Aufschwung im Industriepark Werk GENDORF deutlich spürbar

Gesamtumsatz steigt 2005 um 4,7 Prozent auf 1,24 Mrd. € - 2006 Investitionen in Höhe von ca. 60 Millionen €

Klärschlammverbrennungsanlage eine der großen Investitionen der InfraServ in diesem Jahr. Die Anlage, hier ein Bild vom aktuellen Baufortschritt, soll noch heuer in Betrieb gehen. (PresseBox) ( Burgkirchen, )
Über eine insgesamt positive wirtschaftliche Entwicklung der InfraServ und der großen Gesellschaften im Industriepark Werk GENDORF berichtet InfraServ-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer. Tenor: Nach dem bereits erfolgreich verlaufenen Geschäftsjahr 2005 deuten die Zeichen im ersten Quartal 2006 weiterhin auf einen anhaltenden Aufschwung in GENDORF hin.

Die erfreuliche Entwicklung in der chemischen Industrie in Deutschland und in Bayern insgesamt spiegele sich auch in den Wirtschaftsdaten der wichtigsten fünf Standortfirmen des Industrieparks Werk GENDORF - Clariant, Dyneon, Vinnolit, Klöckner Pentaplast sowie InfraServ Gendorf (ISG) - wieder, so Dr. Langhammer.

Gesamtumsatz GENDORF auf 1,24 Mrd. € gestiegen

Der Umsatz 2005 dieser Firmen in GENDORF lag in Summe bei 1,24 Mrd. € und damit 4,7 % über dem Vorjahr. Die Gesamtzahl der Beschäftigten am Standort lag etwa konstant bei 3.600, zusammen mit den Angehörigen der Fremdfirmen finden derzeit ca. 4.000 Mitarbeiter im Industriepark Werk GENDORF Arbeit.

Investitionsvolumen steigt 2006 kräftig an

Das gesamte Investitionsvolumen betrug 2004 ca. 40 Mio. € und wird in diesem Jahr auf ca. 60 Mio. € wachsen, wobei allein die neue Anlage der Linde Gas zur Stickstoffverflüssigung hierzu mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 15 Mio. € beiträgt. „Besonders erfreulich ist, dass mit der Firma Linde ein weiterer Global Player bei uns in GENDORF Fuß fassen wird“, sagt Dr. Langhammer. Aber es gibt auch ein junges Start-up Unternehmen: Lambda-Chem zählt mittlerweile zu den Gendorfer Standortfirmen, deren Zahl damit auf insgesamt 20 Unternehmen angewachsen ist.

Bedrohliche Entwicklung: Stromkosten und CO2-Zertifikate

Ein Umstand, der sich auch für den Standort GENDORF zunehmend bedrohlicher auswirke, sei die Explosion der Energiepreise, warnt Dr. Langhammer. „An der Strombörse erreichte der Preis in der letzten Woche die Rekordmarke von über 60 €/ MWh. Neben der Preis-steigerung für Öl und Erdgas haben zunehmend auch die CO2-Emissionszertifikate einen signifikanten Einfluss auf den Strompreis!“ Ende April habe die Tonne CO2 28 €/t gekostet, dann stürzte der Preis innerhalb von zwei Tagen ab auf 13 €/t, in der Folge gab auch sofort der Strompreis wieder nach.

Starker Spekulanten-Einfluss auf Strompreise

Die Ursache: Entgegen der ursprünglichen Erwartungen hatten verschiedene Länder in der EU gemeldet, nun doch genügend CO2-Zertifikate für ihre Energieproduktion zu haben. „Damit platzte die Spekulationsblase!“ Der InfraServ-Geschäftsleiter verdeutlichte damit, wie stark mittlerweile der Einfluss von Spekulanten auf die Strompreise ist. „Dies ist eine Bedrohung für die energieintensive Industrie - dazu zählt auch die Grundstoffchemie, so z. B. die Chloralkali-Elektrolyse hier in GENDORF.“ Diese Branche sei auf niedrige und möglichst langfristig kalkulierbare Energiekosten angewiesen, wenn sie Investitionsentscheidungen zugunsten des Standorts Deutschland zu treffen habe.

Umsatzentwicklung ISG: Entwicklung wieder auf Stand von 1999

Zum Verlauf des InfraServ-Geschäftsjahrs 2005 berichtet Dr. Langhammer, dass das Umsatzziel für 2005 übertroffen werden konnte, gegenüber dem Vorjahr betrug die Steigerung 3,7 %. Mit rund 197 Mio. € erreichte das Unternehmen wieder einen Umsatz wie zuletzt im Jahr 1999. In den Jahren 2004 und 2005 konnte der Umsatz mit Kunden von außerhalb des Industrieparks von 26 Mio. € auf über 34 Mio. € gesteigert werden, also mit einem durchschnittlichen jährlichem Wachstum von mehr als 10 %. „Insgesamt aber haben wir trotz schwierigem Umfeld ein gutes Ergebnis für die InfraServ erreicht, „ohne die Einführung der 40-Stunden-Woche Anfang 2005 und die damit einhergehende Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit wäre dies nicht möglich gewesen“, betont Dr. Langhammer.

Der Personalstand der InfraServ Gendorf entwickle sich derzeit nach Plan. Zum Ende letzten Jahres gab es 887 Vollzeitstellen, Ziel für Ende 2006 sei ein Personalstand von 885 Vollzeitstellen. Die Anzahl der Auszubildenden der InfraServ betrug 97. Der Geschäftsleiter freut sich dabei insbesondere, dass allen Auszubildenden, die Anfang des Jahres ihre Ausbildung zum Teil mit hervorragenden Prüfungsnoten abschließen konnten, ein Arbeitsplatz angeboten werden konnte.

Quartalszahlen 2006: Positive InfraServ-Entwicklung

Auch die aktuellen Zahlen für das erste Quartal 2006 würden weiterhin Anlass zu Optimismus geben. So liege der Umsatz der ISG mit 49,9 Mio. € in Summe etwas über dem Plan, bei Vinnolit und Clariant noch leicht unter Plan, jedoch stehe hier ja die Großabstellung noch bevor. Erfreulich positiv entwickle sich bereits jetzt das externe Geschäft der ISG.

Chemiedreieck und GENDORF: Investitionsstau löst sich auf

Der sich bereits Ende letzten Jahres abzeichnende Aufschwung habe weiter an Fahrt zugenommen, auch hier im Chemiedreieck sei dies deutlich zu spüren. Ein seit längerem anhaltender Investitionsstau beginne sich aufzulösen. „Nicht nur an unseren Nachbarstandorten bei Wacker und Borealis sind Investitionsprojekte in dreistelliger Millionenhöhe gestartet worden, auch im Industriepark Werk GENDORF werden Kapazitäten sowohl bei der InfraServ wie auch bei den Standortfirmen erweitert“, erklärt Dr. Langhammer.

Investitionen in GENDORF

So beginne z. B. bei Dyneon mit der so genannten Norderweiterung 2006 eine Investition für eine neue Anlage zur Herstellung von Fluorelastomeren. Die Errichtung der neuen Stickstoffverflüssigung der Firma Linde ist 2006 mit einem Gesamtvolumen von 15 Mio. € die größte Investition in GENDORF. Die Bauarbeiten werden in diesem Jahr starten. In diesem Zusammenhang wird auch am Waldtor eine Tankzugverwiegung errichtet, die bestehenden Parkplätze werden umgestaltet.

Die neue Lkw-Waage dient zugleich auch für die ab Ende des Jahres beginnende Anlieferung von Klärschlamms, wenn die neue Klärschlammverbrennungsanlage mit einem Investitionsvolumen von 6,7 Mio. € in Betrieb gehen wird. „Die durch den langen Winter eingetretene Verzögerung bei den Bauarbeiten kann nach derzeitigem Projektstand wieder aufgeholt werden“, so der InfraServ-Geschäftsleiter.

Ein weiteres Projekt, für das in diesem Jahr noch Baubeginn sein wird, ist die Erneuerung der Abwasservorklärbecken (3,45 Mio. € Invest). Bereits weit fortgeschritten ist die Errichtung einer neuen Lagerhalle im Logistikzentrum der InfraServ, die derzeit zum VbF-Lager erweitert wird. Dort stehen künftig 4.200 Pallettenplätze zur Verfügung, mit denen speziell brennbare flüssige Chemikalien gelagert werden können. Weitere Investitionen der InfraServ Gendorf summieren sich auf rund 11 Mio. €.

Teilnahme der InfraServ Gendorf auf der ACHEMA, Frankfurt 15.5. - 19.5.2006, Halle 9.1, Stand K18 - K20.
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