IDC quantifiziert potenzielle Treibhausgasreduktion durch den Einsatz von IKT-Technologien

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
Nach IDC-Berechnungen könnten bis 2020 durch den gezielten Einsatz von 17 Kerntechnologien in vier wichtigen Wirtschaftszweigen 5,8 Milliarden Bruttoregistertonnen (BRT) an CO2-Abgasen eingespart werden: Energieerzeugung und verteilung, Transportwesen, Wohnungswesen und produzierende Industrie. Die Schätzungen beziehen sich nur auf das in den G20-Nationen mögliche Reduktionspotenzial bei Treibhausgasen. Weltweit könnte der CO2-Ausstoß weiter gesenkt werden, wenn auch andere Länder das durch die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gebotene Potenzial voll ausschöpfen würden.

IDC hat den Rückgang von Treibhausgasemissionen auf Basis der vollen Ausschöpfung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) quantifiziert. Die vollständigen Ergebnisse der IDC-Studie, inklusive eines ICT Sustainability Index mit einer Ranglisteder G20-Staaten im Hinblick auf deren IKT-Einsatz zur Reduktion der CO2-Emissionen, werden am 10. Dezember im Rahmen einer Pressekonferenz in Kopenhagen vorgestellt.

Laut Roberta Bigliani, Research Director bei IDC Energy Insights, "bieten Informations- und Kommunikationstechnologien wichtige praktische Lösungsansätze für die Reduktion der CO2-Emissionen in den G20-Staaten sowie vielen anderen Ländern. Beispielsweise kann damit ein Rückgang des Energieverbrauchs auf Grundlage von netzwerkbasierten Lösungen schneller erreicht werden. Ebenso kann man mit Hilfe von IKT den Energieverbrauch in vielen Hauptwirtschaftszweigen effektiver überwachen und managen. IKT ist zwar kein Allheil- und Wundermittel, aber alle gebotenen Möglichkeiten werden noch nicht ausgeschöpft."

Bei der Entwicklung des CO2-Reduktionsmodells setzte IDC bei der Auswahl von IKT-Lösungen ein einfaches und klares Kriterium an. "Die Kerntechnologien mussten drei Tests bestehen: Zum einen sollten sie so ausgereift sein, dass innerhalb von drei Jahren ein echter Nutzeneffekt generiert werden kann, zum anderen wurde vorausgesetzt, dass sie eine hohe Netzwerkfähigkeit aufweisen und drittens mussten es unabhängige, eigenständige Technologien sein", so Philip Carter, Associate Research Director für Green IT & Sustainability Research bei IDC.

Des Weiteren wurde bei der Studie berücksichtigt, dass Kern-IKT-Lösungen - also das Rechenzentrum und die Kommunikationsinfrastruktur, auf der die emissionsreduzierenden Technologien aufsetzen - skalierbar sein müssen, um den Stromverbrauch und damit verbundene Emissionen zu senken. Chris Ingle, Associate Vice President Consulting bei IDC sagte: "Mit immer höherer Leistungsfähigkeit und einem höheren Einsatzgrad von Technologien zur Senkung der CO2-Emissionen steigen wiederum die durch diese Technologien verursachten Emissionen sowie die damit zusammenhängenden Stromkosten. Pläne zur Senkung des Kohlendioxidausstoßes sollten immer auch die Emissionen der Kern-IKT-Infrastruktur mit berücksichtigen. Gleichzeitig muss die Informations- und Kommunikationstechnologie auf allen Ebenen optimiert werden. Dabei geht es in der Planung nicht nur um Racks und das Datenzentrum, sondern auch um den Einsatz energiesparender Technologien in der Infrastruktur als Ganzes, also auch von Client- und Drucksystemen."

Die Ergebnisse der IDC-Untersuchungen zum Thema CO2-Rückgang inklusive der Bewertung der einzelnen Länder im IDC ICT Sustainability IndexTM sowie Empfehlungen für den Einsatz von IKT zum Erreichen der Klimaziele werden auf einer internationalen Pressekonferenz am Donnerstag, 10. Dezember 2009 (13:30 - 17:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit) im Skuespilhuset (Schauspielhaus) in Kopenhagen/Dänemark vorgestellt. Unter http://www.idc.com/... können sich Pressevertreter für die Konferenz registrieren. Des Weiteren ist unter diesem Link auch eine Übersicht sowie die Agenda verfügbar.

"Wir können den G20-Nationen jetzt eine klare Roadmap zur Verfügung stellen, wie sie durch den gezielten Einsatz von IKT ihr Energiemanagement verbessern können", sagte Vernon Turner, Senior Vice President Enterprise Infrastructure, Consumer & Telecom Research bei IDC. "Wir möchten mit dem ICT Sustainability Index das Augenmerk darauf richten, wie dies auf nationaler Ebene erreicht werden kann."

Der ICT Sustainability Index ist Bestandteil der ganzheitlich ausgelegten Green Initiative von IDC; sie soll Entscheidungsträgern ein Verständnis von der Rolle der Technologie beim Adressieren von Herausforderungen und Möglichkeiten der heutigen Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsanforderungen vermitteln. Die Initiative wurde 2008 gestartet und hat seitdem wichtige Forschungsdaten über Strommanagement und Automatisierung im Rechenzentrum, die Förderung einer grünen Beschaffung im asiatischpazifischen Raum sowie Richtlinien für das Dokumentenmanagement im Unternehmensumfeld geliefert. Im Rahmen der "Industry Insights" Sparte von IDC wurde zudem bahnbrechende Forschungsarbeit geleistet, die klären hilft, wie in vertikalen Märkten bzw. Branchen, von produzierenden Unternehmen über das Gesundheitswesen bis hin zum öffentlichen Dienst, mit Hilfe modernster IT-Tools und -Services grüne Initiativen insgesamt unterstützt werden können. Schließlich gibt es noch den Green Recycling & Asset Disposal for the Enterprise (G.R.A.D.E.) Zertifizierungsprozess von IDC; er bewertet die Funktionen und Aufgaben der so genannten ITAD-Anbieter (IT Asset Disposal), also derjenigen IT-Firmen, die Unterstützung bei der Entsorgung von IT-Ressourcen anbieten, damit diese auch die strengsten gesetzlichen, Sicherheits- und Umwelt-Standards erfüllen.
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