Auf Gruschelkurs mit den Kunden

Acht Tipps, mit denen Unternehmen in Sozialen Netzwerken den richtigen Ton treffen

(PresseBox) ( Erlangen, )
. Adden, Retweets, Gruscheln,… – Social Networks haben ihre eigene Sprache. Herkömmliche Formulierungen der Unternehmenskommunikation wirken hier oft deplatziert. Die Herausforderung besteht laut Dr. Markus Nickl, Geschäftsführer der doctima GmbH, darin, das richtige Maß zu finden: „Ein seriöses Unternehmen, das nur noch Jugendsprache und Anglizismen verwendet oder als Nachricht getarnte Werbung publiziert, wirkt schnell unglaubwürdig. Idealerweise bringen Unternehmen ihre Philosophie und Ziele authentisch zum Ausdruck und treffen den Ton des jeweiligen Mediums – in nur 160 Zeichen.“

Der Sprachexperte hat für Unternehmen, die neu in die Welt des Web 2.0 einsteigen oder Social Media verstärkt nutzen möchten, folgende Tipps:

1. Entwerfen Sie eine Gesamtstrategie
Legen Sie zuallererst Ihr langfristiges Kommunikationsziel fest: Welche Mitarbeiter sollen welche Zielgruppe in welchem Medium erreichen? Erst wenn das feststeht, sind die Planung von Teilzielen, Inhalten und die individuelle Gestaltung der Netzwerk-Auftritte möglich. Generell gilt: Xing eignet sich vor allem für B2B-Kontakte, Privatkunden erreichen Sie über Facebook, im Blog meldet sich die Chefetage zu Wort und Twitter ersetzt den E-Mail-Newsticker.

2. Planen Sie Ihre Social-Media-Aktivitäten von Anfang an
Oft entscheiden die ersten Aufrufe und Kommentare, ob sich ein Profil zum Selbstläufer entwickelt oder kaum beachtet wird. Deshalb sollte der Unternehmensauftritt vom ersten Schritt an geplant werden. Legen Sie zunächst Ihre langfristigen Ziele fest, zum Beispiel einen neuen Kontaktkanal für Lieferanten zu schaffen. Planen Sie auf dieser Grundlage dann einzelne Schritte. Behalten Sie dabei immer das Gesamtkonzept für ihre Social-Media-Kommunikation im Auge!
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3. Klären Sie Verantwortlichkeiten
Vor allem, wenn viele Mitarbeiter gemeinsam einen Blog oder Twitter-Account pflegen, sind klare Verantwortlichkeiten und Urlaubsregelungen nötig. Legen Sie fest, wer die Texte ausarbeitet und in den Plattformen publiziert, wer für den Inhalt und die Überwachung eines Profils zuständig ist. Definieren Sie auch Freigabeprozesse für Informationen. So stellen Sie sicher, dass keine Interna oder Fehlinformationen auf Facebook und Co gelangen.

4. Erstellen Sie Themenpläne
Eine zentralisierte Verwaltung von Themen und das Festlegen von Publikationszeiträumen verhindert, dass sich Inhalte ungewollt wiederholten oder ein Social-Media-Account vernachlässigt wird. Eine Liste mit Themen-Ideen hilft, die Profile auch im Sommerloch mit abwechslungsreichen Inhalten zu füllen.

5. Legen Sie Stylesheets an
Welche Struktur hat ein neuer Eintrag im Unternehmensblog? Wie bettet ein Autor einen Link in Twitter ein? Wie werden wichtige Wörter und Nachrichten hervorgehoben? Plattformspezifische Stilvorgaben sorgen für ein einheitliches Bild in jedem Medium. Und nicht nur das: Die Stylesheets geben auch den sprachlichen Stil für die einzelnen Portale vor und erleichtern es, immer den richtigen Ton zu treffen.

6. Professionalisieren Sie Ihr Terminologie-Management
Wordinglisten sorgen für eine einheitliche Unternehmenssprache. Das vermeidet Missverständnisse, vereinheitlicht die Schreibweise und schafft eine sprachliche Corporate Identity. Für Unternehmen, die verschiedene Plattformen für ihre Kommunikation nutzen, empfiehlt sich die Kombination von unternehmensweiten Terminologie-Datenbanken und individuellen Stylesheets.

7. Üben Sie das Schreiben im Web
Web-optimiert und trotzdem lebendig und individuell schreiben – dazu braucht es einige Erfahrung. Gezieltes Schreibtraining für das Web 2.0 schafft die nötige Übung, um Informationen in kurzen, prägnanten Texten und Überschriften zu vermitteln und trotzdem alles Wichtige zu sagen.

8. Beobachten Sie Ihren Erfolg
Zu einem durchdachten Social-Media-Auftritt gehört regelmäßiges Monitoring und die Auswertung der Resonanz in den sozialen Netzwerken. Überprüfen Sie, ob Sie auf dem richtigen Weg sind, um Ihre anfangs gesetzten Kommunikationsziele zu erfüllen und planen Sie weitere Schritte. Nutzen Sie das Feedback aus den Plattformen als Impuls für andere Unternehmensbereiche!

Die doctima GmbH berät und unterstützt Unternehmen bei der Implementierung von Terminologie Management Systemen sowie bei der Erstellung von Stylesheets und Kommunikationsrichtlinien. Zum Serviceangebot des Beratungsunternehmens gehören Seminare zur redaktionellen Arbeit und zum Schreiben im Web 2.0.
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