Deutsche Automobilindustrie geht selbstbewusst nach Genf

Genfer Salon mit neuer Offensive

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
„Der Genfer Salon wird eine Automobil-Ausstellung, auf der die deutschen Hersteller einen besonderen Schwerpunkt auf klimafreundliche Produkte legen. Es wird eine Vielzahl neuer verbrauchsgünstiger Modelle in allen Segmenten geben. Das zeigt, dass wir nicht erst heute mit der CO2-Reduzierung beginnen. Die deutschen Automobilhersteller können heute schon auf eine bessere CO2-Bilanz ihrer Pkw-Flotten verweisen als ihre Wettbewerber aus Asien. Und sie können darauf aufbauen. Wir gehen deshalb voller Selbstbewusstsein nach Genf“, betonte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), im Vorfeld des Genfer Salons, der nächste Woche beginnt. Er unterstrich: „Auf dieser Grundlage werden die deutschen Hersteller eine umfassende Innovationsoffensive zur Einführung klimafreundlicher Technologien starten.“

„Es gibt niemanden in dieser Schlüsselindustrie, der dem Klimaschutz nicht die gebührende Aufmerksamkeit widmet“, so Prof. Gottschalk. „Aber wir lassen es nicht zu, dass das Automobil als Alleinverantwortlicher ausgemacht wird, und wir nehmen uns das Recht, diese Industrie gegen ungerechtfertigte Vorwürfe oder industrielle Ziele unserer Wettbewerber zu verteidigen. Wir sind und bleiben internationaler Technologieführer im Automobilbereich.“

Aufrufe deutscher Politiker zum Kauf asiatischer Hybridprodukte seien Ausdruck einer Geisteshaltung, für die der deutsche Ingenieur und die Beschäftigten in der deutschen Automobilindustrie, die mit ihren Produkten Patent- und Exportweltmeister ist und jeden 7. Arbeitsplatz in Deutschland sichert, kein Verständnis finde. „Dieser Aufruf sichert vielleicht Arbeitsplätze in Japan, aber nicht in Deutschland. Das ist verantwortungslos und skandalös! Und er führt zu mehr CO2-Emissionen als der Aufruf zum Kauf zum Beispiel eines Polo BlueMotion“, so Prof. Gottschalk. Hybridfahrzeuge seien nur eine von vielen technischen Lösungen für CO2-freundliche Antriebe, die auch für die deutsche Automobilindustrie eine Option sei. Deshalb werde sie diese auch anbieten. Allerdings dürften beim Kunden keine Erwartungen geweckt werden, die der Hybrid, wie jetzt in den USA deutlich werde, nicht einhalten könnte, betonte der VDA-Präsident. Dort gebe es erste Absatzstockungen sowie Beschwerden von Autofahrern darüber, dass die tatsächlichen Verbrauchswerte im alltäglichen Betrieb die offiziellen Normangaben deutlich überschritten, was die Umweltbehörde EPA veranlasst, die amtlichen Normverbräuche jetzt nach oben zu korrigieren. Außerdem gelte es aufmerksam zu beobachten, dass Wettbewerber, die laut Hybrid propagierten, nicht laut Clean Diesel propagieren könnten.

Der Diesel spiele eine wichtige Rolle für die deutschen Hersteller und Zulieferer. Ein moderner Dieselmotor verbrauche im Durchschnitt ein Viertel weniger Kraftstoff als ein vergleichbarer Benziner. „Wer Weltmeister in der Dieseltechnologie ist, hat auch bei CO2 die Trumpfkarte in der Hand“, so Prof. Gottschalk. Der Marktanteil des Diesel lag 2006 in Deutschland bei 44 Prozent. Wachstumspotenzial ist durchaus vorhanden. So ist der Dieselanteil in den ersten beiden Monaten dieses Jahres auf nahezu 49 Prozent gestiegen. Prof. Gottschalk verwies zudem darauf, dass fast neun von zehn deutschen Diesel-Neufahrzeugen mittlerweile mit Partikelfilter bestückt seien: „Unsere Wettbewerber, deren Anteile wesentlich geringer ausfallen, sind bei diesem Thema inzwischen recht schweigsam geworden.“

In Genf zeigen die deutschen Hersteller zahlreiche neue Modelle wie den Mercedes C 220 Bluetec, den BMW 1er, den Ford Mondeo und C-Max, den Opel Corsa und den VW Passat BlueMotion, deren Kraftstoffverbrauch zwischen 4 und 6 Liter/100 km liegt. Schon heute gibt es 334 Modelle deutscher Marken, die weniger als 6,5 Liter auf 100 km verbrauchen. Im Durchschnitt verbrauchen deutsche Neufahrzeuge heute rund 2 Liter weniger als 1990. Prof. Gottschalk: „Knapp jeder zweite in Deutschland verkaufte neue Pkw verbraucht weniger als 6,5 Liter/100 Kilometer. Das sind fünfmal mehr Fahrzeuge als vor zehn Jahren. Das ist der Beweis einer frühzeitig begonnenen CO2-Offensive.“ Das beste Klimaschutzprogramm sei eine Erneuerung des Bestands, dessen Durchschnittsalter bereits bei über acht Jahren liegt.

Die deutschen Hersteller werden allerdings auch das Premiumsegment mit „Zähnen und Klauen“ verteidigen. Prof. Gottschalk: „Wir werden weder den Wettbewerbern noch den Umweltaktivisten den Gefallen tun, auf dieses Segment zu verzichten. Es ist und bleibt unsere Paradedisziplin, bei der wir übrigens die CO2-Emissionen überproportional gesenkt haben.“ Das Premierenfeuerwerk in Genf wird unter anderem bestückt vom Audi A5 und TT Roadster, VW Golf Variant, Passat BlueMotion, Touareg, Ford Mondeo und C-Max, Opel Astra und Corsa sowie dem Opel Zafira CNG, BMW 1er, 3er Cabrio, 5er und X5 sowie dem Mercedes C 220 Bluetec. Prof. Gottschalk: „Wir bieten Premium nicht nur in der Oberklasse, sondern in allen Bereichen. Wer wie wir ein Premiumprodukt in der Mittelklasse mit 5,5 l/100 km Kraftstoffverbrauch auf die Beine stellt, setzt damit neue Maßstäbe bei der Effizienz und braucht keine Diskussion zu scheuen.“

Die deutschen Neufahrzeuge haben mit minus 25 Prozent deutlich stärkere Verbrauchsminderungen erreicht als der Durchschnitt der in Deutschland abgesetzten ausländischen Marken (minus 16 Prozent). Prof. Gottschalk betonte, dass die deutschen Autos auch die größten Effizienzzuwächse erreicht hätten: „Heute holen deutsche Neuwagen 57 Prozent mehr Leistung aus der gleichen Kraftstoffmenge heraus als 1990. Wir müssen uns also in Sachen Effizienz und CO2 nicht vor den Wettbewerbern verstecken.“
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.