18. Technischer Kongress des VDA - Vortragskurzfassung I.

(PresseBox) ( Berlin, )
Am 17. und 18. März findet der 18. Technische Kongress des VDA im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg statt. Die nachfolgende Kurzfassung gibt erste Einblicke in die Inhalte der einzelnen Vortrags-Sessionen. Weitere Kurzfassungen werden in den kommenden Wochen folgen.

Den Kongress eröffnen VDA Präsident Matthias Wissmann, Frau Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und Dr. Michael Steiner, Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeug/Qualität der Porsche AG, die den Kongress in 2016 als Premium-Sponsor unterstützt.

In der darauf folgenden Plenar-Session werden Prof. Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung, Jean-Dominique Senard, CEO Vorsitzender des Vorstands von Michelin sowie Gilles Le Borgne, VP Research & Development, Peugeot Citroën Automobiles (PCA), sprechen.

Die Themenfelder Umwelt, Energie und Elektromobilität sowie Fahrzeugsicherheit und Elektronik stehen auf dem Programm, eine Fachausstellung begleitet den Kongress.

„Die nächste Bremsung kommt bestimmt …", so lautet der Titel eines Vortrags von Continental, den Dr. Oliver Maiwald und Christopher Breitsameter vorstellen. Die Vortrags-Session wird von Prof. Dr. Wolfram Seibert von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes unter dem Titel Elektrifizierung des Antriebsstrangs moderiert. Demnach sind Downsizing Motoren und 48 Volt hierbei Schlüsseltechnologien für das Erreichen der stringenten CO2-Zielstellungen bei gleichzeitiger Erfüllung hoher Leistungs- und Komfortansprüche. Der Beitrag befasst sich mit der Regelstrategie für milde Hybride, wobei neue Fahrfunktionen, wie beispielsweise das sog. Segeln, das engine-off coasting in kostenoptimierter Ausprägung vorgestellt werden soll.

Die Frage, ob Elektrisches Fahren als –Paradigmenwechsel oder modularer Baustein einer gesamthaften Lösung zu betrachten sei, wird von Thomas Pfund, Dr. Daniel König und Uwe Wagner aus dem Hause Schaeffler beleuchtet. Der Elektroantrieb wird demnach auch in 2030 mit dem Verbrennungsmotor konkurrieren müssen, zumal dann, wenn die Besteuerung der elektrischen Energie eine Verringerung fiskalischer Einnahmen durch den Anstieg der Elektromobilität wettmachen soll. Zu erwarten sei für 2030 nach wie vor ein Anteil der Verbrennungsmotoren von 50 %, für Hybride wird ein Anteil von 40 % angenommen, wobei in dieser Technologie mehr als nur eine Brückentechnologie hin zu Elektrofahrzeugen gesehen wird.

Ullus Klappach von VALEO setzt sich in seinem Beitrag mit dem Technischen Stand und einem Ausblick für On-board Ladesystemtechnik auseinander, die sich demnach aufgrund erforderlicher, steigender Anstrengungen mit Blick auf die CO2-Emissionen zu einer Schlüsseltechnologie entwickeln wird. Dabei müssen Ladesysteme neben der Gleichrichterfunktion ein Bündel weiterer Anforderungen erfüllen, Schlüsselbegriffe sind dabei Ladespannung und Leistungsdichte sowie Sicherheit und Zuverlässigkeit im gesamten Betriebsbereich.

Die Session Assistenzsysteme im Bereich Fahrzeugsicherheit und Elektronik moderiert Prof. Klaus Kompaß von der BMW AG. Markus Kerkhoff sowie Rainer Denkelmann von Delphi beleuchten das Thema der Umfeld-Erkennung und Erfordernisse für die E/E-Architektur. Steigende Ausrüstungsraten von Assistenzsystemen sind Folge der Bemühungen der Automobilindustrie zur weiteren Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr. Die dafür erforderlichen Sensoren zur Erfassung von Umfeld-Informationen werden nach Auffassung der Autoren heutige E/E-Architekturen mit Blick auf Transport und Verarbeitung der Informationsmenge überfordern. Hier gelte es gegenzusteuern. Daher wird empfohlen, dass die OEM die E/E-Architektur bereits zu einem frühen Stadium der Entwicklung spezifizieren, wobei es besonders auf die enge Abstimmung der Verbindungs- und Elektronikkomponenten, der Kabel, der Kabelfertigung und der Montage des Gesamtkabelsatzes und dessen Einbau im Fahrzeug ankomme.

Prof. Dr. Burkhard Wies und Ralph Lauxmann von Continental berichten über Potenzial und Grenzen der Interaktion zwischen Fahrzeugregelsystemen und Reifendesign. Die Kraftübertragung zwischen Fahrzeug und Straße erfolgt bei allen Fahrmanövern ausschließlich über die Reifen. Dabei hat das ABS die Aufgabe, das Kraftschlusspotential der Reifen optimal auszunutzen und darüber hinaus den Reifen am Maximum der μ-Schlupf-Charakteristik zu betreiben. Hierfür wurde ein statistischer Testplan unter Variation unterschiedlicher Reifenspezifikationen und ABS-Regelstrategien definiert, getestet und ausgewertet.

Das Kongress-Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung, auch für die Fachausstellung, sind unter www.vda.de/technischer-kongress verfügbar. Für Fragen steht Ihnen Hans-Thomas Ebner, Leiter der Abteilung Technik und verantwortlich für den Kongress, unter E-Mail an ebner@vda.de, sehr gerne zur Verfügung.
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