Jährliche Studie im Auftrag von VERITAS Software deckt Mängel beim Schutz von IT-Systemen und Daten in deutschen Unternehmen auf

Im Notfall nicht sicher

(PresseBox) ( Dornach bei München, )
Nicht erst seit den jüngsten Stromausfällen in New York, London, Schweden und Italien warnen Experten vor den Folgen gravierender Ausfälle der IT-Systeme und fordern ein Umdenken in Unternehmen. Dennoch werden Notfallstrategien in vielen Firmen nur halbherzig betrieben, wie eine aktuelle im Auftrag von VERITAS Software (1) durchgeführte Studie zeigt - und das, obwohl in 84 Prozent der befragten deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr einmal oder häufiger die Geschäfte wegen Problemen mit der IT stillstanden. Die größten Mängel bestehen bei der regelmäßigen Prüfung der Pläne und ihrer Aufbewahrung.

Zwar setzt der Großteil der Firmen Technologien für Datensicherung und Ausfallschutz ein, die konstante Anpassung dieser Lösungen an aktuelle Anforderungen erfolgt jedoch nicht. Über die Hälfte der hiesigen Unternehmen überprüft ihre Notfallpläne nur alle zwölf Monate oder seltener. 30 Prozent der befragten deutschen IT-Manager haben ihre Strategie sogar noch nie getestet. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Plan nicht alle Hardware-Systeme und Geschäftsanwendungen des Unternehmens berücksichtigt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Aufbewahrung des schriftlichen Disaster-Recovery-Plans an einem oder idealerweise mehreren Orten außerhalb des Rechenzentrums. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass auch bei einem Brand oder Hochwasser die Beschreibung der notwendigen Schritte zur Wiederherstellung von Daten und Systemen verfügbar ist. 73 Prozent der befragten deutschen Unternehmen lagert den Maßnahmenkatalog jedoch im Rechenzentrum selbst. Fünf Prozent der IT-Manager wissen nicht einmal, wo der Plan zu finden ist.

In 33 Prozent der befragten Unternehmen wurden die Disaster-Recovery-Maßnahmen in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal komplett oder zum Teil durchgeführt. Häufigste Ursachen von Ausfällen waren Störungen der Hard- und Software sowie Computerviren, gefolgt von Bedienungsfehlern, Bränden und Hacker-Angriffen. Aufgrund mangelnder Vorbereitung kam es aber in 23 Prozent der Fälle trotz der Notfallstrategien zu ungeplanten Ausfällen. 16 Prozent der Unternehmen mussten einen Datenverlust hinnehmen, und in ebensovielen Firmen wurde die Produktivität der Mitarbeiter spürbar beeinträchtigt. Einen Gewinn- oder Umsatzverlust als Folge des Ausfalls gaben 22 Prozent der Betroffenen an. Vier Prozent der Unternehmen verzeichneten darüber hinaus einen negativen Einfluss auf die Kundenbeziehungen.

"Systemausfälle verursachen nicht nur die direkt spürbaren Produktionseinbußen, sondern haben Langzeitfolgen, die ein Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten bringen können", erklärt Achim Deboeser, Managing Director und Regional Director Central Europe bei VERITAS Software. "Die Einhaltung gesetzlicher oder firmeninterner Bestimmungen zur Datenaufbewahrung, etwa im Zusammenhang mit Basel II, kann ohne funktionierende Disaster-Recovery-Strategie nicht gewährleistet werden. Immerhin 28 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben solche Regelungen als Grund für die Einrichtung ihres Notfallplans angegeben."

zu (1) Die jährlich stattfindende Untersuchung wird von Dynamic Markets im Auftrag von VERITAS Software durchgeführt und ist eine qualitative und quantitative Analyse der Antworten aus 851 Interviews unter IT-Managern großer Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern in zehn europäischen Staaten sowie in Afrika, Nahost und den USA, die für die Notfallpläne ihres Unternehmen verantwortlich sind.
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