Lehramt bleibt zunächst bis 2010 – Weitere Profilbildung in Richtung Kulturwissenschaften

(PresseBox) ( Stuttgart/Reutlingen, )
Die Lehramtsstudiengänge an der Universität Stuttgart sollen bis zum Jahr 2010 unverändert fortgeführt werden. Spätestens 2010 soll die Universität angesichts der aktuellen Diskussion um die Lehrerausbildung und der Nachfrage nach Lehrern erneut über die Weiterführung entscheiden. Zudem soll anstelle der ursprünglich geplanten Streichung der Professuren „Landesgeschichte“ und „Mediävistik“ künftig eine der beiden Professuren „Mittelalterliche Geschichte“ oder „Geschichte der Frühen Neuzeit“ entfallen. Die Romanischen Literaturen I und II sollen zu einer Professur zusammengefasst werden. Der Lehrstuhl für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik wird am Institut für Philosophie angesiedelt. Dagegen soll das Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung in der Fakultät bleiben und die gewünschte engere Zusammenarbeit mit den Informatikern und Elektrotechnikern über Kooptationen realisieren. Das Institut für Kunstgeschichte bleibt unangetastet. Dies hat der Senat der Universität Stuttgart am 23. Februar 2005 beschlossen. „Damit sind die Weichen für die Zukunft der Philosophisch-Historischen Fakultät gestellt“, kommentierte dies Uni-Rektor Prof. Dieter Fritsch am 25. Februar vor Medienvertretern. „Die Geisteswissenschaften sind und bleiben eine Notwendigkeit und ein Gewinn für das Profil unserer technisch-naturwissenschaftlichen Universität“, betonte er. Auf dieser Basis wird es der Fakultät auch möglich sein, die Profilbildung in Richtung Kulturwissenschaften weiterzuentwickeln. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung zu, das innerhalb der Universität für die disziplinenübergreifende Vernetzung sorgt, mit zahlreichen Veranstaltungen in die Stadt und die Region hineinwirkt und sich international bereits einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat.

Hintergrund der aktuellen Entscheidung war das Anfang 2004 vom Universitätsrat beschlossene Strukturkonzept der Arbeitsgruppe „Zukunftsoffensive Universität Stuttgart“, mit dem sich die Universität durch Einsparungen Freiraum für ihre weitere Entwicklung verschaffen will. In diesem Zusammenhang war die Schließung der Geowissenschaften, die Reform der Lehramtsstudiengänge und eine ganze Reihe weiterer Einsparungen beschlossen worden*). Die Philosophisch-Historische Fakultät, deren weitere Entwicklung in den letzten Wochen und Monaten intensiv und kontrovers diskutiert worden war, hatte jedoch die im Rahmen dieses Strukturkonzepts geforderten Einsparungen noch nicht vollständig erbracht. Um eine objektive Basis für eine Entscheidung zu schaffen, war die Fakultät Ende November 2004 evaluiert worden.

Die endgültige Entscheidung wird der Universitätsrat in seiner nächsten Sitzung am 17. März treffen.

*) Zur Vorgeschichte finden Sie ausführliche Informationen unter
http://www.uni-stuttgart.de/uni-kurier/uk92/nachrichten/nb3.html
http://www.uni-stuttgart.de/uni-kurier/uk93/nachrichten/nb3.html
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