Bundesrat lehnt Abschaffung der vermiedenen Netznutzungsentgelte ab

B.KWK begrüßt Beschluss des Bundesrates (Netzentgeltmodernisierungsgesetz)

(PresseBox) ( Berlin, )
Am 10. März 2017 hat der Bundesrat in seiner Sitzung die von der Bundesregierung vorgesehene Abschaffung der vermiedenen Netznutzungsentgelte (vNNE) für dezentrale steuerbare Anlagen abgelehnt. Der Bundesrat wendet sich mit diesem Beschluss gegen den Gesetzesentwurf der Bundesregierung und folgt damit auch der Kritik des B.KWK.

Der B.KWK begrüßt ausdrücklich diesen Beschluss des Bundesrates. Bereits zuvor hatte der Bundesverband in seiner Stellungnahme die Abschaffung der vermiedenen Netznutzungsentgelte für KWK-Anlagen abgelehnt.

Dezentrale Erzeugung in flexiblen KWK-Anlagen wirkt netzentlastend und kostensenkend. Auch zu kritischen Zeitpunkten – wenn die Strommengen aus Erneuerbaren Energien zu gering sind – speisen dezentrale KWK-Anlagen Strom in das Netz ein. Durch die Einspeisung in untere Netzebenen werden darüber liegende Netze entlastet und es muss weniger Strom übertragen werden. Hierdurch sind auch die entgegen dem Stromfluss zu wälzenden Netzentgelte für die Nutzung vorgelagerter Netze entsprechend geringer. Folglich werden durch die vNNE die durch die dezentrale Einspeisung entstehenden Entgelteinsparungen lediglich wieder an die dezentralen Erzeuger zurückgegeben.

Auch der Bundesrat sieht in nicht-volatilen dezentralen Erzeugungsanlagen wie der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) „einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung und Entlastung der Netze“. Aus Sicht des B.KWK ist diese Auffassung überaus begrüßenswert, da sie die Bedeutung der KWK für die Energiewende verdeutlicht. Ein zusätzliches Entgelt für vermiedene Netznutzung für die volatile Erzeugung durch Photovoltaik (PV) oder Windkraft ist dagegen gemäß dem Bundesrat nicht gerechtfertigt.
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