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Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. Stammheimer Str. 35 70435 Stuttgart, Germany http://www.fsk-vsv.de
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Rohre dämmen: Verstecktes Einsparpotenzial schlummert im Keller

(PresseBox) (Frankfurt am Main, )
Nicht nur wegen der stetig steigenden Preise für Öl und Gas suchen Hausbesitzer nach immer neuen Möglichkeiten, Energie einzusparen. Ein oft übersehenes Sparpotenzial bei Altbauten sind frei zu-gängliche, dürftig oder gar nicht gedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen in ungeheiz¬ten Kellern.
Dämmen von Heizungs- und Warmwasserleitungen in ungeheizten Kellern ist für viele Hausbe¬sitzer bis Ende 2011 sogar Pflicht. Grund hierfür ist eine Nachrüstpflicht, die die Energieeinsparver¬ordnung (EnEV) von 2009 für Altbauten vorsieht.

Nachträgliches Dämmen spart bis zu 10 Prozent Energie

Schlecht gedämmte oder gar „nackte“ Heizungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen sind vor allem in alten Gebäuden immer noch zu finden. Hier geht ein Teil der teuren Energie schon auf dem Weg vom Keller bis zum Heizkörper oder Waschbecken verloren, da das warme Wasser in den Rohren an den kalten Raum unnötig Wärme abgibt.

„Energie von bis zu zehn Prozent kann durch fachgerechtes Dämmen solch freiliegender Rohre eingespart werden“, schätzt Jan Niermans, Vorsitzender der Fachgruppe Dämmstoffe im Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane FSK e.V. in Frankfurt. Je nach Größe des Wohnhauses lassen sich nach Angaben des Experten durch Rohrdämmungen bis zu 250 Euro im Jahr Kosten für Heizung und Warmwasser einsparen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Der Kellerraum wird nicht mehr ungewollt geheizt, sondern er bleibt kühl für das trockene La¬gern von Balkonmöbeln oder Lebensmitteln wie Kartoffeln, Äpfeln, Saft oder Wein.

Frei zugängliche Warmwasser- und Heizungsleitungen zu dämmen, ist eine finanziell überschaubare Maßnahme und rechnet sich zudem schnell. Denn eine unzureichende Rohrdämmung, oft auch als Rohrisolierung bezeichnet, kann - so die Experten des FSK - mit relativ wenig Geld auf EnEV-Standard gebracht werden. Bei frei liegenden Warmwasser- oder Heizungsleitungen in nicht beheizten Kellerräumen ist der Spareffekt durch eine solche Rohrisolierung enorm. In vielen Fällen werden die Kosten für eine Rohrdämmung bzw. für eine verbesserte Dämmung nach einem Winter schon wieder „zurückverdient“.

Nachrüstpflicht bis Ende 2011

Das Dämmen von Rohren ist für Immobilieneigentümer nicht persönliche Ermessenssache, sondern eine Pflicht. Nach § 10 Abs. 2 der EnEV 2009 müssen Eigentümer von Gebäuden dafür sorgen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte Wärmeverteilungs- und Warm¬wasserleitungen sowie Armaturen zur Begrenzung der Wärmeabgabe gedämmt sind. Diese Auflage gilt allerdings nur, wenn die Leitungen und Armaturen sich in unbeheizten Räumen befinden und zu¬gänglich sind.

Freigestellt von der Nachrüstungspflicht sind lediglich Eigentümer, die das eigene Ein- oder Zweifa-milienhaus bereits vor dem Stichtag 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben. Trotzdem ist auch hier eine nachträgliche oder verbesserte Dämmung sehr zu empfehlen – nicht nur weil auf Dauer Geld gespart wird, sondern auch zur Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen (Treibhausef-fekt). „Solche Dämm-Maßnahmen sind ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der aktuellen ener-giepolitischen Ziele“, betont Niermans die umweltpolitische Bedeutung.
„Das Energie-Einsparpotential bei Rohrleitungen wird oft übersehen, weil bei Sanierungen vor allem an die Gebäudehülle gedacht wird“, berichtet der Fachmann. Insgesamt lassen sich nach seinen Angaben bei Wohngebäuden die Energieausgaben durchschnittlich um rund 40 Prozent reduzieren. Gedämmte Rohre seien dabei zwar nur eine von vielen Maßnahmen. Angesichts von rund 40 Millionen Haushalten in Deutschland und der Vielzahl an Gebäuden sei der Spar¬effekt unterm Strich dennoch enorm.

Moderne Schaumkunststoffe als Rohrdämmung ideal

Bei der Wahl der Isolierung beziehungsweise der Dämmung empfiehlt der Fachverband wei¬ches und flexibles Material, das keine Fasern freisetzt. So sei eine schnelle und einfache Montage möglich. Auch Eigenschaften wie „Wasser abweisend“ und „hoher Widerstand gegen das Eindringen von Feuchtigkeit“ gelten bei der Auswahl des Dämmstoffes als Vorteile. Denn ein feuchter Dämmstoff verliert einen Teil seiner Dämmwirkung. Zudem können durch Feuch¬tigkeit Rohre korrodieren.
Ideale Rohrdämmungen bestehen laut Fachverband aus modernen, geschlossenzelligen Schaumkunststoffen. Dazu zählen synthetischer Kautschuk, Polyethylen (PE) oder andere po-lyolefine Schaumstoffe, die stark Wasser und Wasserdampf abweisend sind und sich schnell und einfach montieren lassen.

Vor der Heizungsperiode Rohrdämmungen kontrollieren

Bewohner und Eigentümer von älteren Wohn- und Geschäftshäusern sollten rechtzeitig vor der Heizperiode die Rohrleitungen kritisch unter die Lupe zu nehmen und die Dämmung prüfen, raten die Dämmstoffexperten im Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane. Gedämmt werden müssten nach der EnEV auch Pumpen, Armaturen, Ventile und sonstige Einbauten. Hierfür gibt es speziell geformte Dämmschalen.

Info-Kasten:

Informationen zu den empfohlenen Rohrdämmungen und den nach EnEV vorgeschriebenen Dämmdicken bieten der örtliche Fachbetrieb für Sanitär-Heizung-Klima, Dämm- und Isolierfir¬men sowie der Fachverband Schaumkunststoffe FSK und die Mitgliedsfirmen der Fachgruppe Dämmstoffe im FSK (www.fsk-vsv.de).

Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V.

Erfolgreiche Branchen brauchen starke Fachorganisationen als Plattform für Austausch und Kontakte sowie zur Interessenvertretung. Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) ist ein Verband der kunststoffverarbeitenden Industrie, der ein Gesamtvolumen der Industrie rund um Polyurethane und Schaumkunststoffe von rund 9 Mrd. Euro repräsentiert. Er gehört zu den wichtigsten Fachverbänden seiner Branche in Europa und ist nach seiner 50-jährigen Tradition der größte nationale Verband.

Zu den Mitgliedern des FSK aus über 10 Ländern gehören Rohstoffunternehmen, Maschinenhersteller, Systemhäuser/Formulierer und vor allem verarbeitende Unternehmen aus den Werkstoffbereichen Polyurethan, Polypropylen, Polyethylen, Kautschukschäume, Melaminharzschaum, PVC-Schaum usw.

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