SYGNIS AG berichtet Neunmonatszahlen zum 30. September 2016

(PresseBox) ( Madrid, Spanien / Heidelberg, Deutschland, )
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Umsatzsteigerung von über 300% – gestiegene Kit-Verkäufe und Verkäufe im Proteomik-Bereich
EBIT um 22% verbessert
Integration von Expedeon läuft wie geplant und schreitet gut voran


Die SYGNIS AG (Frankfurt: LIO1; ISIN: DE000A1RFM03; Prime Standard) veröffentlichte heute die Finanzergebnisse für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016 per 30. September 2016. Die Expedeon Holdings Ltd. (Expedeon), Cambridge, Großbritannien, und ihre Tochtergesellschaften wurden mit Wirkung zum 1. August 2016 erstmalig in den Konzernabschluss der SYGNIS AG einbezogen. Folglich wurden sämtliche Erträge und Aufwendungen, Vermögenswerte und Schuldender Expedeon abt dem 1. August 2016 in den Konzernabschluss der SYGNIS AG einbezogen. Daher wurden sämtliche Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Geschäft von Expedeon für den Teilzeitraum 1. August bis 30. September 2016 in den Konzern-Zwischenabschluss der SYGNIS AG per 30. September 2016 einbezogen.

Pilar de la Huerta, Co-CEO und CFO, kommentierte: „Seit dem Abschluss der Expedeon-Akquisition hat unser neu geschaffenes Team intensiv zusammengearbeitet, um das Geschäft voranzutreiben. Mit den neuen Produkten und der Infrastruktur für Vertrieb und Marketing, die Expedeon einbringt, können wir unseren Produktabsatz wie erwartet steigern. Gleichzeitig ermöglichen die Synergien unserer komplementären Geschäftsbereiche, die operativen Aufwendungen zu konzentrieren und weiter zu straffen, um so künftig das EBIT des Unternehmens weiter zu verbessern.“

Dr. Heikki Lanckriet, Co-CEO und CSO, sagte: „Die Integration unserer Teams verläuft wie geplant. Die Vertriebsmitarbeiter von Expedeon wurden auf die SYGNIS-Produktlinien geschult und wir erweitern aktiv das Team, um eine noch größere Präsenz in unseren Kernmärkten zu erreichen. Darüber hinaus integrieren und nutzen wir in Asien ergänzende Vertriebskanäle, um den Weg für zukünftiges Umsatz- und Unternehmenswachstum zu ebnen. Mittlerweile haben wir unsere Produktpalette weiter ausgebaut. Während wir weiterhin unser Produktportfolio erweitert haben, indem wir verschiende neuartige Produkte im dritten Quartal auf den Markt gebracht haben, ist unsere Produkt-Pipeline für die Markeinführung weiterer Produkte und Services bestens ausgerichtet. Wir investieren weiterhin in beträchtlichem Maße in Forschung und Entwicklung. Jüngst wurden uns fast 2 Mio. € zur Förderung künftiger Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durch die spanische Regierung zugesagt, was unsere künftigen Pläne in diesem Bereich in den nächsten drei Jahren finanziell unterstützen wird. Eines unserer wichtigsten Zielgebiete im Bereich Forschung und Entwicklung ist die Amplifikation zirkulierender Tumor-DNA. Bisherige Daten zeigen, dass unsere Technologie ein signifikantes Diagnostik-Potenzial aufweist. Wir sind derzeit dabei, uns das geistige Eigentum in diesem Bereich schützen zu lassen und Partner bzw.Mitarbeiter zu finden, um diese potenziell hoch lukrative Anwendung unserer Technologie weiter zu bewerten und zu entwickeln.“

Finanzergebnisse für die ersten neun Monate des Jahres zum 30. September 2016:

Die Umsatzerlöse für die ersten neun Monate des Jahres 2016 beliefen sich auf 976 T€, was einer Steigerung von mehr als 300% gegenüber 307 T€ im Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Die Umsatzerlöse für 2016 beinhalten Umsatzerlöse aus den Kit-Verkäufen der SYGNIS aus dem Bereich Genomik sowie Umsätze aus dem neu hinzugekommenen Bereich Proteomik für den Teilzeitraum vom 1. August bis zum 30. September 2016. Die deutliche Umsatzsteigerung resultierte daher teilweise aus höheren Produktverkäufen sowie der Einbeziehung der Proteomik-Umsätze nach der Konsolidierung von Expedeon in den Konzern-Zwischenabschluss der SYGNIS AG im dritten Quartal 2016

Trotz hoher Integrationskosten lagen die gesamten betrieblichen Aufwendungen nur geringfügig über dem Niveau der Vorjahresperiode. Höhere Vertriebs- und Herstellkosten aufgrund der Direktvermarktung der eigenen Produkte und Anwendungen wurden durch deutlich geringere Verwaltungs-, Forschungs- und Entwicklungskosten kompensiert. Die Zinsaufwendungen wurden in den ersten neun Monaten 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 deutlich reduziert, da Gesellschafterdarlehen in 2015 zurückgezahlt oder gegen Eigenkapital getauscht wurden.

Der Periodenfehlbetrag der ersten neun Monate des Jahres 2016 betrug 2.143 T€, was einer Reduktion um 22% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2.779 T€) entspricht. Dieser deutliche Rückgang des Periodenverlustes ist im Wesentlichen durch deutlich höhere Umsätze, der weiteren Straffung und Verschlankung der Kostenstruktur der operativen Aufwendungen sowie geringere Finanzierungskosten bedingt.

Mit der erfolgreichen Barkapitalerhöhung im Rahmen der Akquisition von Expedeon im Juli 2016 betrug der Bestand an liquiden Mitteln zum 30. September 2016 4.585 T€, nach 2.409 T€ zum Ende des Vorquartals (30. Juni 2016) und 4.557 T€ zum 31. Dezember 2015. Der hohe Bestand an liquiden Mitteln des Konzerns und die kürzlich von der spanischen Regierung zugesagten zusätzlichen Finanzmittel für die weitere Forschungs- und Entwicklungsaktivität in Höhe von € 2 Mio., verbunden mit der erwarteten positiven Entwicklung des EBIT in Zukunft, sollen das Unternehmen in die Lage versetzen, seine Breakeven-Ziele zu erreichen, ohne dass hierfür die Aufnahme weiteren Kapitals erforderlich ist.

Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum:

SYGNIS übernimmt Expedeon Holdings Ltd., Cambridge, Großbritannien, und schließt Finanzierung erfolgreich ab

Im Juli 2016 hat SYGNIS eine Bezugsrechtskapitalerhöhung und eine anschließende Privatplatzierung erfolgreich abgeschlossen, was zu einem Bruttoerlös von 5,3 Mio. € führte. Dieser ermöglichte dem Unternehmen den erfolgreichen Abschluss der Akquisition von Expedeon. Nach der Akquisition deckt SYGNIS nunmehr eine deutlich größere Produktpalette in einem breiteren Spektrum des Life Sciences-Marktes ab – vom Einzelzellgenom bis zum kompletten Proteom. Zudem hat die Akquisition SYGNIS mit einer starken Vertriebsmannschaft sowie einem großen Vertriebsnetz in Europa und den USA ausgestattet.

Management-Team mit der Ernennung von Dr. Heikki Lanckriet verstärkt

Mit Wirkung zum 5. August 2016 ernannte die SYGNIS AG Dr. Heikki Lanckriet, den langjährigen CEO der Expedeon Holdings Ltd., zum Co-CEO und Chief Scientific Officer (CSO). Die Rolle des CSO ist eine neu geschaffene Position bei SYGNIS. Dr. Lanckriet wurde zudem Mitglied des Vorstands der SYGNIS AG. Er führt die Organisation zusammen mit Pilar de la Huerta, die als Co-CEO und Chief Financial Officer der kombinierten Organisation agiert. Dr. Lanckriet verfügt über ein breites Fachwissen und kommerzielle Erfahrungen mit Instrumenten und Reagenzien im Life Science-Bereich.

Kooperationsvertrag mit ECACC über die Lizenzierung und den Vertrieb der Caco-2-Zelllinie unterzeichnet

Die US-amerikanische Navicyte Scientific, Teil der SYGNIS-Gruppe, und die zu Public Health England, einer Abteilung des Gesundheitsministeriums von Großbritannien, gehörende ECACC (European Collection of Authenticated Cell Cultures) haben eine Kooperationsvereinbarung für die Lizenzvergabe und den Vertrieb der Caco-2-Zelllinie an kommerzielle Unternehmen abgeschlossen. Im Rahmen der Zusammenarbeit veranlasst ECACC, dass Unternehmen eine Lizenz für die Verwendung der Caco-2-Zelllinie von SYGNIS in den USA erhalten und wird diesen in Zukunft Caco-2-Materialien direkt zur Verfügung stellen. Diese neue Zusammenarbeit erweitert Caco-2-Aktivitäten in Europa und erhöht das Kommerzialisierungspotenzial für SYGNIS, da ECACC bei der Vermarktung von Zelllinien an Forscher sehr aktiv ist. ECACC verfügt über eine große Kundendatenbank und wird die Caco-2-Zelllinie in ihre Projektentwicklungen einbeziehen.

SYGNIS führt zwei neue Kits am Markt ein: CovCheck™-Kit zur Qualitätskontrolle bei der Amplifikation ganzer Genome (Whole Genome Amplification) und TruePrimeTM Single Cell WGA Kit V2

SYGNIS hat im Berichtszeitraum weltweit zwei neue Kits am Markt eingeführt: Das CovCheckTM-Kit ist ein gebrauchsfertiges Produkt zur Bestimmung der Sequenzabdeckung bei der Amplifikation ganzer Genome (Whole Genome Amplification, WGA) und zur Kontrolle der Qualität sowie Integrität der amplifizierten DNA. Das TruePrimeTM Single Cell WGA Kit V2 ist für die Amplifikation ganzer Genome (Whole Genome Amplification, WGA) aus einer breiteren Vielfalt an Zelltypen und einer größeren Anzahl von Anwendungen optimiert.

CovCheck™ wurde entwickelt, um den Workflow zu vereinfachen und Kosten im Zusammenhang mit Sequenzierungsproben, die bestimmten Qualitätsansprüchen nicht genügen, signifikant zu senken. Das neu in den Markt eingeführte TruePrime™ Single Cell WGA V2 Kit bietet die gleichen Vorteile wie sein Vorgängerprodukt. Darüber hinaus zeigt das Kit verbesserte Eigenschaften bei der Zelllysis (Zellauflösung), die die Amplifikation ganzer Genome aus einer noch breiteren Palette von Zelltypen für noch mehr Anwendungen ermöglicht.

Ausblick 2016:

Die Akquisition von Expedeon wirkte sich maßgeblich auf den Geschäftsplan der Gesellschaft aus und wird voraussichtlich das Finanzergebnis von SYGNIS im vierten Quartal 2016 und darüber hinaus beeinflussen.

Nach der Übernahme der Expedeon deckt SYGNIS nunmehr ein deutlich breiteres Spektrum des Life-Science-Marktes mit einer viel breiteren Produktpalette ab – von Einzelzellgenomen bis hin zu kompletten Proteomen. Die Internetportale von SYGNIS und Expedeon wurden zusammengeführt und alle SYGNIS Produkte sind seitdem über den Expedeon-Webshop erhältlich. Darüber hinaus wurden die Kommerzialisierungs-bestrebungen erhöht, um mithilfe der erst kürzlich übernommenen Vertriebsmannschaft und der entsprechenden Vertriebskanäle für mehr Umsatzwachstum bei den SYGNIS-Produkten zu sorgen. Die Gesellschaft wird weiterhin in die Expansion der Vertriebskanäle wie auch in die aktive Suche nach zusätzlichen OEM- (Original Manufacturer Equipment) und Distributionsmöglichkeiten investieren. Darüber hinaus soll die eigene Vertriebsmannschaft in den Kernmärkten vergrößert werden.

SYGNIS hat im Jahresverlauf verschiedene neue Genomik- und Proteomik-Produkte auf den Markt gebracht und wird auch weiterhin innovative Produkte entwickeln und einführen. Dabei investiert das Unternehmen in 2017 und darüber hinaus in die Erweiterung einer starken Produkt-Pipeline.

Im Rahmen des Integrationsprozesses verlagert SYGNIS alle europäischen Produktions- und Fertigungsprozesse nach England. Ziel ist es, sämtliche Produktions- und Fertigungsprozesse bis Ende 2016 in England zusammenzuführen. Damit soll die Organisations- wie auch Kostenstruktur optimiert werden. Darüber hinaus sollen die Effizienz im Hinblick auf Versendung und Lagerhaltung der Produkte verbessert und die Bruttogewinnmargen für das Genomik-Produktportfolio gesteigert werden, da in den Produktionsstätten in England ein deutlich höherer Automatisierungsgrad erreicht werden kann.

Die Umsatzerlöse im verbleibenden Geschäftsjahr 2016 sowie im Geschäftsjahr 2017 sind vom Erfolg der seit der Übernahme der Expedeon implementierten Verkaufsstrategie sowie der Marketinganstrengungen abhängig. In Abhängigkeit vom Erfolg dieser Kommerzialisierungsbemühungen erwartet der Vorstand für das gesamte Jahr 2016 Umsatzerlöse zwischen 1,7 Mio. € und 2,0 Mio. € mit einem starken Upside-Potenzial im Jahr 2017. In Kombination mit den positiven Synergien nach der Übernahme der Expedeon und der weiteren Kostenreduktion durch effizientere Strukturen und Prozesse in den Bereichen Verwaltung, Produktion und Fertigung sowie Forschung und Entwicklung sollen die operativen Aufwendungen weiter gesenkt werden, um die Ergebnissituation der SYGNIS AG weiter zu verbessern.

Durch die Optimierung der Herstellung und die Forschungs- und Entwicklungs-Ressourcen, erwartet das Unternehmen, dass die die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Jahr 2016 weiter sinken werden. Es werden höhere Vertriebs- und Marketingaufwendungen aufgrund erhöhter Kommerzialisierungsaktivitäten erwartet. Der Verwaltungsaufwand wird im Vergleich zu 2015 aufgrund von Optimierungsmaßnahmen im Laufe des Jahres 2016 voraussichtlich sinken. Der Vorstand prognostiziert, dass der Nettoverlust in 2016 deutlich niedriger als 2015 ausfallen wird.

Die starke finanzielle Position des Unternehmens wird durch die Aufnahme von 2,0 Mio. € über ein zinsvergünstigtes Darlehen sowie über Zuschüsse gestärkt, die das Unternehmen in den kommenden drei Jahren als finanzielle Unterstützung vom spanischen Minister für Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit erhalten wird. Damit soll TruePrimeTM, die wichtigste Technologie im Bereich Genomik, vor allem für den Flüssigbiopsie-Markt weiterentwickelt werden.

Basierend auf den derzeit vorhandenen Finanzmitteln und unter Berücksichtigung des Businessplans sieht der Vorstand der Gesellschaft die operativen Aufwendungen der SYGNIS AG bis zum Erreichen des Break-even, voraussichtlich in 2017, als gedeckt an.
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