LieberLieber Software: NATO setzt auf Enterprise Architecture

Christian Freihoff, Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
(PresseBox) ( Wien, )
Mit dem Ziel der Modernisierung ihrer Geschäfts- und IT-Landschaft setzt die NATO auf das kürzlich vorgestellte Framework NAFv4. Für die Nutzung dieses Rahmenwerks mit dem UAF Metamodell verwenden Deutschland und die Schweiz Enterprise Architect (Sparx Systems) als Standard-Modellierungswerkzeug. Nun wurde auch LieberLieber LemonTree im Rahmen von Studien zu Architekturwerkzeugen mit positivem Ergebnis untersucht.

Während viele Unternehmen noch zögern, durch den Aufbau einer Unternehmens-Architektur (Enterprise Architecture) den Schritt in das digitale Zeitalter zu wagen, nutzt die NATO bereits die 4. Version des NATO Architecture Framework (NAFv4) für diesen Zweck. Das Framework wurde so konzipiert, dass es von den NATO Mitgliedsstaaten und Partnern entsprechend eigener Anforderungen erweitert werden kann. Diese Möglichkeit nutzen etwa Deutschland und die Schweiz. Sie verwenden für die Nutzung des Rahmenwerks mit dem UAF Metamodell Enterprise Architect als Standard-Modellierungswerkzeug, da dieses auch in anderen NATO-Staaten bzw. bei NATO-Partnern und in der Industrie weit verbreitet ist.

Christian Freihoff, vom Systemarchitekten des IT-Systems Bundeswehr, und Beat Lang von der Schweizer Armee wirken auf NATO Ebene intensiv am NAFv4 mit und sind verantwortlich für die nationalen Erweiterungen: „Das von uns für den Enterprise Architect entwickelte NAFv4-Profil steht allen Interessierten kostenlos zur Verfügung, um die Verbreitung und Kompatibilität von UAF-basierten NAFv4-Architekturen zu fördern.“

LemonTree positiv bewertet

Darüber hinaus wurde kürzlich auch LieberLieber´s LemonTree im Rahmen von Studien zu Architekturwerkzeugen positiv bewertet. „Wir arbeiten ständig an der Weiterentwicklung unserer Architektur-Werkzeuglandschaft. Zur Evaluation von LemonTree haben wir eine Anzahl von Lizenzen gekauft und konnten feststellen, dass uns dieses Tool einen deutlichen Mehrwert bringt“, gibt Freihoff Einblick in die aktuelle Entwicklungsarbeit. Eine aktuell laufende Studie in der Schweizer Armee liefert erste ähnlich positive Erkenntnisse.

Dr. Konrad Wieland, Geschäftsführer von LieberLieber Software: „Christian Freihoff und Beat Lang haben die MDG-Fähigkeiten von Enterprise Architect vorbildlich für die Entwicklung des NAFv4 genutzt. Im nächsten Schritt wurde nun auch unser LemonTree positiv bewertet und kann hoffentlich in Zukunft zur noch besseren Nutzung und Weiterentwicklung dieses umfassenden Rahmenwerks beitragen. Da NAFv4 dankenswerter Weise allen Interessenten kostenlos zur Verfügung steht, wünschen wir viel Erfolg bei der Verbreitung!“

Internationale Standards einbezogen

Das NAFv4 ist nun voll kompatibel zu internationalen Architekturstandards von ISO/IEC/IEEE, The Open Group und OMG. Anstelle eines proprietären Metamodells wie bei der Vorgängerversion entschied man sich für die Adaption der bestehenden und verbreiteten Metamodelle ArchiMate (The Open Group) und UAF (OMG). Das von Deutschland und der Schweiz entwickelte NAFv4 MDG implementiert das UAF DMM der OMG. Die Modellierungsrichtlinien für UAF sind bereits veröffentlicht, die für ArchiMate werden in Kürze fertiggestellt. Darüber hinaus ist auch die Entwicklung eines Austauschmechanismus im Gange.

Umfang von NAF wurde bewusst eingeschränkt

Da Umfang und Ausdruckskraft des von der OMG definierten Unified Architecture Frameworks UAF deutlich über die Bedürfnisse des NAF in seiner derzeitigen Form hinausgehen, wurden das bestehende Domänen-Metamodell und die damit erstellbaren Ansichten bewusst eingeschränkt. So enthält das UAF mehr als 60 Architektursichten über zehn Reihen und elf Spalten, das NAFv4 dagegen nutzt nur 47 Sichten über fünf Reihen und neun Spalten. Die Verbindung zwischen UAF und NAFv4 bleibt aber vollständig erhalten. So wird sichergestellt, dass die Architektursichten des UAF effizient genutzt werden, um Kohärenz und Vollständigkeit sicherzustellen und gleichzeitig die Rückverfolgbarkeit von wichtigen Zielen bis hin zu physischen Ressourcen zu ermöglichen.

Praxisbeispiel veranschaulicht die Funktionsweise des NAFv4

Um die Abläufe im NAFv4 darzustellen, hat Beat Lang ein ziviles Szenario gewählt. Die Annahme ist, dass nach einem Motorradunfall in Osteuropa und einer ersten medizinischen Behandlung in einem lokalen Spital ein Schweizer Feriengast mit dem Ambulanzjet der REGA (Schweizerische Rettungsflugwacht) in sein Heimatland zurückgeflogen wird. „In unserem Szenario werden von den 47 möglichen Sichten sechs ausgewählt, die für die Beschreibung des Ablaufes ausreichend sind. So wird die Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Personen und Organisationen übersichtlich abgebildet“, erklärt Lang. Die ausgewählten Sichten unterscheiden sich in logische und servicebezogene Spezifikationen. Dabei wird zwischen operativen Aktivitäten, die spezifisch für das Szenario sind und Standardaktivitäten unterschieden, die vorab definiert sind. So kann etwa auch ein zufällig anwesender Passant in das Szenario integriert werden, der freiwillig und spontan Aktivitäten übernimmt.

Das NAFv4 MDG in Kürze
  • 47 Architektursichten im Raster, 5 Reihen und 9 Spalten
  • Original NAFv4-Sichten auswählbar
  • Enthaltene Beispielmodelle zum Selbstgenerieren
  • NAFv4-spezifische Toolboxen und Quicklinker
  • NAFv4-spezifische Modellelemente in der Sprache des UAF
Download: https://www.sparxsystems.eu/nafv4

 
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