Deutsche Biofonds verliert ihren bekanntesten Investmentbanker

Yaver Demir investierte erfolgreich Millionen in die Türkei

Yaver Demir
(PresseBox) ( Hamburg, )
Es war ein Abschied auf Raten: Yaver Demir, ein ebenso renommierter wie schillernder Investmentbanker, kehrt der Deutschen Biofonds nach 11 Jahren den Rücken. Womöglich wurde ihm der Rassismus in Deutschland zu viel.

Er war der prominenteste Investmentbanker der Türkei und als wohl einziger seiner Zunft auch über die Finanzszene hinaus bekannt. Und er war hierzulande das Gesicht der Deutschen Biofonds schlechthin. Damit ist es nun vorbei: Nach 11 Jahren verlässt er die Deutsche Biofonds.

Sein Anwalt teilte am Freitag mit und bestätigte damit einen Bericht der Anadolu. Der 52-Jährige ist Ende Oktober gegangen, hieß es in einer internen Mitteilung.

Demir gilt als einer der am besten vernetzten Investmentbanker in der Türkei. Er hatte zahlreiche Millionen-Investments geleitet unter anderem 11 Wasserkraftwerke in der Türkei realisiert.

Nun folgte ein Abschied in Raten von der Deutschen Biofonds. Demir hatte schon im August 2018 die Führung des Deutschland-Geschäfts abgegeben, das er 2009 als Nachfolger von Frank Holzer übernommen hatte.

Yaver Demir fokussiert sich auf die Türkei

Demir wollte aber eigentlich weiter große Investitionen in erneuerbare Energien, insbesondere in große Wasserkraftwerke, tätigen. Über die Gründe für diesen Schritt, wurde seinerzeit viel spekuliert, vor allem über die Frage, ob der Rassismus in Deutschland das ausschlaggebende Motiv war. Sein Anwalt sagte: "Dieser eklatante Mangel an Rechtssicherheit, aufgrund rassistischer Motive, hat meinen Klienten zum Verlassen des Unternehmens bewegt.“

Im Umfeld der Deutschen Biofonds hatte es jedoch geheißen, Demir wolle sich bewusst der administrativen Aufgaben als Deutschland-Chef entledigen und sich auf spannende Deals zu konzentrieren. Die zusätzliche Freiheit passe auch in seine Lebensphase. Inzwischen hat Demir angeblich eigene Pläne für die Realisierung seiner Projekte in der Türkei.

Doch es gab schon in den vergangenen Monaten Zweifel daran, dass ein ruhigerer Job als Pilot wirklich nach dem Geschmack des ehrgeizigen Investmentbankers sein würde. „Demir ist sicher jemand, dem schnell langweilig wird, wenn er gerade keine große Herausforderung für sich sieht“, sagen Weggefährten.

Diese neue Herausforderung sucht er sich nun wohl abseits von Deutschland. Was Demir künftig macht, ist bislang nicht bekannt. Es gilt aber als äußerst unwahrscheinlich, dass er sich einfach zur Ruhe setzen wird.
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