Was uns Bienen über unsere Arbeit lehren!

Kapitel 4: Vom Umgang mit Fehlern und Problemen

Wachsproduktion
(PresseBox) ( Chemnitz, )
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Sabiene meldet sich heute aus der Fertigung: !


Ich hatte gerade meine Frühstückspause im Außengelände der Firma beendet, als ich beim Durchfliegen der Fertigungshalle einen Kollegen in heller Aufregung erlebe. Ich fliege zu seiner Maschine und schaue über seine Schulter. Was ich sehe, sieht selbst für mich, als technisch nicht ausgebildete Biene, hässlich aus. Die schöne, vorgefräste Struktur hat eine große, unbeabsichtigte Schramme erhalten. Passiert sowas bei unseren Waben werden ganz schnell ein paar Kollegen gerufen, die Wachsproduktion wird gestartet, und der Schaden ist im Nu wieder behoben.

Menschen haben es da schwerer. Erst mal muss man klären, ob eine Reparatur per schweißen vom Kunden überhaupt akzeptiert wird, und dann muss das Teil schnellstens zur Schweißerei. Gut, wenn man dann Partner hat, die unverzüglich weiterhelfen. Schon zwei Stunden später konnte das Teil wieder auf die Maschine. Und dann liefen alle weiteren Programme vorzüglich ab. Am Ende ist die
Reparatur genauso gut geworden, wie wir Bienen sie auch geschafft hätten. Aber wir brauchen dazu nicht mal Hilfe von außen. Selbst ist die Biene !

Von den Bienen lernen:

Wie bauen Bienen Waben?

Ein Bienenstock besteht aus mehreren Waben, die sich wiederum aus einer großen Anzahl aus sechseckigen Zellen zusammensetzen. Baustoff für Bienenwaben ist Wachs. Dieses produzieren Bienen mit sogenannten Wachsdrüsen im hinteren Teil ihres Körpers. Bei Stockbienen sind diese rund zehn Tage nach dem Schlupf vollständig entwickelt. Nun heißt es: Schwitzen! Denn das Wachs „schwitzen“ die Bienen buchstäblich in Form von dünnen Wachsplättchen aus den Drüsen aus. Diese Wachsplättchen sind durchsichtig und ungefähr so groß wie eine menschliche Haarschuppe.

Wachs: ein Baustoff aus der Eigenproduktion

Für die Wachsproduktion hängen sich die Baubienen nun eng und traubenförmig senkrecht aneinander und bauen von oben nach unten wachsend die Waben. Die einzelnen Wachsschuppen fangen sie dabei mit ihrem Hinterfuß auf und schieben sie sich in den Mund. Mit ihren Mundwerkzeugen kauen sie diese nun ordentlich durch und vermischen sie mit ihrem Drüsensekret. Die vorgekauten Wachsschuppen fügen die Bienen dann am Rand den vielen anderen hinzu, sodass Wände entstehen.

Was können wir lernen?

Die Bienen haben also ihr "Reparaturset" immer gleich zur Hand. Das selbst produzierte Wachs kann auch Fehler schnell ausgleichen.

Wir können nur schauen, dass Fehler vermieden werden und gute Partner suchen, die im Notfall ganz schnell weiterhelfen können. Verständnisvolle Kunden sind dabei auch sehr hilfreich, denn wer arbeitet macht auch Fehler!
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