PAC/Berlecon: Deutsche Unternehmen haben keine Mobility-Strategie

(PresseBox) ( Berlin, )
Laut einer heute veröffentlichten Studie von PAC/Berlecon ist Mobilität in deutschen Unternehmen zwar zum festen Bestandteil des Geschäftslebens geworden, die meisten Unternehmen verfolgen jedoch keine langfristige Mobility-Strategie. ITK-Verantwortliche erkennen zwar dringenden Handlungsbedarf, haben aber weder ausreichend Budget noch entsprechende Investitionspläne, um diesen zu adressieren.

Enterprise Mobility ist für deutsche Unternehmen ein wichtiges Thema. Die Mobilität des Geschäftslebens und die Nutzung mobiler Technologien wie Smartphones oder Tablet-PCs haben in den vergangenen Jahren rasant zugenommen: In mehr als 50 Prozent aller Unternehmen arbeitet mindestens jeder zehnte Mitarbeiter regelmäßig außerhalb des Unternehmens oder auf dem Firmengelände mobil. In 80 Prozent aller Unternehmen sind Smartphones im Einsatz und rund 25 Prozent setzen bereits auf Tablet-PCs im Geschäftsalltag.

Nicole Dufft, Senior Vice President bei PAC/Berlecon: "Trotz dieser starken Nutzung verfolgt nur etwa jedes dritte Unternehmen eine langfristige Mobility-Strategie. Symptomatisch für das wenig strategische Vorgehen ist, dass fast die Hälfte aller deutschen ITK-Verantwortlichen ihr Budget für mobile Technologien in ihrem Unternehmen nicht beziffern kann. Und wenn die Budgets bekannt sind, stehen meist nur sehr begrenzte Mittel für Mobility-Lösungen zur Verfügung. So veranschlagt jedes dritte Unternehmen für mobile Endgeräte, Anwendungen und Lösungen sowie Mobilfunkgebühren weniger als 10 Prozent des gesamten ITK-Budgets."

Die ITK-Verantwortlichen stehen damit vor einem Dilemma: Sie sehen zwar in fast allen Mobility-Bereichen akuten Handlungsbedarf, aber nur selten wird diesem mit entsprechenden Investitionsplänen begegnet. Damit besteht die Gefahr, dass die Effizienz mobiler Mitarbeiter leidet und Sicherheitsrisiken mobiler Technologien nur unzureichend adressiert werden.

In vielen Unternehmen müssen die ITK-Verantwortlichen einen bunten Strauß an mobilen Betriebssystemen in die Unternehmens-IT integrieren. Dabei dominiert derzeit - und auch auf den Einkaufslisten - klar das iPhone-Betriebssystem iOS von Apple. Die BlackBerry-Plattform von RIM und Windows Mobile bzw. Phone 7 von Microsoft folgen mit einigem Abstand. Trotz Heterogenität der Plattformen setzt nur ein Drittel der Unternehmen auf Device-Management-Lösungen. "Dies weist auf eine noch stark händische Administration hin, die viele Ressourcen bindet. Auch die Option, Mobility Services von einem externen Dienstleister zu beziehen, wird von vielen Unternehmen offenbar noch nicht wahrgenommen", bemängelt Melanie Flug, Analystin bei PAC/Berlecon.

In rund 80 Prozent der Unternehmen gehört der mobile Zugriff auf E-Mail, Kalendersysteme und Kontaktverzeichnisse mittlerweile zum Standard und wird kontinuierlich ausgebaut. Innovative Kommunikationsfunktionen und -Anwendungen sind jedoch kaum verbreitet. So sind typische Unified-Communications-Funktionen wie Instant Messaging und Präsenzanzeige sowie Mobile CTI in den meisten Unternehmen noch nicht nutzbar. Mobile Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen, wie z.B. mobile ERP- oder CRM-Applikationen, sind aktuell nur in ca. jedem fünften Unternehmen zu finden. Nicole Dufft resümiert: "Auch hier zeigen die Befragungsergebnisse erhebliche Diskrepanzen zwischen Handlungsbedarf und geplanten Investitionen. Um das Potenzial mobiler Mitarbeiter voll auszuschöpfen, muss diese Lücke geschlossen werden. Dafür ist eine klar definierte Mobility-Strategie unerlässlich."

Die aktuelle Studie basiert auf Ergebnissen einer repräsentativen Befragung unter 169 ITK-Verantwortlichen und CIOs aus deutschen Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern. Sie analysiert die Bedeutung und den strategischen Stellenwert des Themas "Enterprise Mobility". Die Studie liefert aktuelle Daten sowohl zum derzeitigen Einsatz mobiler Technologien als auch zu Investitionsplänen für mobile Endgeräte, Betriebssysteme, mobile Kommunikations- und IT-Anwendungen. Weiterhin werden die Umsetzung und Nutzung von Device-Management-Lösungen und Mobility Services beleuchtet. Die Umfrageergebnisse geben einen Einblick in den aktuellen Umsetzungsstand und zeigen, wo Handlungsbedarf beim Einsatz mobiler Technologien besteht.

Die Erstellung und Verbreitung der Studie wurde finanziell unterstützt von arvato services GmbH, IBM Deutschland GmbH, Microsoft Deutschland GmbH, Siemens Enterprise Communications GmbH & Co. KG und Telekom Deutschland GmbH.

Weitere Informationen unter www.berlecon.de/mobility2011.
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