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EUR/USD-Analyse: Deflation weiter auf dem Vormarsch

(PresseBox) (Berlin, )
Hört man den Herren der EZB zu, so könnte der Eindruck aufkommen, es gebe keine größere Schwierigkeit in Europa als die Deflation. Ungeachtet der Flüchtlingskrise und des drohenden Brexits sinken die Preise in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. Die EZB bleibt nicht untätig und pumpt monatlich 60 Milliarden Euro als frisches Geld in die Märkte und signalisiert sogar die Bereitschaft, das QE-Programm wenn nötig auszuweiten. In dieser Hinsicht dürfen wir uns auf die Sitzung am 10. März freuen. Erfahrungsgemäß erhoffen sich die Markteilnehmer wenn nicht konkrete Pläne, so zumindest Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Zentralbank.

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

Hier geht es zum Chart!

Rückblick

Der EUR/USD notierte am letzten Mittwoch, dem Beginn unseres Betrachtungszeitraums, bei 1,1000. Er konnte sich am Mittwochvormittag etwas von dieser Marke lösen und bis an die 1,1050 laufen. Hier setzte er zunächst leicht zurück. Am Donnerstag kam es dann zu einem erneuten Angriff auf die 1,1050, der aber ebenfalls scheiterte. Erst am Freitag konnte sich der EUR/USD über die 1,1050 schieben, allerdings nicht lange und vor allem nicht nachhaltig. Bereits am Freitagvormittag kam es zu einem größeren Rücksetzer, der bis zur 1,1000 reichte. Diese Marke wurde dann am Nachmittag deutlich unterschritten. Das Währungspaar lief die 1,0910 an. Erst in diesem Bereich konnte es sich stabilisieren und zum Handelsende hin wieder etwas steigen. Diesen Montag setzte sich die Erholung bis an die 1,0961 fort. Hier begann dann erneut eine Schwächephase und der EUR/USD sackte unter die 1,0900 ab. Er konnte sich am Dienstag nicht wesentlich erholen, sondern gab eher noch nach und bildete am Nachmittag sein Wochentief aus.

Das Wochenhoch lag deutlich unter dem des vorherigen Betrachtungszeitraums. Der EUR/USD konnte sich nicht wesentlich von der 1,1050 nach oben lösen. Diese Aufwärtsbewegung hätte das Chartbild zumindest kurzfristig aufgehellt. Stattdessen kam es zu weiteren Kursverlusten. Diese sind deshalb beklagenswert, weil die Rücksetzer sowohl unter die 1,0945 als auch unter die 1,0900 führten. Selbst der Bereich 1,0880 hat nicht gehalten. Dieses Kursbild unterstreicht, dass der Ausbruch an die 1,1376 nur ein Ausbruchsversuch war, mehr leider nicht. Die Wochen-Range lag zwar über der des vorherigen Betrachtungszeitraums, war aber unterdurchschnittlich.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR/USD mit dem Überwinden der 1,1020/25 bis zur 1,1065/70 laufen könnte. Bereits hier hatten wir mit Rücksetzern gerechnet. Diese kleine Aufwärtsbewegung hat sich eingestellt, das Kursziel wurde exakt getroffen. Das Setup hat auf der Oberseite damit perfekt gepasst. Die Rücksetzer führten unter die 1,0945 und erreichten im Nachgang auch die 1,0880. Dies entsprach unserer Einschätzung. Nicht richtig war die Erwartung, dass diese Rücksetzer zeitnah zurückgekauft werden würden. Diese Erholung hat sich nicht eingestellt, die Abwärtsbewegung war solide.

Wochenhoch*: 1,1068 Vorwoche 1,1180

Wochentief*: 1,0834 Vorwoche 1,0989

Wochen-Range*: 234 Pips Vorwoche 149 Pips

*Betrachtungszeitraum 24.02.2016 bis 01.03.2016

Wie könnte es weitergehen?


Euro-WS: 1,0931/85...1,1016/67...1,1119/49/96...1,1226/64...1,1312/33/92

Euro-US: 1,0879/46/22...1,0793/67/27...1,0604

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

Box-Bereich: 1,1580 bis 1,0558

Tagesschlusskurs-Marken: 1,1120 und 1,0708

Intraday-Marken: 1,1017 und 1,0883

Range: 1,2355 bis 1,0223

Euro-Chart

Der Ausbruch vor einigen Wochen an die 1,1376 kann, bedingt durch die Rücksetzer unter die 1,0945, als Fehlausbruch interpretiert werden. Dem EUR/USD ist es nicht gelungen, sich beispielsweise an der 1,1050 zu fangen und wieder nach oben zu laufen. Der Rücksetzer unter die 1,0880 hat bearishen Charakter. In den kommenden fünf Handelstagen stehen wieder einige wichtige Wirtschafts- und Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Denkbar ist, dass sich der EUR/USD in den kommenden Handelstagen in den Wartemodus begibt. Die EZB tagt in der nächsten Woche erneut und die Anleger erwarten sowohl eine weitere Zinssenkung als auch eine Ausweitung des Aufkaufprogramms. Beides könnte den Euro weiter schwächen. In der Folgewoche tritt die Fed zusammen, um weitere Maßnahmen der US-Geldpolitik zu beschließen oder auch nicht zu beschließen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der EUR/USD in den nächsten beiden Handelswochen wieder verstärkt unter dem Einfluss der Geldpolitik stehen wird.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Der EUR/USD könnte versuchen, sich als erstes wieder über die 1,0880 zu bewegen. Dies wäre das Minimalziel, das wir erwarten. Schafft er dies, so könnte er als nächstes die 1,0900/05 und anschließend die 1,0945/50 anlaufen. An beiden Marken besteht die Möglichkeit, dass sich Rücksetzer einstellen und die Aufwärtsbewegung beendet ist. Erreicht der EUR/USD die 1,0945 in dynamischen Impulsen, so könnte er danach auch bis zur 1,0995/1,1005 laufen. Hier könnten gegebenenfalls Rücksetzer beginnen. Mit einem Überwinden der 1,1000 wären die nächsten Anlaufziele bei 1,1025/28 und dann bei 1,1068/72 zu suchen. Sollte der EUR/USD so weit kommen, gehen wir davon aus, dass hier die Aufwärtsbewegung ausläuft. Wir erwarten nicht, dass sich in den kommenden fünf Handelstagen nachhaltige Notierungen jenseits der 1,1070 einstellen.

Sollte der EUR/USD unter die 1,0824 rutschen, wäre damit der Weg an die 1,0802/1,0795 sowie an die 1,0770/67 frei. Sollte er die 1,0767 anlaufen, so bestünde in diesem Bereich die Chance auf eine Erholung, die aber nicht unbedingt dynamisch ausgeprägt sein muss. Hält die 1,0767 nicht, so wären im Nachgang die 1,0724/19 und die 1,0700/1,0692 die nächsten relevanten Anlaufziele. Wir erwarten aber nicht, dass es in den kommenden fünf Handelstagen zu nachhaltigen Notierungen unter 1,0692 kommt.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigen Veröffentlichungen der nächsten sieben Tage:

• 03.03.2016 – US-ISM-Dienstleistungsindex (Feb.)

• 03.03.2016 – DE, ES, FR, IT: Einkaufsmanagerindizes (Feb.)

• 04.03.2016 – US-Gehaltsabrechnungen ex Agrar (Feb.)

• 04.03.2016 – US-Arbeitslosenquote (Feb.)

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Im Namen von Admiral Markets wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Ihr Jens Chrzanowski

Geschäftsführer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH

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Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke „Admiral Markets“ in Deutschland aktiv – ab dem 16. Juni 2014 unter dem neuen Dach „Admiral Markets UK Ltd“. Der Kundenservice betreut seine Kunden aus Berlin umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten. THINK GLOBAL – ACT LOCAL, einer der Leitsätze des Brokers, wird konsequent umgesetzt: mit der globalen Power die Bedürfnisse der lokalen Kunden befriedigen und die Erwartungen übertreffen. Deshalb steht für Deutschland beispielsweise der DAX-Handel im Fokus, mit den günstigsten Konditionen für den DAX30-CFD am Markt. Devisen- und CFD-Handel über die weltweit beliebteste Handelssoftware MetaTrader, zu bestmöglichen Konditionen bei bestmöglicher Absicherung – damit überzeugt Admiral Markets UK Ltd.

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