Abofallen in Smartphone-Apps: Das steckt dahinter

Drittanbietersperre verhindert ungewollte Abbuchungen

(PresseBox) ( Berlin, )
Einmal falsch geklickt und schon ein ungewolltes Abo für Klingeltöne oder Horoskope abgeschlossen: So ging es in der Vergangenheit zahlreichen Smartphone-Nutzern, die in einer kostenlosen App ein Werbebanner und darin verlinkte Inhalte anklickten. Möglich ist so etwas durch das sogenannte WAP-Billing. Diese Technik stammt noch aus den Anfängen des mobilen Internets und diente dazu, kleinere Beträge unkompliziert über die Handyrechnung zu bezahlen. Da der WAP-Standard, zu dem sie gehört, sich keiner großen Beliebtheit erfreute, spielte die Methode bisher allerdings kaum eine Rolle - bis sie in letzter Zeit vermehrt im Zusammenhang mit dubiosen Aboangeboten wieder auftauchte. "Betrüger nutzen das WAP-Billing, um schnell an die Daten von Nutzern zu kommen. Denn durch einen Klick auf ein Werbebanner oder einen Button wird mit Hilfe dieser Technik die Rufnummer an den Anbieter übermittelt, der die Werbung geschaltet hat.

Dadurch kann er den Mobilfunkanbieter herausfinden und das Geld für das Abo über die Handyrechnung des Kunden abbuchen", sagt Ralf Trautmann vom Onlinemagazin www.teltarif.de.

Zum Schutz vor solchen Abofallen gibt es die sogenannte Drittanbietersperre. Sie wird beim eigenen Mobilfunkanbieter eingerichtet und verhindert, dass andere Unternehmen über die Handyrechnung Geld einziehen können. Ob alle oder nur einzelne Anbieter gesperrt werden können, hängt vom jeweiligen Mobilfunkanbieter ab.

Wurde doch einmal unbemerkt ein Abo abgeschlossen, erhält der Kunde häufig eine SMS-Bestätigung - die allerdings oft den Anschein von Werbung erweckt. Scheinbare Spam-Nachrichten sollte man daher nicht gleich löschen, sondern erst einmal lesen. So hat man die Chance, frühzeitig auf das Abo aufmerksam zu werden. "Grundsätzlich gilt es die Handyrechnung oder das Prepaid-Guthaben im Blick zu haben, damit ungewöhnliche Abbuchungen sofort auffallen", so Trautmann.

"Wer feststellt, dass er unbemerkt ein Abo abgeschlossen hat, sollte es so schnell wie möglich direkt bei der jeweiligen Firma kündigen, um weitere Abbuchungen zu stoppen", sagt Trautmann weiter. Einen ersten Anhaltspunkt, um welche Firma es sich handelt, liefert die Mobilfunkrechnung. Details erfragt man am besten beim Mobilfunkanbieter oder recherchiert im Internet, wo sich oft auch Hinweise und Erfahrungen anderer Geschädigter finden. Ob das Einleiten weiterer Schritte sinnvoll ist - etwa das Einschalten eines Anwaltes, um Geld zurückzubekommen - muss der Betroffene letztlich selbst einschätzen. Zu großen Teilen hängt diese Entscheidung sicher von der Höhe des finanziellen Verlustes ab.

Weitere Details gibt es unter www.teltarif.de/app-abo-fallen.
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