Auch die angekündigten kartellrechtlichen Schritte ersetzen keine echte Energie- und Standortstrategie.
Eine steuerfreie Prämie von 1.000 Euro für Beschäftigte ist für viele unserer Betriebe schlicht nicht finanzierbar. Was wir brauchen, sind dauerhafte Entlastungen bei Sozialabgaben, Lohnnebenkosten und Verwaltungsaufwand. Die geplante Einkommensteuerreform ab 2027 kann irgendwann helfen. Unsere Betriebe stehen aber jetzt unter Druck.
Während die Automobilindustrie umfangreiche Unterstützung erhält, fehlen für das Handwerk notwendige Impulse für Investitionen, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge – Themen, die für Brandenburgs regionale Wertschöpfung entscheidend sind.
Auch bei der Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung drohen zusätzliche Belastungen. Schon heute sind steigende Sozialabgaben ein Wettbewerbsnachteil für das personalintensive Handwerk. Die Beschlüsse setzen einzelne Signale, bleiben aber hinter dem zurück, was das Handwerk in Brandenburg dringend braucht. Ohne stabile und verlässliche Rahmenbedingungen wird es nicht gelingen, wirtschaftliche Stärke, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung langfristig zu sichern.“
Über den Handwerkskammertag Land Brandenburg
Der Handwerkskammertag Brandenburg ist ein Zusammenschluss der Handwerkskammern Cottbus, Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und Potsdam. Er vertritt die Interessen von rund 38.000 Handwerksbetrieben und ihren mehr rund 154.000 Beschäftigten (Stand 31.12.2024), die jährlich einen Umsatz von knapp 18,4 Milliarden Euro erwirtschaften.
Der Handwerkskammertag setzt sich für die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Handwerksbranche im Land Brandenburg ein und bündelt die Kräfte und Gemeinsamkeiten des Handwerks.
Weitere Informationen finden Sie unter:
- Handwerkskammer Cottbus: www.hwk-cottbus.de
- Handwerkskammer Frankfurt (Oder) - Region Ostbrandenburg: www.hwk-ff.de
- Handwerkskammer Potsdam: www.hwk-potsdam.de