VDMA: Produktionsforschung muss stärker gefördert werden

Intelligente Produkte, High Performance, Energie-Effizienz / Fabrikausrüster formulieren ihre Forschungsinteressen

(PresseBox) ( Frankfurt, )
“Um Innovationen in marktfähige Produkte umzusetzen, müssen diese auch produziert werden können”, erklärte Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung, als Reaktion auf die Veröffentlichung des aktuellen Entwurfs zum 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union. “Es muss erkannt werden, dass die industrielle Produktion das Rückgrat der europäischen Industrie ist. Ihr Erfolg in der Zukunft ist ein wesentlicher Schlüssel für Wohlstand und Arbeitsplätze in Europa. Um Europas Spitzenposition auf dem Weltmarkt zu halten, müssen Innovationsprozesse dieser Industriezweige weiter intensiviert werden. 27 Millionen Beschäftigte finden in der industriellen Produktion Europas ihre Arbeit. Gemessen an der Bedeutung dieser Thematik sind die Finanzierungsansätze der Europäischen Kommission also deutlich zu niedrig.”

Die zur Verfügung stehenden Gelder (etwa 50 Milliarden Euro) werden überwiegend in die Grundlagenforschung und weniger in die angewandte Produktionsforschung fließen, bedauert der VDMA. Fraglich ist, wieviel von den rund 3,4 Milliarden Euro der NMP-Säule (Nano-, Material- und Produktionstechnologie) für die Jahre 2007 bis 2003 wirklich in die Produktionstechnik fließen werden. “Wir befürchten, dass hier die Fehler der Vergangenheit wiederholt werden, denn neue Technologien müssen ihren Weg in industrielle Produktionsprozesse finden. Nur so können neue Arbeitsplätze entstehen. Ein Zusammenhang, der von einer wissenschaftsorientierten Forschungsförderung oft unzureichend berücksichtigt wird”, betonte Rauen. “Wir wünschen uns eine stärkere Berücksichtigung der Produktionstechnik in der Forschungsförderung. Das ist ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für Europa nur angemessen.”

Um aufzuzeigen, in welchen Bereichen die deutsche Produktionsforschung noch Lücken sieht, engagieren sich über 400 Vertreter der Produktionstechnologie aus Industrie und Wissenschaft seit einem Jahr bei der Initiative “Manufuture Germany”. In einem Roadmap-Prozess formulierten sie unter Koordination des VDMA ihre strategische Forschungsagenda: “Danach setzen deutsche Fabrikausrüster ihre zukünftigen Forschungsschwerpunkte auf Intelligente Produkte sowie adaptive Systeme und Anlagen, die sich selbst optimieren und energie-effizient arbeiten”, sagte Rauen am Donnerstag in Frankfurt.

Um die formulierten Forschungsziele umzusetzen bedarf es einer strategischen nationalen und europäischen Forschungsförderung sowie dem besonderen Engagement der deutschen Industrie. “Viele Unternehmen haben einfach die Chancen von Forschungsverbünden noch nicht ausreichend erkannt. Nur durch eigene Forschungsanstrengungen kann der Transfer aus der Wissenschaft in die Praxis gelingen.” , erklärte Dr. Peter Post, Sprecher Manufuture Germany und Leiter Forschung und Technologie der Festo AG & CoKG, Esslingen. “Manufuture Germany arbeitet daran, mehr Unternehmen zu kooperativer Forschung zu motivieren...”
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.