Biobasierte Verpackungsalternative zur Plastiktüte

Die jonatura GmbH aus Möhnesee-Echtrop entwickelte kompostierbaren Allzweckbeutel – Effizienz-Agentur NRW unterstützte

Für ihren kompostierbaren, wiederverschließbaren Beutel erlangte die jonatura GmbH die Keimling-Zertifizierung. Foto: jonatura
(PresseBox) ( Möhnesee-Echtrop/ Werl, )
Plastiktüten sind längst ein weltweites Problem. Der Sauerländer Verpackungsspezialist jonatura entwickelte einen kompostierbaren Allzweckbeutel, der Umwelt und Klima schont. Unterstützt wurde er dabei durch die Ressourceneffizienz-Beratung der Effizienz-Agentur NRW.

Die jonatura GmbH stellt nachhaltige, biobasierte Verpackungs- und Versandmaterialien her. Alle Produkte sind biologisch abbaubar und kompostierbar. Als Rohstoffe werden u. a. Stärke, Zuckerrohr, Milchsäure sowie Zellulose aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben verarbeitet.

„Um erfolgreich biobasierte Alternativen zu Produkten aus fossilen Rohstoffen am Markt zu platzieren, müssen wir grundlegende Anforderungen erfüllen“, erklärt Geschäftsführer Oliver Mielke. „Die Produkte müssen mindestens gleiche, wenn nicht sogar verbesserte Eigenschaften aufweisen. Auch gilt es, rechtliche Rahmenbedingungen, wie z. B. Lebensmittelrecht und Hygienestandards, zu erfüllen.“

Vorteile wie Kompostierbarkeit dürfen nicht zulasten der Widerstandsfähigkeit in der Nutzungsphase der Verpackungen gehen. Zudem führen neue Rezepturbestandteile zu besonderen Anforderungen an die Extrudierbarkeit sowie die Maschinengängigkeit der Rohstoffe in den Weiterverarbeitungsprozessen.

Projektziel: der Kompostierbare Allzweckbeutel

2020 plante das junge Unternehmen, einen neuen kompostierbaren und wiederverschließbaren Allzweckbeutel zu produzieren. „Um die produktionstechnischen und materialbezogenen Herausforderungen zu lösen, nutzten wir die Ressourceneffizienz-Beratung der Effizienz-Agentur NRW“, so Mielke. Beratungspartner war die U.B.Tech.GmbH. Die Beratung wurde gefördert im Programm „Mittelstand Innovativ! Innovationsgutschein F+E“ des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Im Rahmen des Projekts wurden mögliche Rezepturkomponenten durch methodische Analyse geprüft und auf die erfolgversprechendsten reduziert“, erläutert Ekkehard Wiechel, Leiter des Regionalbüros Werl der im Auftrag des NRW-Umweltministeriums tätigen Effizienz-Agentur NRW.

Keimling-Zertifizierung für neues Produkt

Muster der so gewonnenen Varianten wurden anschließend im Labor hinsichtlich ihrer Eigenschaften untersucht. Abschließend wurden die Produktionsfähigkeit der favorisierten Rezepturen sowie deren Maschinengängigkeit als Halbzeug und Endprodukt getestet.

„Am Ende des Prozesses erhielten wir einen kompostierbaren und wiederverschließbaren Beutel, der die Keimling-Zertifizierung erlangte“, ist Geschäftsführer Mielke zufrieden.

Der Keimling ist ein im In- und Ausland anerkanntes Zeichen für die industrielle Kompostierbarkeit des European Bioplastics e. V. und wird nach Prüfung der Beutel gemäß der Norm DIN EN 13432 und Zertifizierung durch unabhängige Institute vergeben.
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