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Institut für Mikroelektronik Stuttgart

J. J. Ebers Award 2014 der IEEE Electron Devices Society geht nach Stuttgart

Internationale Spitzenauszeichnung geht erstmals seit 1983 wieder an einen Europäer

(PresseBox) (Stuttgart, )
Nach 31 Jahren geht der renommierte J.J. Ebers Award in diesem Jahr wieder nach Europa. Der Stuttgarter Joachim Burghartz wird diese hohe Auszeichnung am 15. Dezember 2014 in San Francisco während der Eröffnung der international führenden Mikroelektronik-Fachkonferenz IEDM offiziell überreicht bekommen. Er erhält den Preis als Anerkennung für seine bahnbrechenden Arbeiten an integrierten Spulen auf Silizium-Chips und für die Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien und Anwendungen ultra-dünner Chips. Der Durchbruch zur Integration von Spulen auf einem Silizium-Chip geht auf seine Forschungsarbeiten bei IBM in den USA und eine Veröffentlichung auf der IEDM im Jahr 1995 zurück und legte mit den Grundstein für die heutigen Chips im Bereich der drahtlosen Kommunikationstechnik. Solche Chips finden in Handys, Laptops und vielen anderen Elektronikprodukten auf Silizium-Chips heutzutage ihren Einsatz. In den folgenden 10 Jahren, bei der IBM-Forschung in den USA und an der TU Delft in den Niederlanden, brachte Burghartz die Technologie der Kommunikationschips mit weiteren maßgeblichen Beiträgen voran. Nachdem er 2005 nach Stuttgart ging, um das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS), ein Institut der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), und gleichzeitig das Institut für Nano- und Mikroelektronische Systeme (INES) an der Universität Stuttgart zu leiten, widmete er sich der Herstellung, Charakterisierung und Anwendung ultra-dünner Siliziumchips für die flexible Elektronik. Auch diese neue Technologie hat das Potenzial neuartiger Elektronikprodukte, wie z.B. flexibler TV Bildschirme, intelligenter Etiketten als Ersatz des Barcodes, Sensorik-Pflaster und Implantate für die Medizintechnik. Für die Arbeiten an dünnen Chips erhielt Joachim Burghartz im Jahr 2009 den Landesforschungspreis Baden-Württembergs.

Beide in der Widmung der Auszeichnung erwähnten Beiträge haben eine besondere Bedeutung für die Zielsetzungen von Industrie 4.0, der vierten Revolution der Industrieautomatisierung, in der die deutsche Industrie eine einzigartige Möglichkeit sieht, die internationale Führung im Maschinenbau, in der Automobilproduktion und in vielen anderen Branchen weiter auszubauen. Grundlage dieses Richtungswandels sind Sensorchips, die Messdaten drahtlos übertragen können und sich flexibel und platzsparend an Bauteilen anbringen lassen. Damit lassen sich individuelle Produkte in der Volumenfertigung zeitsparend und mit hoher Produktivität herstellen und international verteilte Fertigungsketten beherrschen.

Die Verleihung des IEEE EDS J.J. Ebers Awards an Joachim Burghartz ist nicht nur als persönliche Anerkennung zu verstehen, sondern zeigt, dass nach wie vor herausragende und international beachtete Leistungen im Bereich der Mikroelektronik in Deutschland und Europa erbracht werden. Wenn auch die deutsche Mikroelektronik in den vergangenen beiden Jahrzehnten deutliche Marktanteile nach Fernost verloren hat, so befinden sich hier nach wie vor Weltmarktführer, wie z.B. Carl Zeiss SMT im Bereich des Technologiegerätebaus und Infineon in der Leistungselektronik. Noch bedeutsamer ist die Rolle der Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie in praktisch allen Branchen der deutschen Industrie und als Basis für Industrie 4.0.

Zur Person

Joachim Burghartz wurde 1956 in Aachen geboren. Er studierte Elektrotechnik an der RWTH Aachen mit Abschluss als Dipl.-Ing. im Jahr 1982 und promovierte 1987 an der Universität Stuttgart. Anschließend ging er für 11 Jahre an das international renommierte Forschungslabor der IBM, T. J. Watson Research Center in New York in den USA, war dann für 8 Jahre als ordentlicher Professor an der TU Delft in den Niederlanden tätig, wo er auch vier Jahre lang wissenschaftlicher Direktor des interfakultären Mikroelektronikinstituts DIMES war, und kehrte 2005 nach Stuttgart zurück. Dort leitet er heute das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS), ein Institut der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW) und ist gleichzeitig ordentlicher Professor an der Universität Stuttgart. Joachim Burghartz ist seit 27 Jahren verheiratet. Er und seine Frau Susanne haben drei Töchter und leben in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart.

Über EDS

Die Electron Devices Society (EDS) ist eine Fachgesellschaft des IEEE, der international führenden beruflichen Vereinigung elektrotechnischer Ingenieure mit weltweit 425.000 Mitgliedern. Die IEEE EDS vergibt jährlich einen der renommiertesten Fachpreise im Bereich Mikroelektronik, den J. J. Ebers Award, benannt nach Jewell James Ebers, einem der Pioniere dieser Industriebranche. Diese hohe Auszeichnung wird seit 1971 verliehen und ging fast durchweg an Wissenschaftler aus den USA und in nur einigen Fällen ging der Preis nach Asien. Lediglich einmal erhielt ein Europäer diesen Preis, der Deutsche Adolf Götzberger, der 1983 für seine herausragenden Leistungen bei der Entwicklung des Silizium-Feldeffekttransistors mit dem Miterfinder des Transistors, William Shockley, in den USA ausgezeichnet wurde und später in Freiburg die Fraunhofer-Institute IAF und ISE leitete.

Über IMS CHIPS

Das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) ist eine gemeinnützige Stiftung im Land Baden-Württemberg und betreibt wirtschaftsnahe Forschung auf den Gebieten Silizium-Technologie, Nanostrukturierung, Anwenderspezifische Schaltkreise (ASICs) und Bildsensorik. Das Institut ist Partner kleiner und mittlerer Unternehmen, insbesondere in Baden-Württemberg, und arbeitet mit international führenden Halbleiterunternehmen und Zulieferern zusammen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Burghartz konzentrieren sich 100 hochqualifizierte Mitarbeiter und Gastwissenschaftler in den Bereichen Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik und Nanostrukturierung auf industrielle Anwendungen und technologischen Wissensaustausch. IMS CHIPS ist Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), einem Verbund von zwölf Instituten, die über das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft vom Land Baden-Württemberg eine finanzielle Förderung erhalten.

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