Landtagswahl: VCD fordert Kehrtwende in der hessischen Verkehrspolitik

(PresseBox) ( Berlin, )
Eine Kehrtwende in der hessischen Verkehrspolitik hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) gefordert. "Nach der Landtagswahl müssen die Weichen gestellt werden für mehr Klimaschutz, weniger Lärm und Abgase sowie eine umwelt- und menschengerechte Planung", sagte Jan Stielike, Sprecher des VCD-Landesverbandes Hessen. Der Umwelt- und Verbraucherverband hat deshalb zehn Forderungen zur hessischen Verkehrspolitik veröffentlicht.

Als dringendstes Projekt betrachtet der VCD einen Klimaschutzplan, mit dem auch im Verkehr der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 reduziert wird. "Um dieses Ziel zu erreichen, muss in erster Linie auf den Ausbau des Frankfurter Flughafens verzichtet werden", sagte Werner Geiß, Flugverkehrsexperte des VCD. "Denn sonst werden alle Fortschritte auf der Straße durch den Zuwachs des Luftverkehrs kompensiert."

Beim Straßenverkehr fordert der VCD den Stopp umstrittener Projekte wie der A 4 Olpe – Hattenbach, der A 44 Kassel – Herleshausen, der B 87 n nach Fulda oder des Riederwaldtunnels in Frankfurt. Der Straßenbau-Etat des Landes, der in den vergangenen zehn Jahren um 250 Prozent auf fast 100 Millionen Euro gestiegen sei, müsse auf ein vernünftiges Maß zurückgefahren werden. Stattdessen soll der Bahnverkehr bei den Investitionen Vorrang erhalten. Dazu zählen für den VCD nicht nur leistungsfähige Ergänzungen im Ballungsraum Frankfurt / Rhein-Main wie die Regionaltangente West, sondern auch die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken im ländlichen Raum wie die Verbindung von Frankenberg nach Korbach im Waldecker Land.

Die künftige Landesregierung sollte sich nach Ansicht des VCD das ehrgeizige Ziel setzen, die Zahl der Verkehrstoten in Hessen auf Null zu reduzieren. Dazu müssten unter anderem mehr Tempolimits auf Autobahnen und Bundesstraßen verhängt und die Zulassung von "Monster-Trucks" verhindert werden. Weitere Forderungen des VCD sind eine stärkere Unterstützung von Radfahrern und Fußgängern, die Umsetzung verkehrsvermeidender Planungskonzepte, eine weitere Reduzierung von Schadstoffen wie Feinstaub sowie die Förderung des sanften Tourismus in Hessen. Schließlich regt der VCD an, in einem Forschungsprojekt aufzuzeigen, wie ein Mehr an Lebensqualität auch mit weniger umweltbelastenden Verkehr möglich ist.
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