U-Bahnhof "Münchner Freiheit":Defibrillator rettet Menschenleben

(PresseBox) ( München, )
Im U-Bahnhof "Münchner Freiheit" hat ein 71-jähriger Mann einen Herzstillstand überlebt. Er wurde vor einigen Tagen mit Hilfe eines Defibrillators vor dem sicheren Herztod gerettet. Zwei Fahrgäste hatten beobachtet, wie der Mann auf dem Bahnsteig zusammengebrochen war.Sofort drückten sie die Notruftaste am Bahnsteig und alarmierten so die U-Bahnbetriebszentrale (UBZ) der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Diese informierte den Rettungsdienst, die U-Bahnwache sowie einen Mitarbeiter des MVG-Servicedienstes im U-Bahnhof "Münchner Freiheit", der umgehend zur Hilfe eilte. Die UBZ schaltete außerdem den Defibrillator am Bahnsteig frei.

Die beiden Fahrgäste und der MVG-Mitarbeiter klebten die Elektroden des Defibrillators auf den entblößten Brustkorb des Mannes und lösten nach entsprechender Sprachaufforderung durch das Gerät den rettenden Elektroschock aus. Das Herz des Mannes fing wieder an zu schlagen. Als wenig später der Rettungsdienst eintraf zeigte er bereits erste Regungen.Dank der guten Vorarbeit gelang es, den Patienten zu stabilisieren und in ein Krankenhaus zu transportieren. Er konnte die Intensivstation inzwischen ohne neurologische Schäden verlassen.

Der Mann verdankt sein Leben nicht allein dem Defibrillator, sondern insbesondere auch dem beherzten und schnellen Eingreifen der Ersthelfer. Entscheidend ist nämlich, dass das Opfer innerhalb der ersten zwei Minuten nach Kreislauf-Stillstand mit einem Elektroschock behandelt wird. Dann besteht eine Überlebenschance von mehr als 90 Prozent.Nach spätestens fünf Minuten ohne Reanimation treten erste irreparable Hirnschäden ein. Nach acht bis zehn Minuten ist der Patient in der Regel tot.

Dr. Josef Assal, ärztlicher Leiter des Laien-Defibrillations-Projekts der Landeshauptstadt München: "Fahrgäste, MVG-Mitarbeiter und Rettungsdienst haben in diesem Fall vorbildlich Hilfe geleistet. Ich freue mich, dass sie mit dem Defibrillator im U-Bahnhof Münchner Freiheit ein Menschenleben retten konnten. Mein Dank gilt auch der MVG, die das Defi-Projekt von Beginn an tatkräftig unterstützt hat." Zuletzt war im Mai vergangenen Jahres ein Fahrgast per Elektroschock zurück ins Leben geholt worden. Insgesamt wurden bislang sieben Menschen in der Münchner U-Bahn mit einem Defibrillator wiederbelebt.Die MVG hat in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein "München gegen den plötzlichen Herztod" bis heute in 36 U-Bahnhöfen 43 automatisierte Defibrillatoren (AED) installiert, mit denen jeder Leben retten kann. Zwei AEDs sind außerdem im mobilen Einsatz.

Die Defibrillatoren werden von dem Verein "München gegen den plötzlichen Herztod" beschafft. Die MVG trägt die Kosten für die Installation und Leitbeschilderung, sorgt für die technische Verbindung zur U-Bahnbetriebszentrale und kümmert sich um entsprechendes Informationsmaterial. Der erste Defibrillator wurde am 30. Mai 2001 am U-Bahnhof "Marienplatz" installiert. München war damit weltweit die erste Stadt, die AEDs im U-Bahnbereich öffentlich verfügbar machte.

An jedem Defibrillator-Standort hängt eine Kurzanleitung zur Bedienung des Geräts. Weitere Informationen hierzu sowie eine Liste aller mit Defibrillatoren ausgestatteten U-Bahnhöfe gibt es auch im Internet unter www.mvg-mobil.de
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