Unternehmensnachfolge und demografischer Wandel

Warum sich unsere mittelständische Unternehmensstruktur in den nächsten 10 Jahren dramatisch verändern wird

(PresseBox) ( Frankfurt, )
Die westlichen Gesellschaften stehen vor der Herausforderung ihre Rentensysteme aufgrund des demografischen Wandels anzupassen. Aber nicht nur das, es verändert sich auch die Struktur des Mittelstandes.

Tausende mittelständische Unternehmer suchen händeringend einen Nachfolger und müssen ihr Unternehmen schließen, weil keine Lösung in Sicht ist einen Nachfolger zu gewinnen.
  • 2010 wurden in Deutschland 0.744 Mio. Bürger 65 Jahre alt
  • 2019 wurden in Deutschland 1.023 Mio. Bürger 65 Jahre alt 
  • 2025 werden in Deutschland 1.2 Mio. Bürger 65 Jahre alt 
  • bis 2030 werden dann ca. 1.3 Mio. Bürger 65 Jahre alt
Dies bedeutet:
  •  bis Ende 2030 werden ca. 12 Mio. Bürger 65 Jahre alt 
  •  bis Ende 2025 werden ca. 5.6 Mio. Bürger 65 Jahre alt.
Jeder erlebt heute diese Entwicklung, die sich in den nächsten 5 Jahren noch verstärken wird im Alltag - plötzlich ist der Hausarzt in Rente, der Tischler hat sein Unternehmen geschlossen, etc. In der Folge finden wir kaum noch Metzger, Bäcker und andere Dienstleister/Handwerker - nur noch "Fleisch- und Backfabriken".

Hinzu kommt die Entwicklung, dass die junge "Gründergeneration" ausfällt, da sie lieber in einem größeren Unternehmen arbeitet, als die Anstrengungen einer Unternehmensgründung oder Fortführung auf sich zu nehmen - dies soll hier nicht wertend gemeint sein. 

Welche Szenarien kann man sich hier für die Zukunft vorstellen?
  • pessimistisch - der Mittelstand reduziert sich auf wenige große Unternehmen - mit all seinen negativen bekannten Folgen - s.o.
  • optimistisch - der Mittelstand konsolidiert sich und es wird mehr größere Mittelständler geben die überregional agieren und stark genug sind sich im Markt durchzusetzen 
Andere Auswirkungen am Beispiel des IT-Mittelstandes (0,8 Mio. € - 20 Mio.€ Umsatz):
  • gleichzeitig kommen viele IT-Unternehmen "auf den Markt"
  • die Verkaufspreise geraten weiter unter Druck durch die neue Konkurrenzsituation
  • neue "Zusammenschlüsse" von mittelständischen IT-Unternehmen, werden den Marktteilnehmern zunehmend erfolgreich Wettbewerb machen könen, weil sie auf Grund der Unternehmensgröße attraktiver für Endkunden werden - zumindest erhalten diese zunehmend die Möglichkeit ein Angebot abzugeben
  • es besteht weiter der Trend, dass sich Marktbegleiter in vertikalen "nahen" Branchen einmischen und durch Geschäftsaufgaben von Marktteilnehmern schnell Marktanteile gewinnen 
  • die Kunden von IT-Mittelständlern werden zunehmend sensibler gegenüber ihren Softwarelieferanten werden und vor einer neuen Investition fragen, ob es schon eine Nachfolgelösung gibt und sich ggfls. für einen neuen Softwarepartner entscheiden
  • die notwendigen anstehenden Investitionen der IT-Unternehmen in KI, SaaS, Security, etc. können  IT-Unternehmer vor der "Rente" zunehmend zur Herausforderung werden, denn wer möchte vor seiner Rente noch investieren? Dies kann einen negativen Einfluß auf einen geplanten Unternehmensverkauf haben.
Vor diesen Fakten sollten Mittelständler nicht die Augen verschließen, sondern Ihre Nachfolge-thematik aktiv in die Hand nehmen. Dabei sollten die Unternehmer tunlichst die bekannten "Fettnäpfchen" auslassen.

Folgende Erfahrungen sind in der Branche bekannt:
  • viele IT-Unternehmer gehen die Nachfolgelösung zu spät an (im Alter von 65 Jahren) und unterschätzen den Aufwand der für eine erfolgreiche Transaktion notwendig ist
  • sie kennen nicht die Vorraussetzungen/Prozesse die sie erfüllen müssen, um überhaupt verkaufbar zu sein
  • haben keine realistische Vorstellung vom Kaufpreis (i.d.R. völlig überhöhte Vorstellungen)
  • suchen nicht sorgfälltig genug ihren "Berater" für dieses wichtigste "Projekt" ihres Berufslebens aus
  • haben keine realistische Sicht auf ihr Unternehmen.
Die Beschäftigung mit dem Thema Nachfolge ist ein sehr emotionales Thema. Viele Fragen stellen sich die Unternehmer, wie z.B.
  • was kommt danach?
  • bleibt mein Unternehmen so bestehen?
  • was passiert mit meinem Mitarbeitern und Kunden?
  • was mache ich mit meinem Verkaufserlös?
  • wie gestalte ich mein zukünftiges Leben?
  • komme ich ohne Arbeit aus?
Gerade deshalb ist es so wichtig sich rechtzeitig  diesem Thema zu nähern, d.h. nach unserer Empfehlung 7-5 Jahre vor dem Verkauf. 
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