Im Rahmen der Technischen Informationsveranstaltung (TIV) am 28. und 29. April 2026 schulten die Experten der W.S. Werkstoff Service GmbH gemeinsam mit dem VPI (Verband der Güterwagenhalter e.V.) Techniker und Werkstattmitarbeiter aus in- und ausländischen Unternehmen im Bereich der ZfP im Eisenbahnsektor.
Regelwerke, Grenzen und praktische Anwendung der ZfP
Im Mittelpunkt standen die relevanten Regelwerke sowie die Anwendbarkeit und Grenzen zerstörungsfreier Prüfverfahren bei der wiederkehrenden Inspektion und Instandhaltung von Radsatzkomponenten. Darüber hinaus wurden aktuelle Erkenntnisse aus Schadensuntersuchungen präsentiert und deren Konsequenzen für die ZfP-Praxis erörtert.
Dr. Ingo Poschmann, Geschäftsführer der W.S. Werkstoff Service GmbH, referierte unter anderem zu thermischen Ermüdungsschäden an Eisenbahnrädern und leitete daraus praxisrelevante Schlussfolgerungen ab. Weitere Themen seines Vortragsblocks waren Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in der ZfP und verglich verschiedene Eigenspannungsmesssysteme.
Dr. Martin Gumbiowski gab einen Überblick über anwendbare Normen und Regelwerke im europäischen Eisenbahnsektor und stellte Unterschiede zur nordamerikanischen Praxis (AAR-Regelwerk) dar.
Dr.-Ing. Lorenz Gerke zeigte auf, welche Erkenntnisse aus Eisenbahnunfällen gewonnen werden können und welchen Beitrag diese zur Vermeidung zukünftiger Schadensfälle leisten – unter anderem auf Basis von Berichten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung.
Ausblick auf die nächste Veranstaltung
Die nächste Technische Informationsveranstaltung zur zerstörungsfreien Prüfung im Eisenbahnsektor findet am 28. und 29. Oktober 2026 in Oberhausen statt.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://vpihamburg.de/de/events/zfp-informationsveranstaltung-2026-1_3868