Bis 2040 wird erwartet, dass sich das weltweite Passagieraufkommen mehr als verdoppelt. Dennoch betreiben viele Flughäfen nach wie vor über 30 voneinander isolierte Systeme für die Bereiche
Terminal-, Land- und Luftseite. Diese mangelnde Integration erschwert die reibungslose Zusammenarbeit, begrenzt die operative Effizienz und macht schnelle, datenbasierte Entscheidungen in Echtzeit deutlich schwieriger. Gleichzeitig stehen Flughäfen unter wachsendem Druck. Einerseits müssen sie ihre Netto-Null-Ziele bis 2050 erreichen, andererseits steigen die Energiekosten, die heute bereits 10–15 % der Betriebskosten (OPEX) ausmachen.
Aufbauend auf AVEVA-Software vereint IPOC Energie, Automatisierung und industrielle Intelligenz in einer einzigen Betriebsplattform, die die meisten Flughafensysteme, Stakeholder und kritischen Prozesse miteinander verknüpft. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
- Operative Exzellenz am Flughafen: IPOC bietet eine durchgängige, vernetzte Sicht auf Systeme der Luftseite, des Terminals und der Landseite, einschließlich des operativen Kontexts über alle beteiligten Akteure hinweg. Dies verbessert die Koordination und erleichtert fundierte Echtzeitentscheidungen.
- Verbesserte Passagiererfahrung: Kontextbezogene Daten helfen Betreibern, Störungen schneller zu erkennen und frühzeitig zu priorisieren. So kann in kritischen Situationen schneller reagiert werden, was sich positiv auf den gesamten Betriebsablauf auswirkt.
- Energie- und Emissionsoptimierung: IPOC integriert Echtzeit-Energiedaten und relevante Betriebsinformationen, sodass der Energieverbrauch enger im tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden kann, ohne Einbußen bei Komfort oder Servicequalität.
- Skalierbarkeit und Standardisierung: Die vorlagenbasierte, objektorientierte Architektur beschleunigt die Einführung standardisierter Anlagenmodelle. Modelle können einmal erstellt und anschließend standortübergreifend wiederverwendet werden. Flughäfen können so terminalübergreifend standardisieren, ohne zusätzliche Kosten für die Modellierung zu verursachen.
So ersetzte am Flughafen Barcelona-El Prat eine ähnliche AVEVA System Platform 20 isolierte Systeme und erweiterte die Überwachung von 35.000 auf über 700.000 Signale. Die Plattform ermöglichte es dem Flughafen, den Betrieb der Terminals, der Gepäckabfertigung, der Klimatechnik und der Kraftwerke in einer einheitlichen Übersicht zusammenzufassen. Dadurch konnten Energie- und Ressourcenverschwendung reduziert und die Effizienz im gesamten Flughafenbetrieb verbessert werden. Dies war entscheidend für die Umsetzung umfangreicher Erweiterungen, darunter ein neues Terminal, eine Start- und Landebahn sowie ein Satellitengebäude, während gleichzeitig das Reiseerlebnis für über 29 Millionen Passagiere verbessert wurde.