"Den Markt für den Klimaschutz nutzen"

ZEW-Präsident Achim Wambach zum Emissionshandel

(PresseBox) ( Mannheim, )
Der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW in Mannheim, Prof.  Achim Wambach, Ph. D. , spricht sich in einem aktuellen Standpunkt dafür aus, den europäischen Emissionshandel auf die Sektoren Verkehr und Wärme auszuweiten, und in einem ersten Schritt deutschlandweit Emissionsmärkte dafür einführen. Der Verbrauch von Benzin und Diesel sowie das Heizen mit Öl oder Gas wären dann Teil des Emissionshandels. Preise für Benzin, Diesel, Öl und Gas würden dann vermutlich steigen, die Preise für Strom allerdings sinken, führt Wambach aus: „Das Klimakabinett der Bundesregierung will diesen Monat Maßnahmen festlegen, wie die Klimaziele, darunter das Bestreben den CO2-Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu verringern, eingehalten werden sollen. Dass ein Preis für CO2 kommen wird, scheint inzwischen Konsens. Idealerweise würde dies dadurch geschehen, dass die Sektoren Verkehr und Wärme, die derzeit nicht Teil des Europäische Emissionszertifikatehandels EU-ETS sind, dort mit einbezogen werden. Dafür müsste der Europäische Rat zustimmen, was zumindest kurzfristig nicht wahrscheinlich ist.
 In einem ersten Schritt sollte das Klimakabinett daher den Emissionshandel in diesen Bereichen zunächst in Deutschland einführen, wie es der Sachverständigenrat in seinem Sondergutachten zur Klimapolitik beschrieben hat. Diese Ausweitung des Emissionshandels auf die bisher nicht berücksichtigten Sektoren sollte mit einer Öffentlichkeitskampagne verbunden werden, die die Wirkungszusammenhänge erläutert. Wenn eine Person oder ein Unternehmen mehr CO2 emittiert, dann benötigt er oder es mehr Zertifikate, der Preis für die Zertifikate steigt, und der Emissionshandel sorgt so dafür, dass andere weniger emittieren. Die Gesamtmenge ist gedeckelt und auf die Klimaziele angepasst. Schlagzeilen wie 'SUV-Boom verschlechtert Umweltbilanz' wären dann von gestern.“
 Der Beitrag in voller Länge ist zuerst am 10. September 2019 in der "Rheinischen Post" erschienen.
 Den vollständigen Standpunkt finden Sie hier.
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