Eine fundierte berufliche Orientierung ist essenziell, um Jugendlichen die Vielfalt der Arbeitsmöglichkeiten aufzuzeigen und sie dabei zu unterstützen, einen Weg zu finden, der ihren individuellen Talenten und Ambitionen gerecht wird. Die Wünsche von Eltern und ihres Nachwuchses sind dabei häufig ähnlich: Einen Beruf finden, der sowohl den eigenen Interessen entspricht als auch Zukunftssicherheit und ein gutes Einkommen verspricht. Mütter und Väter haben daher großen Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder und können sie unterstützen, indem sie Gespräche über verschiedene Berufsfelder anregen, Kontakte zu Beratungsstellen herstellen oder Unternehmen kontaktieren, die Praktika oder Schnuppertage anbieten. Empfehlenswert sind zudem gemeinsame Besuche von Berufsmessen und die Nutzung digitaler Angebote zur Selbsterkundung.
Welcher Beruf passt zu mir?
Im schulischen Umfeld sind berufskundliche Informationsangebote inzwischen unverzichtbar. Hierzu zählt das Bildungsprogramm COACHING4FUTURE, das von Mittwoch bis Freitag, 15. bis 17. Juli 2026, das Kepler-Gymnasium in Freudenstadt und am Mittwoch und Donnerstag, 22. und 23. Juli 2026, das Martin-Gerbert-Gymnasium in Horb mit einem Coaching-Team besucht. Direkt im Klassenzimmer erkunden die Experten mit angemeldeten Schulklassen nach dem Erlebnis-Lern-Prinzip Berufe aus dem MINT-Spektrum. Gemeinsam helfen die Baden-Württemberg Stiftung, der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit auf diese Weise Schülerinnen und Schüler dabei, einen Beruf zu finden, der zu ihnen passt.
Technik verstehen – Zukunft gestalten
Die Coaches, Lebenswissenschaftlerin Katharina Mascha, Pädagogin Fiona Albrecht, Chemikerin Cornelia Mittag und Biotechnologe Tobias Puzicha, bieten eine lebendige Berufsorientierung, die über trockene Theorie hinausgeht. In einem interaktiven Vortrag räumen sie mit Vorurteilen auf und präsentieren aktuelle technologische Entwicklungen aus den Bereichen Medizin, Umweltschutz, Mobilität, Lifestyle oder Wohnen. Die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe experimentieren mit Technikexponaten und Demonstratoren. Dabei erleben sie direkt, wie Naturwissenschaften und Technik eingesetzt werden, um innovative neue Produkte oder Anwendungen zu entwickeln. Die Präsentation zeigt, welche konkreten Aufgaben MINT-Fachkräfte in diesen Bereichen übernehmen und wie junge Menschen durch ihre Arbeit an der Lösung wichtiger gesellschaftlicher Aufgaben mitwirken. Die Klasse bestimmt zu Beginn selbst, welchen Themenbereiche sie vertiefen möchte.
Robotik, Forensik und Umweltschutz: Einblicke in MINT-Berufe
Ergänzend zum Mitmachvortrag geben die Coaches den Schulklassen in Freudenstadt und Horb in praxisorientierten Workshops Einblicke in MINT-Berufsfelder: Im Bereich Robotik werden durch das geschickte Kombinieren von Funktionsmodulen informationstechnische Logik und Automatisierungsprozesse vermittelt. Wie die Forensik naturwissenschaftliche Laboranalysen und digitale Technologien zur Lösung von Kriminalfällen anwendet, demonstrieren die Coaches in einer fiktiven Mordermittlung. Ein umweltbezogenes Escape-Game thematisiert zudem die Rolle von Technik und Ingenieurwesen im Umweltschutz. Die Formate machen wissenschaftliche Inhalte erlebbar und zeigen damit die Vielfalt von Berufsbildern auf.
Berufswahl: Von der Stärkenanalyse zum Ausbildungs- oder Studienplatz
Die Wahl eines Berufs stellt Jugendliche und ihre Eltern oft vor große Herausforderungen. Wo liegen die Talente, welcher Weg ist der richtige? Um diesen Prozess zu erleichtern, bündelt die Plattform www.coaching4future.de zahlreiche Hilfsmittel. Mit dem interaktiven „Karrierenavigator“ können junge Menschen ihre Interessen testen und mit passenden Bildungswegen in der dualen Ausbildung, an Berufskollegs oder an Hochschulen abgleichen. Praktische Tipps helfen Familien, überzeugende Bewerbungen zu verfassen. Das Portal schlägt außerdem eine Brücke zur Praxis, indem Netzwerkunternehmen dort ihre freien Ausbildungs- und dualen Studienplätze aus den MINT-Fächern präsentieren.
Die Baden-Württemberg Stiftung
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungs-bewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. Mehr Informationen unter: www.bwstiftung.de
SÜDWESTMETALL
Der Arbeitgeberverband SÜDWESTMETALL ist der starke Partner für die Metall- und Elektroindustrie (M+E) in Baden-Württemberg. Er ist die Klammer der etwa 900 tarifgebundenen Betriebe mit ihren mehr als 500.000 Mitarbeitern – dies sind knapp 60 Prozent aller M+E-Beschäftigten im Südwesten. Bildung ist eine der wichtigsten Säulen der Verbandspolitik zur Fachkräftesicherung und dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der M+E-Industrie. SÜDWESTMETALL engagiert sich deshalb für die Stärkung der MINT-Bildung mit einer Fülle von Projekten in den Bereichen Kindergarten, Schule, Hochschule und Lehrkräftefortbildung. Mehr Informationen unter: www.suedwestmetall.de und www.suedwestmetall-macht-bildung.de
Bundesagentur für Arbeit
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erfüllt für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen und Institutionen umfassende Dienstleistungsaufgaben für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Zur Erfüllung dieser Dienstleistungsaufgaben steht bundesweit ein flächendeckendes Netz von Arbeitsagenturen und Geschäftsstellen zur Verfügung. Zu den wesentlichen Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit gehören unter anderem die Berufsorientierung, die Berufsberatung sowie die Vermittlung in Ausbildungs- und Arbeitsstellen. Mehr Informationen unter: www.arbeitsagentur.de
Zugunsten einer besseren Verständlichkeit wird in diesem Dokument teilweise auf die weibliche bzw. männliche Sprachform verzichtet oder eine geschlechtsneutrale Formulierung gewählt. Die Unterschiede in der Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern sind jedoch durchgängig berücksichtigt. Im Sinne der Gender Mainstreaming-Strategie der Bundesregierung vertritt die Baden-Württemberg Stiftung ausdrücklich eine Politik der gleichstellungssensiblen Informationsvermittlung.