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Press release BoxID: 887505 (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik e.V. - WGP)
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Neuer WGP-Präsident stellt Klimaschutz und Lehre in Mittelpunkt

Prof. Berend Denkena fokussiert 2-Grad-Klimaziel und Lehre in Zeiten der Digitalisierung

(PresseBox) (Hannover, ) Die WGP (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik) hat seit 1. Januar 2018 einen neuen Präsidenten. Prof. Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Universität Hannover, hat turnusgemäß das Ruder für die kommenden zwei Jahre übernommen. Er folgt Prof. Eberhard Abele vom Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt, der der WGP seit 2016 vorstand.

Produktionstechnik soll Beitrag zu 2-Grad-Klimaziel leisten

„Die WGP bekennt sich zu dem Ziel, die Erwärmung der Erde auf maximal zwei Grad zu begrenzen“, betonte Denkena während seiner Antrittsrede im Rahmen der WGP-Herbsttagung in Berlin. „Als Präsident möchte ich unsere Bemühungen verstärken, dass die Produktionstechnik ihren Beitrag dazu leistet. Es gibt bereits wesentliche und ermutigende Vorarbeiten der WGP-Institute. Sie sollen gemeinsam mit den Anbietern und Anwendern von Produktionstechnik vertieft, erweitert, bewertet und in die Anwendung gebracht werden.“ Die WGP als ein starkes Netzwerk, das führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Produktionstechnik miteinander verbinde, biete die besten Voraussetzungen, Grundlagen für zukunftsweisende Entwicklungen in der Metallbearbeitung und im Produktionsmanagement zu schaffen. Hierzu strebt Denkena auch einen verstärkten Austausch mit anderen wissenschaftlichen Gesellschaften an.

Lehre den schnellen Entwicklungen anpassen

Die Lehre – eine zentrale Aufgabe der WGP – soll künftig noch stärker den rasanten Veränderungen in der Produktion angepasst werden. Gerade durch Digitalisierung und Vernetzung im Zuge der Umstellung auf Industrie 4.0 wollen die Maschinenbau-Professoren ihre Kompetenzen auch in Bezug auf diese neuen Entwicklungen mehr in die Lehrpläne einbringen. „Meiner Ansicht nach sollten wir dabei nicht nur unsere Studenten im Blick haben“, so Denkena, „sondern auch Beschäftigte in der Wirtschaft: Für sie brauchen wir neue Weiterbildungskonzepte.“ Auf der jährlichen Herbsttagung hat sich hierzu bereits eine Arbeitsgruppe von WGP-Mitgliedern zusammengefunden, die genau daran arbeiten werden. Erste Kontakte zu Institutionen und Interessengruppen, die ebenfalls in diese Richtung agieren, wurden bereits geknüpft.

Berend Denkena, Jahrgang 1959, ist ausgebildeter Maschinenschlosser und studierte Maschinenbau an der Universität Hannover. Er arbeitete bei Thyssen in Deutschland und den USA, bevor er 1996 zu Gildemeister Drehmaschinen in Bielefeld wechselte und dort die Entwicklung und Konstruktion leitete. Seit 2001 steht Denkena dem Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover vor. Dort forschen rund 80 wissenschaftliche Mitarbeitende in den Bereichen spanende Fertigungsverfahren, Werkzeugmaschinen, Fertigungsorganisation und CFK-Leichtbau.

Berend Denkena ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs 653 „Gentelligente Bauteile im Lebenszyklus“ sowie stellvertretender Sprecher des Sonderforschungsbereichs 871 “Regeneration komplexer Investitionsgüter”. Im Nebenamt wirkt er in verschiedenen Aufsichts- und Beiräten mit. Er ist unter anderem Mitglied der Internationalen Akademie für Produktionstechnik (CIRP) und der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech).

Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik e.V. - WGP

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik e.V. ist ein Zusammenschluss führender deutscher Professorinnen und Professoren der Produktionswissenschaft. Sie vertritt die Belange von Forschung und Lehre gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die WGP vereinigt 63 Professorinnen und Professoren aus 37 Universitäts- und Fraunhofer-Instituten und steht für rund 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Produktionstechnik. Die Mitglieder genießen sowohl in der deutschen Wissenschaftslandschaft als auch international eine hohe Reputation und sind weltweit vernetzt.

Die Labore der Mitglieder sind auf einem hohen technischen Stand und erlauben den WGP-Professoren, in ihren jeweiligen Themenfeldern sowohl Spitzenforschung als auch praxisorientierte Lehre zu betreiben.

Die WGP hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung der Produktion und der Produktionswissenschaft für die Gesellschaft und für den Standort Deutschland aufzuzeigen. Sie bezieht Stellung zu gesellschaftlich relevanten Themen von Industrie 4.0 über Energieeffizienz bis hin zu 3D-Druck.

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