Entwickelt wurde die Wasserzeichentechnologie am Fraunhofer-Institut SIT in Darmstadt.
"In einem zweiten Schritt kann mit Hilfe von Photopatrol auch jeder schnell, einfach und kostenfrei die Inhaber von Bildrechten ermitteln", erläutert Sven Friedrichs, Geschäftsführer des Betreibers, der Hamburger Firma CSG Copyright Services. "Das geschieht auf dem Webportal www.copyrightinfo.eu. Hier werden anhand der Wasserzeichen den Bildern wieder die Daten der Rechteinhaber zugeordnet - damit können dann auch gutwillige Interessenten direkt mit dem Rechteinhaber in Kontakt treten, um Bildrechte legal zu erwerben." Dieser Service sei weltweit einmalig, betont Friedrichs. "Wir wissen, dass es sehr viel mehr Interessenten für Bilder gibt, die an einer Copyright-Recherche im Web scheitern, als unrechtmäßige Nutzer."
Webcrawler meldet Fundorte von Kopien
Wichtig dürfte in der Praxis aber auch die Möglichkeit sein, vermutet Friedrichs, mit Photopatrol automatisiert nach unautorisierten Kopien im Internet fahnden zu lassen. Sein Unternehmen betreibt dazu einen eigenen Webcrawler, eine Suchmaschine, die im Auftrag von Rechteinhabern das Internet regelmäßig durchforstet und den Inhabern die Fundorte ihrer Bilddateien meldet.
Details zur Technologie erläutert Dr. Martin Steinebach, Leiter der Wasserzeichengruppe am Fraunhofer SIT: "Unser Verfahren ist besonders schnell und für Photopatrol haben wir es so angepasst, dass in jedes Bild drei unterschiedliche Informationen eingebettet werden können.
Neben der Information zum Urheber eines Bildes lässt sich auch die Bildagentur und eine eindeutige Bildkennung einbetten." Die Wasserzeichen sind nicht zu erkennen, aber so robust, dass sie sich nur schwer aus dem Bild entfernen lassen. Auch nach Größenveränderungen, erneutem Komprimieren der Bilder oder anderen Bildbearbeitungen bleibt die Wasserzeichenmarkierung intakt. Selbst ein mehrmaliges Ausdrucken und Einscannen von Bildern können die Wasserzeichen überstehen.