Discovery Channel erinnert am 26. April mit "Tschernobyl" an den 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe

Chronik der Ereignisse mit Berichten von Zeitzeugen, neuesten Forschungsergebnissen und 3D-Animationen / Aufnahmen des Tschernobyl-Fotografen Igor Kostin

(PresseBox) ( München, )
Im Morgengrauen des 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl. Eine regenbogenfarbene Stichflamme schoss 1.000 Meter hoch in den ukrainischen Himmel; der Kampf um Tschernobyl hatte begonnen. In den folgenden acht Monaten arbeiteten 800.000 junge Soldaten, Minenarbeiter, Feuerwehrleute und Zivilisten aus der gesamten Sowjetunion fieberhaft daran, die freigesetzte Radioaktivität zu beseitigen, einen „Sarkophag“ um den zerstörten Reaktor zu legen und vor allem die Welt vor einer weiteren Explosion zu bewahren.

Eine Kettenreaktion, die durch die ursprüngliche Explosion in Gang gesetzt worden war, drohte eine weitere Kernexplosion auszulösen. Diese zweite Explosion – zehnmal verheerender als die Hiroshima-Bombe – hätte die Kraft gehabt, nicht nur die Ukraine, sondern halb Europa dem Erdboden gleich zu machen. So begann ein Rennen gegen die Zeit, das sich den Beteiligten unauslöschlich ins Gedächtnis eingeschrieben hat. Mit der Erstausstrahlung der Dokumentation „Tschernobyl!“ anlässlich des 20. Jahrestags der Katastrophe blickt Discovery Channel (exklusiv über Premiere) am 26. April 2006 um 21.10 Uhr auf diese historische Katastrophe zurück.

In ihren Folgen für Umwelt und Wirtschaft gilt die Reaktorexplosion als schlimmster Industrieunfall der Welt. Sie setzte eine Wolke radioaktiv verseuchten Staubs frei, die über Teile der westlichen Sowjetunion, Osteuropa, Skandinavien und Großbritannien bis hin zur Ostküste der USA zog. Weite Teile der Ukraine, Weißrusslands und Russlands wurden so schwer verseucht, dass Schätzungen zufolge 200.000 Personen evakuiert oder umgesiedelt werden mussten. Rund 60 Prozent des radioaktiven Fallouts gingen über Weißrussland nieder.

Anhand von Augenzeugenberichten, darunter persönliche Erinnerungen des ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow, Archivaufnahmen, Originaldokumenten und neusten Forschungsergebnissen sowie unter Zuhilfenahme von 3D-Darstellungen folgt „Tschernobyl!“ den Entwicklungen, die zum Reaktorunglück führten, und berichtet über die darauf folgenden Ereignisse. So entsteht ein chronologisches Protokoll eines der dunkelsten Kapitel der jüngsten Geschichte. Darüber hinaus untersucht „Tschernobyl!“ die langfristigen Konsequenzen des Unglücks für Osteuropa, zu denen Umweltschäden ebenso zählen wie die weiterhin steigende Anzahl von Todesopfern, Krebserkrankungen, Erbgutschäden, genetischen Defekten und Fehlbildungen, die alle ein Ergebnis der erhöhten Strahlung in den betroffenen Gebieten sind.

In „Tschernobyl!“ werden auch die historischen Aufnahmen zu sehen sein, mit denen der russische Fotograf Igor Kostin das Unglück von Tschernobyl von der ersten Explosion bis heute gewissenhaft dokumentiert. Kostin ist der einzige Fotograf, der das Reaktorunglück so nahe verfolgt hat, und seine Fotografien sind eine Chronik der durch den Unfall ausgelösten Verwüstungen und der immer noch andauernden Krankheiten und genetischen Störungen, unter denen Menschen und Tiere in den betroffenen Gebieten leiden. Aufgrund seiner wiederholten Aufenthalte in den verseuchten Gebieten ist Kostin inzwischen selbst an den Folgen radioaktiver Strahlung erkrankt. Seine Fotos sind auch in dem jüngst im Antje Kunstman-Verlag erschienenen Buch „Tschernobyl. Nahaufnahme“ zu sehen, an dem der Regisseur des Films Thomas Johnson mitgearbeitet hat.

„Tschernobyl!“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Discovery Networks International, France 3 und Play Film. Die verantwortlichen Produzenten waren Hindh Saїh für Play Film und Robert Curran für Discovery Networks International.
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