Baustart für Deutschlands größten förderfreien Solarpark

Die Bauarbeiten für den 187 Megawatt großen Solarpark in Brandenburg haben begonnen

Ein Bauschild am Zaun des Solarparks infomiert über die Eckdaten des Projekts / Bilder EnBW / Fotograf Karl Lehmann (PresseBox) ( Werneuchen, )
Knapp 26 Kilometer nordöstlich von Berlin im brandenburgischen Werneuchen baut die EnBW auf einer Fläche von 164 Hektar ihren Solarpark „Weesow-Willmersdorf“ mit einer installierten Leistung von 187 Megawatt. Mit den daraus jährlich erzeugten 180 Millionen Kilowattstunden können rechnerisch rund 50.000 Haushalte umweltfreundlich versorgt und jährlich etwa 129.000 Tonnen CO2 vermieden werden. Die Inbetriebnahme des Gesamtprojekts soll noch in 2020 erfolgen.

„Um die Erneuerbaren Energien und die Energiewende in Deutschland weiter voran zu bringen, braucht es Photovoltaik-Großprojekte wie dieses“, ergänzt Dirk Güsewell, Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung der EnBW. „Der Solarpark ist unser erstes förderfreies Erneuerbaren-Projekt. Es ist zugleich ein Meilenstein der Photovoltaik in Deutschland und beweist die Marktreife dieser Technologie.“ Dazu tragen sowohl die Synergieeffekte aufgrund der Anlagengröße und die über 80 Prozent gesunkenen Kosten für Photovoltaik in den letzten zehn Jahre bei.

„Brandenburg nimmt bei der Energiewende eine Spitzenstellung ein, denn kaum ein anderes Land hat den Ausbau der erneuerbaren Energien stärker vorangetrieben. Mit Projekten wie dem Solarpark in Weesow-Willmersdorf trägt EnBW dazu bei, unsere klimapolitischen Ziele zu erreichen“, hebt Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie in Brandenburg, hervor. „Das Projekt der EnBW zeigt, dass die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig sein können.“

„Klimaschutz und Nachhaltigkeit genießen im Barnim schon immer eine hohe Priorität", erklärt Daniel Kurth, Landrat des Landkreises Barnim. Deshalb freut es nun umso mehr, dass mit dem neuen Solarpark der Landkreis in Sachen Klimaschutz weiter Vorreiter bleibt.“

Regionale Wertschöpfung im Blick

Mehr als 40 Firmen sind im Auftrag der EnBW rund um den Bau des Solarparks beschäftigt. „Eine regionale Wertschöpfung ist uns wichtig“, so Güsewell. Angefangen von der Bauleitung vor Ort über Verkehrssicherung, landschaftspflegerische und handwerkliche Leistungen bis hin zur Entsorgung gibt es Aufgaben, die regional ausgeführt werden können. Während der Bauphase können zeitweise bis zu 150 Arbeiter gleichzeitig für die Baustelle tätig sein. In der Betriebsphase werden mehrere Mitarbeiter ständig vor Ort sein und sich um die Wartung- und Instandhaltung kümmern.

Zwei Umspannwerke für die rund 181 Millionen Kilowattstunden Solarstrom

Die Stromeinspeisung erfolgt in drei 110-Kilovolt-Freileitungen der E.DIS Netz GmbH. Zwei neue Umspannwerke werden westlich und südwestlich des Parks in unmittelbarer Nähe der Hochspannungsleitungen gebaut. Aktuell verlegt die EnBW eine sieben Kilometer lange Kabeltrasse bis zu dem südwestlich geplanten Umspannwerk auf der Gemarkung Blumberg. Die knapp vier Kilometer lange Anbindung an das westlich vorgesehene Umspannwerk bei Börnicke erfolgt später.

Die rund 465.000 Solarmodule des Parks werden nach Süden ausgerichtet und bis zu einer Bauhöhe von etwa drei Metern in einem Neigungswinkel von 20 Grad auf die Unterkonstruktion installiert. Sie verteilen sich auf insgesamt vier Solarfelder, unterteilt durch das örtliche Wegenetz, das auch weiterhin öffentlich zugänglich bleibt.

Das Sonnenkraftwerk hat eine geplante Betriebsdauer von 40 Jahren. Daher wird auf sehr hochwertige und langlebige Komponenten und über die gesamte Betriebszeit auf umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen gesetzt.

Baumaßnahmen und Betrieb im Einklang mit der Natur

Eine eigens dafür beauftragte ökologische Baubegleitung sorgt dafür, dass sämtliche Bauarbeiten im Einklang mit der Tier- und Pflanzenwelt verlaufen und insbesondere das im südlich angrenzenden Naturschutzgebiet „Weesower Luch“ geschützt wird.

Zum Projekt gehören neben den rein technischen Anlagen auch zahlreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Arten- und Naturschutz. So wird die gesamte Fläche auf und um den Solarpark zu einem artenreichen Grünland entwickelt. Zusätzlich zur Extensivierung der Flächen werden Sträucher und Bäume gepflanzt, wie auch Hecken und Trittsteinbiotope angelegt, die eine natürliche Ergänzung zu dem angrenzenden Tier- und Pflanzenschutzgebiet bilden.

Die EnBW plant den Solarpark in Bauabschnitten in Betrieb zu nehmen. „Nach der vollständigen Inbetriebnahme und Abschluss aller Bauarbeiten wird die EnBW nächstes Jahr das Sonnenkraftwerk auch der Öffentlichkeit vorstellen“, verspricht Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik bei der EnBW. Den für 16. März vorgesehenen Spatenstich hatte die EnBW aufgrund der aktuellen Situation der Corona-Infektion in Deutschland vorsorglich abgesagt.

Weitere Informationen zum Solarpark gibt es unter www.enbw.com/....
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