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Die ganze Welt von AAA bis ZZZ

Überarbeitete DIN EN ISO 3166-1 legt die Codierung von Ländernamen fest

(PresseBox) (Berlin, ) - Na, Meier, auch wieder da? Wie war’s denn in 530? Schön braun bist du geworden!
- Ach, ganz nett. Das Wetter ist auf jeden Fall besser als in BIH, aber der Service – ein Leben wie Gott in FR sieht anders aus. Und wie läuft’s hier in 276?
- Hör bloß auf, die 060-Shorts kann man in diesem Sommer wohl getrost im Schrank liegen lassen. Aber nächsten Monat geht’s auf Safari – nach KEN…

Wird man sich so in naher Zukunft in unseren Teeküchen unterhalten? Sicher nicht. Denn die überarbeitete DIN EN ISO 3166-1, die im Januar 2007 erscheint, gibt zwar Hinweise zur Codierung von Ländernamen, hat aber andere Ziele als unsere Gespräche so kryptisch wie möglich zu machen. Ganz im Gegenteil ist sie Grundlage für viele Anwendungen, die die Darstellung von Ländernamen in codierter Form nötig machen. Als Basis für die Bezeichnung von Top-Level-Domains im Internet (.de, .fr, .at) sind die Zwei-Letter-Codes zum Beispiel schon lange bekannt.

Die Buchstabencodes basieren auf der visuellen Assoziation zu den jeweiligen Ländernamen. Dabei waren die Kraftfahrzeugkennzeichen die wichtigste Quelle zur Ermittlung der Codeelemente.

Es existieren drei unterschiedliche Codes:

Der Alpha-2-Code verwendet die 26 Großbuchstaben des lateinischen Alphabets (ohne diakritische Zeichen) von AA bis ZZ. Dieser Code findet sich zum Beispiel als Basis der Top-Level-Domains im Internet, als Grundlage für IATA-Länderzeichen, in der Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes und der logistischen Organisation von Postdienstleistern.

Für besondere Anwendungen wird ein auf dem Zwei-Buchstaben-Code basierender Alpha-3-Code von AAA bis ZZZ empfohlen. Er erleichtert die Assoziation mit dem betreffenden Land und wird unter anderem in maschinenlesbaren Reisepässen und im Auswärtigen Amt („Verzeichnis der Staatennamen für den amtlichen Gebrauch in der Bundesrepublik Deutschland“) – hier gleichrangig mit dem Alpha-2-Code – verwendet.

Darüber hinaus wird ein dreistelliger numerischer Code aufgenommen, der den Vorteil hat, von der Sprache und eventuellen Sprachbarrieren gänzlich unabhängig zu sein. Hierauf greifen vor allem Datenbanken zurück.

In die Neufassung der DIN EN ISO 3166-1 sind - als zusätzliche Information – unter anderem Hinweise auf den Unabhängigkeitsstatus des betreffenden Landes sowie Codierungen der Amtssprache in Alpha-2 und Alpha-3 und die Kurzbezeichnungen in Amtssprache(n) aufgenommen worden.

Weitergehende Informationen zur Überarbeitung der DIN EN ISO 3166-1 erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Normenausschusses Bibliotheks- und Dokumentationswesen im DIN.

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