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WACKER und INPRO entwickeln neuen Siliconkleber für Motorölwannen aus Kunststoff

(PresseBox) (München, ) Der Münchner Chemiekonzern WACKER hat gemeinsam mit der Innovationsgesellschaft INPRO - einem Joint Venture von BASF, Daimler, Siemens, ThyssenKrupp, Volkswagen und dem Land Berlin - einen neuartigen Siliconkautschuk speziell für die hohen Anforderungen der Automobilindustrie entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Zwei-Komponenten-Flüssigsiliconkautschuk, der maschinell gut applizierbar ist, bei Raumtemperatur vernetzt und eine hohe Beständigkeit gegenüber Öl, Hitze und so genannte Blowby-Medien aufweist. Aufgrund seiner hervorragenden Kleb- und Dichteigenschaften ermöglicht das Produkt innovative Lösungen im Motorenbau. So können Ölwannen aus Kunststoff dank des neuen Flüssigsiliconklebers künftig durch eine innovative Dicht-Klebetechnik kostensparend und dauerhaft montiert werden.

Dank ihrer vielseitigen Eigenschaften kommen Siliconelastomere von WACKER in beinahe allen Industrien zum Einsatz, angefangen vom Fahrzeug- und Maschinenbau über die Elektronik- und Textilindustrie bis hin zu Anwendungen in der Bauindustrie. Für die große Bandbreite von Anwendungsmöglichkeiten ist unter anderem das anorganische Grundgerüst verantwortlich, das den Siliconelastomeren im Gegensatz zu organischen Polymeren nicht nur eine hohe Temperaturbeständigkeit, sondern zugleich eine hohe Witterungs-, Alterungs- und Chemikalienbeständigkeit verleiht.

Wo organische Polymere buchstäblich in die Knie gehen, kommen Siliconelastomere mit ihren Tugenden erst richtig zur Entfaltung. Dies betrifft insbesondere Anwendungen in der Automobiltechnik. Mit ELASTOSIL® 76540 A/B stellt WACKER der Automobilindustrie jetzt einen neu entwickelten Siliconkleber zur Verfügung, der sich durch eine hohe Beständigkeit gegenüber Öl, Hitze und Blowby-Medien auszeichnet. Das raumtemperaturvernetzende (RTV) Zwei-Komponenten-Silicon, das gemeinsam mit der in Berlin ansässigen Innovationsgesellschaft INPRO entwickelt wurde, ist außerordentlich robust. Auch bei Lagerung in organischen Medien wie zum Beispiel Motoröl und Temperaturen über 100°C zeigt der Siliconkleber kaum Quellung und verliert auch nichts von seiner mechanischen Festigkeit. Dadurch haftet er äußerst zuverlässig und dauerhaft auf diversen Kunststoffen und Metallen.

ELASTOSIL® 76540 A/B ermöglicht innovative Lösungen im Automobilbau

Diese Eigenschaften lassen sich für neue technische Lösungen in der Autoindustrie nutzen. Zum Beispiel im Motorenbau: Eines der letzten großvolumigen Bauteile am Pkw-Motor, das seit kurzem erstmals aus Kunststoff vom Band läuft, ist die Motorölwanne. Wird diese künftig mit Siliconklebern und verminderter Schraubenzahl abgedichtet, würden Kosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent pro Ölwanne positiv zu Buche schlagen. Die bisher verwendete Feststoffdichtung aus Kautschuk entfällt damit.

Diese Dichtungsfunktion übernimmt stattdessen der neue WACKER-Siliconkleber ELASTOSIL® 76540 A/B. Nach INPRO-Angaben ergibt vor allem die Verbindung von Aluminium mit Ultramid®, einem Polyamid des Chemiekonzerns BASF, eine optimale Materialpaarung, die sich durch höchste Haftung und Dichtigkeit auszeichnet.

Als Dicht- und Klebmittel lässt sich ELASTOSIL® 76540 A/B in allen Bereichen einsetzen, die eine hohe Temperaturstabilität und Beständigkeit gegenüber organischen Medien erfordern. Neben der Verklebung von Ultramid®-Ölwannen kommen deshalb auch weitere Anwendungen in Frage, bei denen Metalle oder Metallbauteile und Kunststoffe flexibel und dauerhaft miteinander verklebt werden müssen, so zum Beispiel im Getriebe, im Kupplungsbereich oder im Kühlkreislauf. Nach Auskünften von INPRO wurde die Kühlmittelbeständigkeit an Aluminium-Aluminium-Verklebungen bei 120 °C über 1000 Stunden nachgewiesen.

Bild 1: An einer Ölwanne aus Ultramid® der BASF wurden die Untersuchungen zum Dichtkleben mit dem Siliconkleber ELASTOSIL® 76540 A/B von WACKER im Versuchsfeld der INPRO durchgeführt. Die Materialkombination Ultramid®-ELASTOSIL® kann außerdem Feststoffdichtungen bei Zylinderkopfhauben und Ölabscheidern problemlos ersetzen. (Foto mit freundlicher Genehmigung der INPRO Innovationsgesellschaft mbH)

Wacker Chemie AG

WACKER ist ein global operierender Chemiekonzern mit rund 15 900 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 4,3 Mrd. € (2008). WACKER verfügt über 27 Produktionsstätten und mehr als 100 Vertriebsgesellschaften weltweit.

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Siliconöle, emulsionen, kautschuk und harze, Silane, Pyrogene Kieselsäuren, Thermoplastische Siliconelastomere

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Polyvinylacetat und Vinylacetat-Copolymere in Form von Dispersionspulvern, Dispersionen und Festharzen als Bindemittel für bauchemische Produkte, Farben, Klebstoffe, Lacke, Putze und Vliesstoffe

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Feinchemikalien, PVAc-Festharze, Biologics und weitere biotechnologische Produkte, wie Cyclodextrine und Cystein

WACKER POLYSILICON

Polysilicium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie

Siltronic

Reinstsiliciumwafer und einkristalle für Halbleiter-Bauelemente

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