Zwischen Wareneingang, Qualitätskontrolle, Labor, Produktion und Archiv bewegen sich täglich zahlreiche Sendungen und Betriebsmittel. Viele dieser Transporte laufen weiterhin über Telefonabsprachen, Sammelrunden oder manuelle Übergaben. Gerade in regulierten Umgebungen führt das zu Suchaufwand, unklaren Verantwortlichkeiten und verlängerten Durchlaufzeiten.
Während Produktionsprozesse in der Pharmaindustrie bereits stark automatisiert sind, bleibt die interne Laborlogistik deshalb häufig ein unterschätzter Engpass.
Wo in der Laborlogistik Zeit verloren geht
Ein typischer Prozess beginnt bereits beim Eingang von Proben oder Materialien. Diese werden angenommen, registriert, intern weitergeleitet und später zwischen Laborbereichen oder Fachabteilungen transportiert. Parallel bewegen sich Freigabedokumente, Prüfunterlagen, Verbrauchsmaterialien oder Laborgeräte durch das Unternehmen.
Kritisch wird es dort, wo Informationen vom eigentlichen Materialfluss getrennt sind. Mitarbeitende suchen Proben, Rückfragen laufen telefonisch, Übergaben werden nicht dokumentiert oder Materialien warten auf Abholung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Zustellhistorien und interne Qualitätsprozesse. Besonders bei zeitkritischen Prüfungen verlängern sich dadurch Bearbeitungszeiten unnötig.
Inhouse Logistik schafft Transparenz zwischen Labor und Fachbereichen
Moderne Laborlogistik setzt deshalb auf digitale Steuerung statt auf Sammeltransporte. Mit der COSYS Inhouse Logistik Software werden Transporte, Übergaben und interne Zustellungen zentral gesteuert und dokumentiert. Bereits beim Eingang werden Sendungen mobil per Smartphone oder MDE erfasst und direkt dem Zielbereich zugeordnet. Jede Bewegung erhält einen Status, Zeitstempel und eine Historie. Dadurch entsteht Transparenz darüber, welche Probe, welches Material oder welches Dokument sich aktuell an welchem Prozessschritt befindet. Gerade für Pharmaunternehmen entstehen dadurch konkrete Vorteile: geringerer Suchaufwand, nachvollziehbare Übergaben und kürzere interne Transportzeiten. Zusätzlich lassen sich Betriebsmittel, Laborgeräte oder Leihkomponenten über Asset Tracking innerhalb derselben Plattform verwalten.
Smart Locker beschleunigen Übergaben ohne zusätzliche Laufwege
Besonders interessant wird die Digitalisierung bei Übergaben zwischen Fachbereichen. Statt Materialien persönlich zu übergeben oder mehrmals Zustellversuche zu starten, können Sendungen automatisiert über COSYS Smart Locker bereitgestellt werden. Mitarbeitende erhalten nach Einlagerung automatisch eine Benachrichtigung und entnehmen Materialien oder Unterlagen per QR-Code, PIN oder Mitarbeiterausweis. Dadurch entstehen weniger Unterbrechungen im Laboralltag und deutlich kürzere Wartezeiten. Gleichzeitig bleibt jede Einlagerung und Entnahme dokumentiert. Für Pharmaunternehmen mit mehreren Laborbereichen oder komplexen Freigabeprozessen entsteht dadurch ein nachvollziehbarer Materialfluss ohne zusätzliche organisatorische Belastung.
Aus Logistikdaten werden bessere Entscheidungen
Die Beschleunigung entsteht nicht allein durch digitale Erfassung. Über Dashboards und Business Intelligence lassen sich Durchlaufzeiten, Transportaufkommen und Engpässe sichtbar machen. Verantwortliche erkennen dadurch, welche Bereiche besonders lange Übergabezeiten verursachen oder wo zusätzliche Optimierung möglich ist. So entwickelt sich Laborlogistik vom internen Transportprozess zu einem steuerbaren Bestandteil der gesamten Wertschöpfung.
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