30 Jahre und kein bisschen leise

Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme an der TU Darmstadt feiert sein 30jaehriges Jubilaeum

(PresseBox) ( Darmstadt, )
Seit 30 Jahren verbindet das Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme
(GRIS) im Fachbereich der TU Darmstadt erfolgreich Lehre und Forschung im
Bereich der Graphischen Datenverarbeitung. Drei Jahrzehnte, in denen GRIS
eine internationale Spitzenposition auf dem Gebiet der Computergraphik
erlangte und die Entwicklung der Graphischen Datenverarbeitung weltweit
nachhaltig beeinflusste.

Am Freitag, den 10. Juni 2005 feiert das Fachgebiet Graphisch-Interaktive
Systeme (GRIS) nun mit einer Reihe attraktiver Veranstaltungen sein
30-jaehriges Jubilaeum. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten weiht die vor
sechs Jahren von Professor José L. Encarnação gegruendete INI-GraphicsNet
Stiftung in einer Richtfest-Zeremonie ihr neues Gebaeude in der
Rundeturmstrasse in Darmstadt ein. Mit dem Symposium "30 Years of Computer
Graphics in Darmstadt" gibt GRIS einen spannenden Einblick in die Visionen
und Trends in der Computergraphik und zeigt die Herausforderungen, denen
sich die Computergraphik heute und in Zukunft stellen muss. Abgerundet wird
der Tag durch eine Abendveranstaltung im Fraunhofer IGD.

GRIS - das bedeutet vor allen Dingen Innovation, denn Graphische
Datenverarbeitung wurde im Laufe der Zeit zu einer Schluesseltechnologie in
unserer von Informationstechnik so beeinflussten und gepraegten
Gesellschaft. Computergraphiken und computergenerierte Bilder aller Art
sind inzwischen aus dem taeglichen Leben nicht mehr wegzudenken: Ob
Internet, Computerspiele oder Bildbearbeitung - vieles, was frueher
Zukunftsmusik war, gehoert heute zum Alltag. Und mit der fortschreitenden
Entwicklung der Computervisualisierung kam auch der Vormarsch dieser
Technologie auf vielen Arbeitsgebieten wie beispielsweise Medizin,
Naturwissenschaften, Produktionstechnik oder Architektur.

GRIS - das ist auch eine Erfolgsgeschichte: 1975 von Professor José L.
Encarnação im Fachbereich Informatik der TH Darmstadt als Fachgebiet
Graphische Datenverarbeitung gegruendet, wurde es 1978 in
Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) umbenannt. Bereits zu einer Zeit, als
nur wenige Menschen wirklich ernsthaft in diesem Bereich forschten, sah der
bei Gruendung 34-jaehrige Informatikprofessor Encarnação die Bedeutung, die
die Computergraphik als Dialogschnittstelle zwischen Mensch und Computer
fuer Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie haben wuerde.

Um den Technologietransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft zu
ermoeglichen, gruendete Professor Encarnação 1984 das Zentrum fuer
Graphische Datenverarbeitung e.V. in Darmstadt, das 1990 eine Aussenstelle
in Rostock erhielt. Die neuartige Form der Kooperation zwischen Hochschule
und Wirtschaft eroeffnete dem Fachbereich GRIS neben neuen
Anwendungsfeldern auch Projektpartnerschaften mit zahlreichen
Industrieunternehmen und somit neue Finanzierungs- und
Investitionsmoeglichkeiten.

1987 entstand das Fraunhofer-Institut fuer Graphische Datenverarbeitung IGD
in Darmstadt und 1992 dessen Institutsteil in Rostock. Heute sichern zudem
internationale Niederlassungen des IGD die weltweite Praesenz auf dem
globalen Zukunftsmarkt. Aus einem Fachgebiet mit drei wissenschaftlichen
Mitarbeitern in 1975 entstand so das heutige INI-GraphicsNet - ein
internationales Forschungsnetzwerk mit insgesamt rund 900 Beschaeftigten
weltweit in 2005.

Die Forschung geht weiter

Eingebunden in dieses Netzwerk baut GRIS auch heute unter der Leitung von
Professor José L. Encarnação seine eigenstaendige Forschungsarbeit weiter
aus: In zwei Projektbereichen und mehreren Einzelprojekten bearbeiten die
Forscher von GRIS wissenschaftliche Themen und bereiten diese fuer die
wirtschaftliche Nutzung auf.

"Wie kann Informations- und Kommunikationstechnologie in Lehre und
Ausbildung zum Einsatz kommen?" Unter anderem dieser Fragestellung sehen
sich die Forscher des von Dr. R. Lindner geleiteten Projektbereichs
"Rechnergestuetztes Lernen" gegenuebergestellt: Sie erarbeiten und erproben
neue Konzepte fuer Lern- und Lehrsysteme. Die Mitarbeiter des von Professor
M. Alexa geleiteten Projektbereichs "3D Graphics Computing" beschaeftigen
sich unter anderem mit Themen im Bereich der 2-D- und 3-D-Visualisierung
sowie mit neuen Formen der Mensch-Maschine-Interaktion, wie der Steuerung
und Animation virtueller Charaktere, sogenannter "Avatare". Und wie
ueberall im Fachgebiet spielt auch hier die Beruecksichtigung des Menschen
und seiner Wahrnehmung eine entscheidende Rolle innerhalb der Forschung.

Den Menschen zu unterstuetzen und eine menschzentrierte Kommunikation in
der Informationstechnik zu ermoeglichen, das ist das Ziel der
Computergraphik. Ohne ihre Entwicklung waeren heute viele Verfahren,
beispielsweise im medizinischen Bereich, undenkbar. Ob Simulation
operativer Eingriffe zu Lern- und Uebungszwecken, Unterstuetzung bei der
Ausfuehrung schwieriger Operationen oder Visualisierungsverfahren fuer die
Therapieplanung bei Krebserkrankungen - selbst dreidimensionale
Ultraschallbilder gaebe es nicht ohne die Graphische Datenverarbeitung. Die
digitale Welt in Bilder umzusetzen, sie auch dem Normalbuerger zugaenglich
zu machen - die Technik effektiv zu nutzen und dabei stets auch den
Menschen im Blick zu behalten: Dieser Herausforderung hat sich das
Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme seit seinem Beginn erfolgreich
gestellt. Und auch in Zukunft wird die Forschung bei GRIS nicht ruhen. In
unserer Zeit, in der die Graphische Datenverarbeitung von allen Menschen
genutzt wird und mittlerweile oft unerlaesslich ist, werden die
Anforderungen an diese Technologie immer hoeher. Besser und schneller -
diesen Anspruechen gerecht zu werden, dafuer arbeiten die Forscher von GRIS
weiterhin mit vollem Einsatz.

Weitere Informationen zu GRIS gibt es im Internet unter:

http://www.gris.informatik.tu-darmstadt.de
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