Young Professionals haben es schwer, nach dem Studium auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. So veröffentlichten Arbeitgeber im ersten Halbjahr 2026 lediglich knapp 66.000 Stellen für Trainees, Volontäre, Junioren und Direkteinsteiger mit Hochschulabschluss. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2025 konnten sich Young Professionals noch auf über 90.000 Positionen bewerben. Das waren über 27 Prozent mehr Jobs.
Welchen Abschluss erwarten die Arbeitgeber?
Erschwerend hinzu kommt, dass Absolventen oft nicht wissen, welcher Abschluss für Einstiegsjobs erforderlich ist. Im ersten Halbjahr 2026 standen in rund 29.000 Stellen für Young Professionals als Voraussetzung nur diese generischen Begriffe: „Studium“, „Studienabschluss“, „Hochschulabschluss“ oder „Universitätsabschluss“.
„Durch die konkrete Nennung des Bachelor- oder Master-Abschlusses würden die Unternehmen Absolventen viel gezielter ansprechen“, findet Index-CEO Jürgen Grenz. „So wäre auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie sich tatsächlich bewerben. Gleichzeitig würden Arbeitgeber mehr Bewerbungen von Kandidaten erhalten, die sie wirklich suchen.“
Bachelor-Abschluss steht in weniger als jeder zehnten Stelle
Ein abgeschlossenes Bachelor-Studium nennen Arbeitgeber in Stellenanzeigen für Young Professionals nur selten ausdrücklich als Voraussetzung: Von insgesamt knapp 66.000 Jobangeboten im ersten Halbjahr 2026 stand der Bachelor-Abschluss (Bachelor / B.Sc. / B.A.) nur in rund 5.200 Positionen. Das waren 8 Prozent der Vakanzen, ungefähr genauso viel wie in den Vorjahren.
Auch der Master wird kaum genannt
Der Master stand noch seltener als Anforderung in Stellenanzeigen für Young Professionals. Im ersten Halbjahr wurde der Master-Abschluss (Master / M.Sc. / M.A. / MBA) in rund 4.200 Positionen erwähnt. Dies entspricht einem Anteil von lediglich 6,5 Prozent am Jobangebot für Young Professionals. Gegenüber den Vorjahren hat sich dieser Wert kaum verändert.
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