GALILEO MASTERS 2004: SYSTEMS 2004 präsentiert Gewinner und Anwendungen

Breites Anwendungsspektrum für Galileo: Vom Fischfang über die Holzverarbeitung bis hin zur Senioren-Hilfe / Der Gewinner ist ein Unternehmen aus dem Großraum München, weitere vier Anwendungsideen kamen ins Finale

(PresseBox) ( München, )
Der Gewinner steht fest: Die in Hallbergmoos bei München ansässige HCLT GmbH ist im Rahmen der SYSTEMS 2004 zum GALILEO MASTERS 2004 gekürt worden. Der mit 50.000 Euro dotierte europäische Ideenwettbewerb wurde vom Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ins Leben gerufen; die SYSTEMS ist Partner dieser Innovationsmeisterschaft. Der von HCLT eingereichte Vorschlag eines GPS-basierten Systems für die Nutzung mariner Ressourcen gewann unter mehr als 240 Einsendungen den ersten Preis. Unter dem Titel „Marine Navigation for Fishermen using GPS and Integrated Precipitable Water Vapour (IPWV) Technique“ stellt Firmenchef Dr. Elmar Paul Selbach eine Technologie vor, mit der neue Anwendungen in der Fischereitechnik und auch im Umweltschutz ermöglicht werden. Während hochindustrialisierte Länder mittels modernster Satellitennavigationstechniken in Verbindung mit Sonar und Remote Sensing Technologien den Fischbeständen oder Kelb-Feldern (Algen) auf der Spur sind, haben die Fischer in den Entwicklungsländern hier das Nachsehen.



Dies soll sich durch die neue Idee von HCLT ändern: Das Team von Dr. Selbach verknüpft existierende Datenbestände mit GPS und entwickelt so ein System zur Ortung und Identifikation natürlicher Ressourcen, dass zugleich sehr preisgünstig und technologisch unaufwändig ist. Darüber hinaus können mit dieser Lösung auch Wettervorhersagen auf einfache Weise getätigt werden; ebenso ist der Einsatz als preisgünstiges System zur Überwachung von Fangquoten sowie zum besseren Schutz von Beständen denkbar.
Das Unternehmen des Hauptgewinners:
HCL Technologies GmbH, Dr. Elmar Paul Selbach, Am Söldnermoos 17 85399 München-Hallbergmoos, Tel: +49 (0) 89 607-68671, E-Mail: Elmar.Selbach@hclt.de



Drei regionale Gewinner aus Deutschland, Frankreich und Schweden

Neben dem Preisträger des GALILEO MASTERS 2004 präsentieren sich auch drei regionale Gewinner auf der SatelliteNavigationArea in München: Aus Göteborg stammt eine Anwendungsidee namens „Guardian Angel“, die Hooman Tahamtani von der Firma Interactive Institute vorstellt. Zielgruppe dieser Lösung ist die zunehmende Anzahl von Senioren in den westlichen Industrienationen. „Guardian Angel“ soll älteren Mitmenschen helfen, ihr eigenständiges Leben weiter zu führen und trotzdem die Sicherheit zu haben, in kritischen Situationen schnell professionelle Hilfe zu erhalten. Hinter „Guardian Angel“ verbirgt sich ein tragbares Gerät, das in kritischen Situationen automatisch einen Alarm sendet, die Kommunikation mit Hilfsorganisationen erlaubt sowie den momentanen Standort und digitale Bilder des „Guardian Angel“-Trägers und seiner Umgebung übermittelt. Die Anwendung nutzt dabei Technologien wie GSM, GPRS, 3G, Satellitennavigations-Systeme und digitale Bildverarbeitung. Das Gerät wird dabei entweder an einem Band um den Hals getragen oder an der Kleidung befestigt und kombiniert eine digitale Kamera mit einem Satellitennavigations-System und einem Handy. Das Gerät wird über einen sogenannten Panik-Knopf oder die Stimme aktiviert. Auch bei chronisch kranken Menschen oder Kindern bietet sich „Guardian Angel“ an.
Bester Finalist in der Region „Göteborg“:
Fa. KomIT, Mr. Hoomann Tahamtani, Box 8077, S-40278 Göteborg, Schweden, Tel: +46 (0) 32 23 26 47, E-Mail: komit@tii.se




Um den ausgewogenen Umgang mit der für die Umwelt und das Klima so wichtigen Ressource Wald dreht sich die Anwendung, die von Anton Mayer aus München beim GALILEO MASTER 2004 eingereicht wurde. Seine Idee, Galileo zu nutzen, um einerseits die Baumbestände sorgfältig zu bewirtschaften und andererseits die Forstwirtschaft und Holzindustrie optimal zu unterstützen, überzeugte die Jury. Mayer will das europäische Satellitennavigationssystem Galileo nutzen, um die Prozesskette bei der Holzverarbeitung zu optimieren. Heute dauert der Weg eines Baums bis zur industriellen Verarbeitung rund 80 Tage, mit der neuen Galileo und GigaTag-Lösung soll sich dieser Zeitraum um die Hälfte verkürzen. Herzstück der Anwendung ist ein chiploser Transponder, mit dem jeder zu fällende Baum versehen wird und der via Galileo die genaue Identifikation und Ortung des Baumes in jedem Punkt der Verarbeitungskette ermöglicht – vom Fällen über Transport und Zwischenlagerung bis in das Sägewerk und anschließend zur verarbeitenden Industrie.
Bester Finalist in der Region „München“:
Anton Mayer, Postfach 1444, 82199 Gilching, Tel: +49 (0) 8105-276132, E-Mail: medieninform@t-online.de



Von dem französischen Unternehmen Web2tel aus Sophia Antipolis, stammt die dritte Anwendung, die den Sprung in das Finale schaffte. „m-Companion“ wird von Francois Manchon präsentiert und gehört zur Gattung der sogenannten Personalized Services wie z.B. Restaurant-Finder oder der Hinweis auf direkt in der Nähe befindliche Sehenswürdigkeiten und Kulturangebote. „m-Companion“ ermöglicht die Ortung des Autofahrers oder Fußgängers und offeriert eine ganze Reihe standortbezogener Informationen – über Einkaufsmöglichkeiten, historische Gebäude, in der Nähe befindliche Restaurants und Kultureinrichtungen, Übernachtungsmöglichkeiten, touristische Informationen und vieles mehr. Dazu kombiniert Web2tel die Positionsbestimmung via Satellit wie GPS oder Galileo mit einem interaktiven Sprachdialogsystem, das wiederum seine Informationen und Tipps aus geographischen Informationssystemen oder lokalen Service-Angeboten im Internet bezieht.
Bester Finalist in der Region „Sophia Antipolis“:
Fa. Web2tel, Mr. Francois Manchon, Cica, 2229 route des crêtes, F-06560 Sophia Antipolis, Frankreich, Tel: +33 (0) 492 94 25 23, E-Mail: info@web2tel.net



Ebenfalls im Finale: ein Studententeam der FH Münster

Besonders angetan war die GALILEO MASTERS 2004-Jury auch von den Arbeiten, die 24 Studenten der Fachhochschule Münster unter der Leitung von Dr. Josef Gochermann, Professor für Technologiemanagement am Institut für Technische Betriebswirtschaft, einreichten. Von insgesamt 50 neuen Nutzungsideen wurden zehn beim Wettbewerb eingereicht, zwei Anwendungsszenarien schafften es ins Finale: Neun Studenten waren auch bei der feierlichen Preisverleihung am Montag in der Residenz in München dabei und präsentierten die beiden Konzepte: Eine Anwendung namens „Smart Fence“ sieht einen virtuellen Weidezaun für Großvieh auf sehr großen Flächen vor, die zweite Nutzungsidee ist für Wanderer, Bergsteiger und Radfahrer interessant. Der „Interactive Tour Guide“ verbindet Toureninformationen, die via Internet auf einem PDA heruntergeladen werden mit der exakten Positionsbestimmung via GPS – so können die Nutzer selbst auf schmalen Pfaden und in großer Höhe ihre ausgearbeiteten Touren genauestens verfolgen. Fachhochschule Münster, Hüfferstr. 27, 48149 Münster, Kontakt: Pressestelle, Tel: +49 (0) 251 83-64090, E-Mail: pressestelle@fh-muenster.de

Bayerns Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu gratulierte den Siegern und wünschte ihnen Erfolg bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen: „Der Ideenwettbewerb zeigt, welch großes Potential in der Satellitennavigation steckt. Ideen wie diese sind es, die ein Vorhaben wie Galileo mit zum Erfolg führen.“ Wiesheu ermunterte die Initiatoren des Wettbewerbs, den „GALILEO MASTERS“ im kommenden Jahr erneut auszuschreiben. Pläne, den Wettbewerb auf ganz Europa und bis nach Quebec und Russland auszudehnen, unterstütze der Minister vollauf.
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