Europa: Pkw-Absatz 2007 mit leichtem Plus

Dynamische Entwicklung in den Neuen EU-Ländern / Westeuropa erreicht stabiles Ergebnis / Diesel weiter auf der Überholspur

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
Im Jahr 2007 sind in Europa mit 16 Mio. Pkw 1 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen worden. Die Verkäufe in Westeuropa erreichten mit 14,8 Mio. Pkw ein stabiles Ergebnis. In den Neuen EU-Ländern entwickelte sich die Nachfrage nach neuen Autos mit einem Plus von 15 Prozent äußerst dynamisch. Die deutschen Hersteller konnten ihren im Jahr zuvor deutlich vergrößerten Marktanteil erfolgreich verteidigen und verkauften rund 47 Prozent aller in Westeuropa abgesetzten Fahrzeuge. In den Neuen EU-Ländern blieb ihr Anteil mit über 44 Prozent ebenfalls auf hohem Niveau.

Die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen in Westeuropa entwickelte sich im Jahr 2007 erneut eindrucksvoll. Diese legte um gut 4 Prozent zu, während der Absatz von Benzinern um 4 Prozent nachgab. Damit waren 53 Prozent der neu in Westeuropa zugelassenen Pkw mit einem Selbstzünder ausgestattet. Dieser neue Höchststand verdeutlicht, wie hoch die Kunden den Clean Diesel mit seinem aktiven Beitrag zur CO2-Senkung einschätzen. Die deutschen Hersteller sind in der verbrauchsarmen und leistungsstarken Dieseltechnologie klar führend: Mehr als jeder zweite in Westeuropa verkaufte Diesel-Pkw trägt ein deutsches Konzernmarkenzeichen.

In Frankreich wurden 2007 mit 2,1 Mio. Pkw 3 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen. Viele Franzosen kamen dem seit Anfang 2008 geltenden "Bonus-Malus-System" zuvor und kauften kurz vor Jahresende noch einen Neuwagen. Die einheimischen Anbieter setzten 2 Prozent weniger Fahrzeuge ab und erreichten nur noch einen Marktanteil von 52 Prozent (-2 Prozentpunkte). Dagegen legten die ausländischen Hersteller bei den Verkäufen deutlich zu. Die deutschen Hersteller konnten ihren Absatz um 6 Prozent auf über 585.000 Fahrzeuge steigern. Damit verbuchten sie einen Marktanteil von gut 28 Prozent, ein Zuwachs von 1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.

In Großbritannien übertraf das Neuzulassungsergebnis 2007 mit 2,4 Mio. Pkw das Vorjahresniveau um knapp 3 Prozent. Sowohl die private Nachfrage (+1 Prozent) als auch die gewerblichen Verkäufe (+4 Prozent) entwickelten sich vor dem Hintergrund robuster ökonomischer Rahmenbedingungen positiv. Der Anteil der Privathalter an den Gesamtverkäufen lag bei annähernd 44 Prozent. Die deutschen Marken konnten am britischen Markt deutlich punkten: Mit über 1,1 Mio. Fahrzeugen steigerten sie ihre Verkäufe um 5 Prozent. Damit erreichten sie einen Marktanteil in Höhe von 48 Prozent, über 1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

In Italien erreichten die Pkw-Neuzulassungen im letzten Jahr mit 2,5 Mio. Fahrzeugen (+7 Prozent) ein neues Rekordergebnis. Unterstützt wurde dies durch die Einführung einer Verschrottungsprämie mit zweijähriger Steuerbefreiung beim Kauf eines Neuwagens. Insbesondere die italienischen Hersteller profitierten von der staatlichen Subvention und steigerten ihren Marktanteil um 1 Prozentpunkt auf über 31 Prozent. Die deutschen Marken legten im abgelaufenen Jahr mit einem Verkaufsplus von 6 Prozent ebenfalls kräftig zu und hielten damit ihren Marktanteil in etwa konstant.

In Spanien verfehlten die Neuzulassungen mit 1,6 Mio. Pkw das Vorjahresergebnis um 1 Prozent. Die hohe Inflation dämpfte die private Pkw-Nachfrage, die um 6 Prozent schwächer ausfiel. Dagegen verzeichnete sowohl das Mietwagengeschäft (+2 Prozent) als auch das Firmenwagengeschäft (+7 Prozent) Zuwächse. Die spanische Regierung hat zum Jahresbeginn 2008 die Verschrottungsprämie für Altautos abgeschafft. Damit steht zu erwarten, dass der Absatz von Neuwagen in Spanien auch in diesem Jahr weiter zurückgehen wird.

In den Neuen EU-Ländern entwickelte sich der Pkw-Absatz im Jahr 2007 überaus erfreulich. Mit knapp 1,2 Mio. Fahrzeugen wurden 15 Prozent mehr Pkw verkauft als im Vorjahr. Eine weiterhin lebhafte Konsum- und Investitionstätigkeit stützte die Nachfrage nach neuen Autos. Mit steigender Kaufkraft der Bevölkerung wird der unverändert hohe Ersatzbedarf immer häufiger mit einem Neustatt mit einem Gebrauchtwagen gedeckt. Der "Newcomer" Rumänien löste Polen als volumenstärksten Markt ab; hier legte der Pkw-Absatz um ein Viertel auf 312.500 Fahrzeuge, in Polen um 23 Prozent auf 293.300 Fahrzeuge zu. Einzig in Ungarn verfehlten die Neuzulassungen das Vorjahresergebnis um 8 Prozent. Anhaltende Konsolidierungsanstrengungen der Regierung führten zu Steuer- und Preiserhöhungen und in der Folge zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Nachfrage.
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