Mit der MicroTechnology auf den Weltmarkt

Kontrolleur der Miniaturwelten

MEMS Wafer (PresseBox) ( Hannover, )
Klein, kleiner, am kleinsten - die Investitions- und Konsumgüter miniaturisieren immer weiter. Motoren-, Elektronik- und Halbleiterfertigung, Medizintechnik, Lackiertechnik sowie Optik - kaum eine Branche strebt nicht nach immer kleineren und dabei immer perfekteren Produkten. Während der Trend zur Miniaturisierung und Funktionalisierung von Oberflächen stetig Einzug hält, ergeben sich gleichzeitig neue Herausforderungen bei der präzisen Vermessung kleinster Oberflächenstrukturen und dünner Schichten. Reichte es bis vor einigen Jahren aus, Oberflächen mit stark vergrößernden Kamerasystemen oder mechanischen Tastnadelinstrumenten zu untersuchen, so bedarf es heute anderer Lösungen der Oberflächenmesstechnik. Solche Lösungen bietet die Fries Research & Technology GmbH (FRT). Die neusten Innovationen auf dem Gebiet der Oberflächenmesstechnik stellt FRT auf der kommenden Leitmesse MicroTechnology im Rahmen der HANNOVER MESSE 2009 (20. bis 24. April) in Halle 6 vor.

Die Fries Research & Technology GmbH (FRT) ist ein international agierendes, 1995 gegründetes mittelständisches Maschi-nenbauunternehmen mit Sitz in Bergisch Gladbach, das inhabergeführt ist. Die Haupttätigkeiten liegen in der Entwicklung, Fertigung sowie dem weltweiten Vertrieb von Messtechnik und Software zur meteorologischen Vermessung von Oberflächen mit höchster Auflösung. Im Mikro- und Nanometerbereich ermitteln Messsysteme von FRT berührungslos, zerstörungsfrei und wahlweise vollautomatisch Topografie, Struktur, Stufenhöhe, Rauheit, Verschleiß, Schichtdicke sowie viele andere qualitätsbestimmende Parameter.

Das Unternehmen ist in die drei strategischen Geschäftsfelder "Oberflächenmessgeräte", "Prozesskontrolle" und "Dienstleistungen" unterteilt. Oberflächenmessgeräte kommen als Einzelmessplätze für Forschungseinrichtungen beziehungsweise F&E-Abteilungen sowie als vollautomatische Messanlagen für Stichproben oder Permanent-Kontrollen zur Sicherung der Produktionsqualität in der Industrie zum Einsatz. Im Geschäftsfeld "Prozesskontrolle" werden Sonderbauten für prozessnahe Messungen in der Produktion angeboten. Der Bereich "Dienstleistungen" umfasst Auftragsmessungen, Schulungen, Vor-Ort-Service, Ersatzteile, Upgrades und Reparaturen.

Aus dem Fertigungskonzept der FRT Messtechnik ergeben sich drei wesentliche Alleinstellungsmerkmale: Standardisierung, Modularisierung und Individualisierung. Standardisierte Komponenten, wie zum Beispiel hochpräzise Mechaniken, Steuerelektroniken und die hauseigene leistungsfähige Software, ermöglichen produktübergreifende Kostensynergien sowie eine Reduktion der Komplexität in der Fertigung. Insbesondere die über Jahre weiterentwickelte und durch ein Programmiererteam ständig gepflegte Software stellt eine wichtige Kernkompetenz von FRT dar.

Über den modularen Aufbau der Messsysteme gestalten sich Erweiterungen auf Kundenseite als besonders einfach. In Anbetracht der Tatsache, dass sich Innovationszyklen im Bereich der Fertigungstechniken immer stärker beschleunigen, sind die Systeme somit äußerst wirtschaftlich und zukunftssicher. Mittels der FRT Multisensor-Technik kann auf Kundenanforderungen besonders individuell eingegangen werden. So ermöglicht sie nicht nur den einfachen Sensorwechsel durch den Bediener, sondern auch den Einsatz mehrerer Sensoren in einem System, um verschiedene Messbereiche und Messverfahren zu kombinieren. Diese Innovation stellte FRT als erstes Unternehmen vor und begründete damit bereits 1998 ein branchenweit etabliertes Marktsegment. Heute bietet FRT eine große Auswahl an berührungslos arbeitenden und hochauflösenden Sensoren, welche Oberflächen zum Beispiel mittels eines Lichtstrahls "ab-tasten" oder über elektromagnetische Effekte bis auf den Nanometer genau charakterisieren.

Der Kundenkreis ist branchen- und technologieübergreifend zusammengesetzt und besteht schwerpunktmäßig aus international renommierten Großkonzernen der Halbleiter-, Automobil-, Optik-, Mikrosystem- und Nanotechnik-Industrie in den Ländermärkten Deutschland, Europa, Asien und USA (Exportquote 55 Prozent). Heute erwirtschaftet FRT in den drei Geschäftsfeldern "Oberflächenmessgeräte", "Prozesskontrolle" und "Dienstleistungen" eine Umsatzrendite vor Steuern von fast zehn Prozent. Damit ist FRT gut dreimal profitabler als der Branchendurchschnitt im deutschen Maschinenbau (3,4 Prozent). Bedingt durch die erhöhte Nachfrage in den Kernbranchen und Zielmärkten stieg der Umsatz 2006 im Geschäftsfeld "Oberflächenmessgeräte" verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent am stärksten. Hier waren vor allem Anwendungen im Bereich der Halbleiter- und Mikrostrukturtechnik maßgebliche Wachstumstreiber.

FRT unterhält Tochtergesellschaften in der Schweiz, den USA und China, ein Vertriebs- und Servicenetz in Asien und Europa sowie eine Niederlassung in München. In den vergangenen Jahren wurden dem Unternehmen vier Innovationspreise und ein Preis für die Organisationsentwicklung verliehen.

Fünf Fragen an Dr. Thomas Fries, Geschäftsführer von FRT

1. Dr. Fries, macht Ihnen die fortwährende Miniaturisierung der Technologiewelt Angst?

Nein, ganz und gar nicht. Im Gegenteil gehört die zunehmende Miniaturisierung von Oberflächenstrukturen bei Investitions- und Konsumgütern, wie zum Beispiel Halbleiterprodukten, Motoren, Linsen oder Lacken zusammen mit den weltweit stark wachsenden Technologiemärkten zu unseren Nachfragetreibern. Die Miniaturisierung ist nicht aufzuhalten, denken Sie nur einmal an die Dimensionen des ersten Computers im Vergleich zu den Notebooks und Mobilfunkgeräten heute. Überall streben die Unternehmen und letztendlich die Konsumenten nach dem kleineren und zugleich besseren Produkt. Wir sehen den Fortschritt als Innovationsmotor und Herausforderung. Wir stellen uns gerne der Zukunft.

2. Wo sehen Sie denn die Herausforderungen für die Oberflächenmesstechnik?

Die Oberflächenstrukturen der Produkte werden immer anspruchsvoller, weil sie neben einer Miniaturisierung auch einer Funktionalisierung unterliegen. Ich denke da beispielsweise an den Lotus-Effekt bei Lacken. Zum einen liegen die Herausforderungen in der präzisen Vermessung dieser Micro und Nano-Oberflächenstrukturen. Zum anderen werden die Ferti-gungs- und damit die Kontrollprozesse immer anspruchsvoller. Reichte es bis vor einigen Jahren aus, Oberflächen mit stark vergrößernden Kamerasystemen oder mechanischen Tastnadelinstrumenten zu untersuchen, so bedarf es heute anderer Lösungen. In modernen Fertigungsprozessen zum Beispiel von Siliziumwafern für die Herstellung von Computerchips müssen Messungen bereits während der Herstellung mehrfach bis auf den Nanometer genau wiederholt werden. Häufig müssen die notwendigen Systeme in die laufende Produktion integriert werden können, zerstörungsfrei, also kontaktlos arbeiten und automatisierbar sein. Hierfür bietet FRT die Produkte sowie die erforderlichen Erfahrungswerte, denn jede Messaufgabe ist, abhängig von Material und Einsatzbereich, anders gelagert.

3. Wo liegen die Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens?

Unser Alleinstellungsmerkmal ist die Multisensor-Technologie. In der Multisensor-Technik verschmelzen unterschiedliche Messverfahren, die ansonsten nur über Einzellösungen realisierbar sind, zu einem universellen und Platz sparenden Gerät. Damit können eine Vielzahl an Messaufgaben und ein hervorragender Messbereich vom Meter bis zum Nanometer in einem flexiblen, erweiterbaren und zukunftssicheren Gerät realisiert werden. Die Multisensor-Technologie ermöglicht nicht nur den einfachen Sensorwechsel durch den Bediener, sondern auch den Einsatz mehrerer Sensoren in einem System, um verschiedene Messbereiche und Messverfahren zu kombinieren. Darüber hinaus bieten wir eine einmalige modulare Technologie zur Automatisierung. Je nach Industrie und Aufgabenstellung realisieren wir Automatisierungsgrade von One-Button-Lösungen mit manueller Probenplatzierung durch den Werker bis zu voll automatisierten Anlagen mit Robotik und Interface zur Produktionssteuerung.

4. Wie begegnen Sie der zunehmenden Internationalisierung der Märkte?

FRT ist schon lange international gut aufgestellt. Wir unterhalten Tochtergesellschaften in der Schweiz, den USA und China sowie ein Vertriebs- und Servicenetz in Asien und Europa. Und wir arbeiten stets am Ausbau und an der Optimierung unserer internationalen Strukturen. Erst kürzlich haben wir für Europa eine Vertriebskooperation mit der Firma Euris Corporation vereinbart. Euris ist auf den Vertrieb und Support von Anlagen für Hochtechnologiefelder in Europa spezialisiert und bietet eine komplette geografische Abdeckung mit hervorragend qualifizierten Field-Service-Ingenieuren. Auch das asiatische Distributor-Netzwerk ist weiter gewachsen und wird durch einen von FRT dafür abgestellten Sales-Director koordiniert. Das Stammpersonal am Standort Shanghai wurde ebenfalls weiter erhöht. Neben einer zusätzlichen Kraft für administrative Aufgaben wurde ein Service-Ingenieur für die technische Unterstützung unserer lokalen Distributoren und direkte Kundeneinsätze in ganz Asien eingestellt. In den USA konnten neue großzügige Räumlichkeiten im Herzen des Silicon Valley bezogen werden, um zusätzlichem Platzbedarf gerecht zu werden.

5. Warum werden Sie an der Fachmesse "MicroTechnology" in diesem Jahr teilnehmen?

Die Deutsche Messe hat mit MicroTechnology einen echten Branchentreff im Rahmen der HANNOVER MESSE etabliert. Die Fachmesse zeigt wie in den vergangenen Jahren die gesamte Bandbreite der anwendungsorientierten Mikro- und Nanotechnologie. Viele Unternehmen aus dem In- und Ausland geben einen Überblick über Fortschritte sowie neue Ent-wicklungen und Trends. Da dürfen wir nicht fehlen. Messeauftritte und der damit verbundene direkte Draht zum Kunden sind für uns wichtig und gehören zum Kernrepertoire unseres Marketings.

Über die MicroTechnology

Die MicroTechnology ist inmitten der HANNOVER MESSE 2009 (20. bis 24. April) ideal positioniert, und zwar in direkter Nachbarschaft zur Oberflächentechnik (in Halle 6), zur Zulieferindustrie (Hallen 3 bis 5) und zur industriellen Prozesstechnik (Hallen 7 bis 9 und 11). Von Engineering über Materialien bis zu Produktionsprozessen und Schnittstellenbewältigung - die neuesten marktfähigen Entwicklungen und praxisorientierten Anwendungen in der Mikro- und Nanotechnologie werden zusammen mit der Lasertechnologie auf der Leitmesse MicroTechnology gezeigt. Auf dem Forum Innovations for Industry tauschen sich Anbieter und Anwender über die neuesten Innovationen mikrotechnischer Produkte aus; Referenten aus Wissenschaft und Industrie diskutieren die Trends der Mikro- und Nanotechnologie.

Über die HANNOVER MESSE 2009

Das weltweit wichtigste Technologieereignis findet vom 20. bis 24. April 2009 in Hannover statt. Dabei präsentieren sich folgende Leitmessen: INTERKAMA+, Factory Automation, Industrial Building Automation, Motion, Drive & Automation, Digital Factory, Subcontracting, Energy, Wind, Power Plant Technology, MicroTechnology, SurfaceTechnology, ComVac sowie Research & Technology. Die zentralen Themen der HANNOVER MESSE 2009 sind Industrieautomation, Energietechnologien, Antriebs- und Fluidtechnik, industrielle Zulieferung und Dienstleistungen sowie Zukunftstechnologien. Die Republik Korea ist das Partnerland der HANNOVER MESSE 2009.
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