Die Evolution der Sterne

Fabian Schneider leitet die neue Forschungsgruppe "Stellar Evolution Theory" (SET) am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Der Astrophysiker untersucht das turbulente Leben massereicher Doppelsterne und deren explosive Endphasen

Dr. Fabian Schneider, Leiter der neuen Gruppe „Stellar Evolution Theory“ am HITS. (Foto: HITS)
(PresseBox) ( Heidelberg, )
Sterne sind die elementaren Bausteine ​​des sichtbaren Universums. Für die Astrophysik sind besonders die sogenannten massereichen Sterne interessant, die als kosmische Kraftwerke in spektakulären Supernovae explodieren und einige der exotischsten Formen von Materie hinterlassen: Neutronensterne und Schwarze Löcher. Obwohl mittlerweile sogar Verschmelzungen dieser kompakten Objekte beobachtet werden können, bleiben nach wie vor viele Fragen offen. Der Astrophysiker Fabian Schneider befasst sich intensiv mit dem turbulenten Leben und Schicksal massereicher Sterne. Seit Januar 2021 ist er Leiter der neuen Forschungsgruppe „Stellar Evolution Theory“ (SET) am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Er hatte sich beim Europäischen Forschungsrat erfolgreich um einen ERC Starting Grant beworben und baut mit Mitteln in Höhe von 1,5 Millionen Euro seine eigene Juniorgruppe auf. Am HITS arbeiten nun insgesamt 13 Gruppen, darunter vier mit astronomischen Forschungsthemen.

Von Bonn über Oxford nach Heidelberg

Fabian Schneider studierte Physik an der Universität Bonn und promovierte 2015 am Argelander-Institut für Astronomie. Danach wechselte er als „Hintze Fellow“ an die Universität Oxford, wo er zu massereichen Sternen, deren Magnetfeldern und zu Supernovae forschte. In dieser Zeit begann die Kooperation mit Friedrich Röpke am HITS, die sich mit seinem Wechsel nach Heidelberg 2018 noch intensivierte: Er wurde „Gliese Fellow“ am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg und arbeitete zugleich am HITS als Gastwissenschaftler in der PSO-Gruppe. Zusammen mit Kollegen aus Garching und Oxford veröffentlichte Fabian Schneider im Oktober 2019 eine Studie zur Entstehung von Magnetfeldern bei der Verschmelzung von Sternen im Fachjournal „Nature“. 2020 erhielt er dann einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats und entschied sich, seine neue Gruppe am HITS anzusiedeln.

Wenn Sternpaare miteinander verschmelzen

Die neue SET-Forschungsgruppe konzentriert sich besonders auf Doppelsterne. Sie bilden die überwiegende Mehrheit aller massereichen Sterne. Während ihres Lebens können die beiden Sterne Teile ihrer jeweiligen Masse austauschen. Dadurch verändert sich auch die Entwicklung des einzelnen Sterns nachhaltig. Aufgrund dieses Austausches kann beispielsweise ein Stern am Ende seines Lebens in einer Supernova explodieren und zum Neutronenstern werden, anstatt in ein Schwarzes Loch zu kollabieren. Etwa ein Viertel der massereichen Sterne verschmelzen sogar komplett miteinander.

Pressekontakt:
Dr. Peter Saueressig
Head of Communications
HITS Heidelberger Institut für Theoretische Studien
Tel: +49-6221-533-245
peter.saueressig@h-its.org

Wissenschaftlicher Kontakt:
Dr. Fabian Schneider
Junior Group Leader
Stellar Evolution Theory group (SET)
HITS Heidelberger Institut für Theoretische Studien
Tel: +49-6221-533-388
fabian.schneider@h-its.org

 
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.