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MARTE – Main ARmoured Tank of Europe

(PresseBox) (Düsseldorf, )
Der europäische Verteidigungssektor ist in eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Verteidigungsministerien im Bereich der Kampfpanzer eingetreten. Das vom Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) finanzierte Projekt MARTE (Main ARmoured Tank of Europe) ist weit mehr als ein Technologieprojekt, es ist ein Eckpfeiler für Europas strategische Autonomie und militärische Relevanz in hochintensiven Landkriegsführung.

MARTE zielt darauf ab, Europas zukünftigen Kampfpanzer als Gesamtsystem zu entwickeln, das die Schlachtfelder der Zukunft dominieren wird. MARTE setzt neue Maßstäbe in der multinationalen Fähigkeitsentwicklung, indem es die Anforderungen von insgesamt elf beteiligten europäischen Mitgliedstaaten (Deutschland (Führung), Belgien, Estland, Finnland, Griechenland, Italien, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Spanien und Schweden) harmonisiert und dabei Erkenntnisse aus aktuellen Konflikten einbezieht. Das ehrgeizige Gesamtziel des Projekts besteht darin, innerhalb von nur 24 Monaten das Preliminary Design Review (PDR) zu erreichen. 

Ein Jahr nach dem offiziellen Start im Dezember 2024 hat MARTE, koordiniert und geführt von der MARTE ARGE GbR – einem Joint Venture zwischen der KNDS Deutschland GmbH & Co. KG und der Rheinmetall Landsysteme GmbH – nun mit der Halbzeit einen wichtigen Meilenstein im Projektverlauf erreicht. Aufbauend auf dem soliden Fundament, das zu Projektbeginn gelegt wurde, kann das MARTE Konsortium erhebliche Fortschritte in technischen, organisatorischen und strategischen Bereichen innerhalb der letzten 12 Monate vorweisen.

Unter der Leitung des MARTE-Kernteams, bestehend aus MARTE ARGE GbR, KNDS Deutschland GmbH & Co. KG und Rheinmetall Landsysteme GmbH (alle aus Deutschland), Leonardo SPA (Italien), Indra Sistemas SA (Spanien) und SAAB AB (Schweden), ist es dem MARTE-Konsortium gelungen, mehrere technische Arbeitspakete abzuschließen und wichtige Liefergegenstände termingerecht bei der Europäischen Kommission, der „Granting Authority“, einzureichen. 

Zu den erzielten Ergebnissen gehören ein umfassendes Einsatzkonzept („CONOPS“) sowie ein vollständiger Anforderungskatalog für ein künftiges Kampfpanzersystem. Unter der Leitung von SAAB AB arbeiteten die Konsortialpartner eng mit den beteiligten Verteidigungsministerien zusammen. Diese gemeinsame Anstrengung führte zu einer konsolidierten und harmonisierten Ausgangsbasis, die die Bedürfnisse der beteiligten Verteidigungsministerien, dem zukünftigen Kunden, ausdrücklich berücksichtigt. Darüber hinaus führte das Konsortium unter der Leitung von Indra Sistemas S.A. eine umfassende Marktstudie durch. Zahlreiche Partner brachten ihr Fachwissen ein, um die Verfügbarkeit, die technologische Reife und die Leistungsfähigkeit relevanter Technologien und Subsysteme auf dem europäischen Verteidigungsmarkt gegenüberzustellen und zu bewerten.

Die eingereichten Arbeitsergebnisse wurden von der Europäischen Kommission formell bestätigt, und stellen damit eine solide Grundlage dar, um in die nächste Phase des MARTE-Projekts überzugehen. Diese Phase konzentriert sich auf die Design - und Architekturarbeiten zum MARTE-Kampfpanzer als Gesamtsystem und seiner Teilsysteme, wobei die KNDS Deutschland GmbH & Co. KG, die Rheinmetall Landsysteme GmbH und die Leonardo SPA die Federführung bei diesen Aktivitäten übernehmen. 
Die Midterm-Generalversammlung, welche im November 2025 in San Sebastián (Spanien) von der MARTE ARGE GbR ausgerichtet wurde, versammelte alle Konsortiumspartner sowie wichtige MARTE-Stakeholder. Über die Präsentation der bisher erzielten Arbeitsergebnisse hinaus bot die Veranstaltung Einblicke in laufende Aktivitäten, stellte die zielorientierte Ausrichtung aller Beteiligten auf dem Weg zum angestrebten Preliminary Design Review sicher und bekräftigte damit die Rolle von MARTE als eines der zentralen Projekte im Rahmen des EDF.

Die bisher erzielten Erfolge, die enge industrielle Zusammenarbeit in ganz Europa und das anhaltend aktive Engagement der beteiligten Verteidigungsministerien unterstreichen die Bedeutung von MARTE als eine entscheidende strategische Investition in die technologische Souveränität und Innovationskraft der europäischen Verteidigungsindustrie.

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