationen und Qualitätskosten. Das System hat sich bereits international bewährt und wird erfolgreich bei Heavy-Truck-OEMs sowie auf breiter Front in der Tier-1-Ebene eingesetzt.